Bocholt

Anruf von „Herrn Fuchs“: Betrüger legen Rentnerin mit fieser Masche herein

Mit einer fiesen Betrugsmasche haben es Kriminelle auf eine Seniorin in Bocholt abgesehen. Der Mann am Telefon gab sich als Polizist aus. Ein anderer Anruf kam den Tätern jedoch in die Quere.

Bocholt – Die Polizei berichtet von einem versuchten Betrug, der sich in der Stadt im Kreis Borken ereignet hat. Eine 78-Jährige erhielt dieser Tage einen Anruf von einer Person, die sich als „Herr Fuchs“ ausgab und behauptete, Polizist zu sein. Zwei Stunden lang telefonierten die beiden miteinander.

In dem Telefonat gab der falsche Polizist an, dass zwei Einbrecher festgenommen worden seien, die zuvor zwei Personen zusammengeschlagen hätten. Der Unbekannte riet der Rentnerin, „dass sie ihre Debit-Karte einem Polizeibeamten abgeben müsse, um ihre Sicherheit zu gewährleisten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Beamten. Die Frau aus Bocholt gab in dem Gespräch schließlich auch noch ihre PIN-Nummer preis, woraufhin Telefonat beendet wurde.

OrtBocholt
Einwohner73.170
KreisBorken

Betrugsmasche in Bocholt: Zeuge rettet Seniorin

Kurze Zeit später tauchte dann der angekündigte „Kollege“ des falschen Polizisten bei der 78-Jährigen auf und stellte sich als „Herr Müller“ vor. Der Mann, der sich der Frau gegenüber nicht ausweisen konnte, nahm daraufhin die Debit-Karte der Seniorin entgegen Die Geschädigte rief nach dem Vorfall einen Bekannten an, der ihre Karte umgehend sperren ließ. Nach dem Abholer aus Bocholt fahndet jetzt die richtige Polizei.

Dieser soll etwa 20 bis 30 Jahre alt sein, kurze, leicht gewellte Haare tragen und ein westeuropäisches Erscheinungsbild haben. Der Gesuchte war zum Tatzeitpunkt dunkel gekleidet. Hinweise nehmen die Beamten im Kreis Borken unter der Rufnummer 02861/90 00 entgegen. Im Rahmen des jüngsten Falls warnt die Polizei nochmals eindringlich vor dieser bekannten Betrugsmasche, die in Bocholt bereits schon mehrfach Menschen um viel Geld gebracht hat.

Nach Betrugsversuch in Bocholt: Polizei warnt vor Kriminellen

Die Täter versuchen dabei unter verschiedenen Vorwänden an das Geld oder die Wertsachen ihrer Opfer zu gelangen, indem sie behaupten, dass diese zu Hause nicht mehr sicher seien oder auf Spuren untersucht werden müssten. „Dabei nutzen die Täter eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige der Angerufenen die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt“, teilt die Polizei nach dem Vorfall in Bocholt mit.

Zudem raten die Beamten dringend davon ab, fremde Personen in die eigene Wohnung zu lassen. Dies wurde vor einiger Zeit einer Frau aus Bocholt zum Verhängnis. Zudem wird dazu geraten, sich von angeblichen Amtspersonen stets den Ausweis zeigen zu lassen.  

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Martin Gerten

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