Pandemie im Münsterland

Coronavirus in Bocholt: Grenzwert überschritten! Strengere Maßnahmen erlassen

Immer mehr Menschen stecken sich mit Corona an. Auch in Bocholt und dem Kreis Borken wurde nun der erste Grenzwert gesprengt – mit ernsten Konsequenzen.

Update: 19. Oktober. Nun ist es so weit: Während der 7-Tages-Inzidenzwert im gesamten Kreis Borken noch bei 31,6 lag, machte der Wert über das Wochenende einen Sprung nach oben. Wie der Kreis am Montag (19. Oktober) nun bekannt gab, liegt der Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage nun bei 45,5. Somit ist der erste Grenzwert von 35 überschritten und Gefährdungsstufe 1 erreicht.

Den Grenzwert hatte der Kreis Borken bereits am Samstag (17. Oktober) überschritten. Am Montag meldete der Kreis nun 275 Infektionen mit dem Coronavirus. In Bocholt sind 55 Menschen akut mit dem Virus infiziert. Die meisten Ansteckungen werden derzeit in Gronau gemeldet (96).

Nun wurden für Bocholt sowie für den gesamten Kreis Borken strengere Corona-Maßnahmen gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW erlassen. Diese sind bereits am Sonntag (18. Oktober) in Kraft getreten:

  •  Veranstaltungen und Versammlungen sowie Kongresse mit mehr als 1.000 Personen sind nicht zulässig
  • an Festen außerhalb einer Wohnung dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen
  •  an Sitz- und Stehplätzen bei Konzerten, Aufführungen, sonstigen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen sowie bei Sportveranstaltungen gilt Maskenpflicht
  • besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen in Bocholt, Gronau und dem restlichen Kreis Borken appellierte Landrat Kai Zwicker (CDU) an die Bevölkerung, sich an die bekannten Hygieneregeln zu halten: Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, Lüften. „Wir alle stehen mit unserem Handeln in der Verantwortung“, sagte Zwicker. Sollte der 7-Tages-Inzidenzwert den Grenzwert von 50 und damit Gefährdungsstufe 2 erreichen, drohen Bocholt und dem Kreis Borken noch schärfere Maßnahmen wie zum Beispiel eine Sperrstunde mit Alkoholverbot.

Stadt:Bocholt
Einwohner:71.113
Bundesland:NRW

Bocholt: Corona-Zahlen stark angestiegen – wird erster Grenzwert bald überschritten?

Update: 16. Oktober. Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind in Bocholt leicht angestiegen. Derzeit sind 45 Menschen akut mit Sars-CoV-2 infiziert, 273 Infektionen gab es bisher insgesamt. Der Kreis Borken weist derzeit 206 aktive Fälle auf und hat einen Inzidenzwert von 31,6. Am Mittwoch (14. Oktober) lag der Wert noch bei 27,2.

Sollte der 7-Tages-Inzidenzwert auf 35 ansteigen, müssten im gesamten Kreis Borken, und somit auch in Bocholt, strengere Maßnahmen durchgeführt werden. Unter anderem eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum überall da, wo viele Menschen sind sowie eine drastischere Einschränkung bei privaten Feiern und öffentlichen Veranstaltungen. Eine Coronavirus bedingte Sperrstunde samt Alkoholverbot, die das Land NRW vorschreibt, würde ab einem Inzidenzwert von 50 in Kraft treten. Zudem hat der Kreis Borken selbst bereits zusätzlich eine Allgemeinverfügung ausgearbeitet.

Corona-Lage in Bocholt: Allgemeinverfügung im Kreis Borken erlassen

Erstmeldung: 14. Oktober. Bocholt – Wie auch im Rest Deutschlands spitzt sich die Corona-Lage im Kreis Borken derzeit weiter zu. Wie der Kreis am Dienstag (13. Oktober) mitteilte, kamen allein seit dem vergangenen Wochenende 40 neue Infektionsfälle hinzu.

Vor allem Nordrhein-Westfalen sticht momentan in den Statistiken heraus. Mittlerweile gelten 14 Städte in NRW als sogenannte Corona-Hotspots, unter anderem Düsseldorf, Essen, Hamm, Köln und Unna. Wegen der stetig steigenden Zahlen gelten in NRW bereits früher als geplant strengere Corona-Maßnahmen für private Feiern. Doch wo liegt aktuell die 7-Tages-Inzidenz in Bocholt und dem Kreis Borken?

In Bocholt sind derzeit (Stand: 14. Oktober, 0 Uhr) 43 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Seit dem Vortag kamen 5 Neuinfektionen dazu. Insgesamt gab es seit Ausbruch der Corona-Pandemie 270 Infektionen mit Sars-CoV-2. Gestorben sind bislang acht Menschen nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus. 219 Personen gelten wieder als gesund.

Seit Mitte September stieg die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Bocholt stetig an. Während sie am 3. September sogar bei 0 lag, gab es im Laufe des Monats immer mehr Infektionen. Seit Anfang Oktober ist ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. Jetzt wurden in NRW weitere Maßnahmen festgelegt.

Coronavirus in Bocholt und im Kreis Borken – Frau nach Infektion gestorben

Derzeit liegt die 7-Tages-Inzidenz in Bocholt bei 27,2 – und entspricht damit exakt dem Inzidenz-Wert des gesamten Kreises Borken. Im Kreisgebiet sind derzeit 183 Menschen akut infiziert, 12 Neuinfektionen kamen seit dem Vortag hinzu. Zudem verstarb am Montag (12. Oktober) eine vorerkrankte, 87-jährige Frau aus Bocholt, nachdem sie sich mit dem Coronavirus infiziert hatte.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung hatte Landrat Dr. Kai Zwicker (CDU) die Bürgermeister der kreisangehörigen Kommunen zu einer Abstimmung ins Kreishaus nach Borken eingeladen. „Dabei ging es zum einen um eine gemeinsame Bewertung der Lage im Westmünsterland und zum anderen um die Festlegung des gemeinsamen Vorgehens im Fall eines weiteren Anstiegs der Infektionszahlen“, berichtet der Kreis.

Coronavirus in Bocholt und Borken – Allgemeinverfügung erlassen

Bei dem Treffen konnten sich die Bürgermeister und Landrat Zwicker auf eine Allgemeinverfügung für den Kreis Borken und somit auch Bocholt einigen, die im Falle einer Überschreitung des kritischen Inzidenz-Wertes von 35 beziehungsweise 50 gelten solle: „Wir haben damit bereits ein kreisweit einheitliches Konzept in der Pipeline, mit dem wir erforderlichenfalls sofort reagieren können“, erklärt Landrat Dr. Zwicker. Die Allgemeinverfügung würde „Handlungvorgaben für die Bevölkerung“ beinhalten – nähere Angaben zum Inhalt machte der Kreis in seiner Mitteilung vom Dienstag noch nicht.

Derzeit liegen jedoch die Stadt Bocholt ebenso wie der gesamte Kreis Borken noch unter den kritischen Inzidenz-Werten. Strengere Regeln müssen also noch nicht eingeführt werden – anders als im Kreis Warendorf, wo nun wegen der Überschreitung des Inzidenz-Wertes strengere Corona-Maßnahmen in Kraft treten.

Rubriklistenbild: © eter Kneffel/dpa

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