Komplett niedergebrannt

Großfeuer in Scheunen verursacht: Neun Jugendliche geben Brandstiftung zu

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Die Feuerwehr rückte im April zu einem Scheunenbrand aus. (Symbolbild)

Zwei Scheunen in Bocholt brannten Mitte April komplett nieder. An Karfreitag erlebten die Fahnder eine Überraschung: Die Schuldigen sind gefunden.

Update: 23. April. Bocholt – Nach der Berichterstattung zu dem Brand zweier Scheunen meldeten sich zunächst mehrere Zeugen, die angaben, eine Gruppe Jugendlicher in der Nähe des Brandortes gesehen zu haben. Am Karfreitag wurde die Fahndung der Polizei Bocholt dann auf ungewöhnliche Weise beendet.

Neun Jugendliche meldeten sich in elterlicher Begleitung bei den Beamten. Sie gaben zu, den Brand verursacht zu haben. Die Teenager, alle zwischen 14 und 16 Jahren, erzählten in der Vernehmung, dass sie in einer der Scheunen ein kleines Feuer gemacht hatten. Dieses sei außer Kontrolle geraten und habe schließlich beide Gebäude in Brand gesetzt. 

Scheunen in Bocholt in Brand gesteckt:  Polizei fahndet nach Feuerteufel

Erstmeldung: 16. April. Bocholt – Bei einem Brand am Montag (15. April) entstand hoher Sachschaden. Zwei Scheunen fingen am Abend aus zunächst ungeklärter Ursache Feuer. Um 20 Uhr wurden die Flammen auf einem leerstehenden Hof an der Straße "Am Reyerdingsbach" bemerkt. 

Die Feuerwehr rückte aus Bocholt und Dinxperlo an, um den Brand zu bekämpfen. Da der Hof nicht bewohnt war, bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Menschen oder Tiere. 

Bocholt: 150.000 Sachschaden bei Brand

Beide Scheunen brannten bis auf die Grundmauer nieder. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von 150.000 Euro. Die Polizei nahm noch am Abend die Ermittlungen zu dem Feuer auf. Bereits einen Tag später können die Beamten eine erste Vermutung äußern: Wahrscheinlich handelt es sich um Brandstiftung.

Auf einem leerstehenden Hof brach das Feuer aus. 

Erste Hinweise, die an der Brandstelle von den Beamten in Bocholt gefunden wurden, legten diesen Verdacht nahe. Weiterhin werden Zeugen gebeten, sich zu melden: 02871/29 90.

Nur wenige Tage zuvor war in Bocholt eine Lagerhalle abgebrannt. Auch dabei hatte es sich um Brandstiftung gehandelt. Die Polizei hatte außerdem am Wochenende viel zu tun: Ein tobender Mob von 300 Personen ging auf die Beamten los. Zudem ging kürzlich eine Warnung über die App NINA an die Bewohner: In Bocholt kam es zu einem Industriebrand. Es entwickelten sich Rauchgase.

Auch hier ermitteln die Beamten wegen Brandstiftung: In Rheine kam es zu mehreren Bränden innerhalb kürzester Zeit.

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