Kindgerechte Reaktion in Bocholt

Ungewöhnlicher Einsatz: Polizei hilft Zweijährigem in misslicher Lage

Sein Vater schnallte ihn im Kindersitz an – dann wurde ein kleiner Junge im Auto eingesperrt. (Symbolbild)
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Sein Vater schnallte ihn im Kindersitz an – dann wurde ein kleiner Junge im Auto eingesperrt. (Symbolbild)

Aus Versehen sperrte ein Vater sein Kleinkind in Bocholt im Auto ein: Der Schlüssel lag auf dem Beifahrersitz. Die Reaktion der Polizisten konnte die Tränen jedoch trocknen. 

  • Die Polizei rückte in Bocholt zu einem ungewöhnlichen Einsatz aus
  • Ein Vater hatte seinen Sohn unabsichtlich ins Auto gesperrt
  • Die Beamten konnten durch ihre Reaktion Schlimmeres verhindern

Bocholt – Einen für alle Beteiligten aufregenden Vorfall löste am Dienstag (12. November) die neue Bauchtasche eines 26-Jährigen aus. Der Mann war mit seinem zweieinhalb Jahre alten Sohn unterwegs und wollte den Jungen auf dem Kindersitz seines Autos in der Mittelstraße anschnallen. Dazu warf der Vater seine nagelneue Tasche auf den Beifahrersitz. 

Bocholt: Vater sperrt Sohn versehentlich ins Auto

In der Tasche hatte sich neben dem Handy und dem Portemonnaie auch der Autoschlüssel befunden. Durch den Wurf löste sich scheinbar die Zentralverriegelung des Wagens aus. Als der Vater aus Bocholt die Autotür schloss, um auf der Fahrerseite einzusteigen, war das Fahrzeug bereits verschlossen. Ähnliches passierte einer Mutter in der Region: Sie schloss versehentlich ihr Kind in Rheine im Auto ein – dabei herrschten jedoch 31 Grad Außentemperatur. 

"Dem Steppke auf dem Kindersitz blieb nicht verborgen, dass plötzlich etwas nicht mehr stimmte", berichtet die Polizei von der Reaktion des nun eingesperrten Kleinkinds bei dem Vorfall in Bocholt. Der kleine Mann kletterte auf den Beifahrersitz. Jedoch verstand er nicht, dass er erneut auf den Autoschlüssel drücken musste, um sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. 

Darüber hinaus kam es kürzlich zu einem Unfall in der Stadt: Ein Siebenjähriger wurde bei einer Kollision in Bocholt verletzt. Das Auto, in dem er gesessen hatte, wurde auf den Radweg geschleudert. 

Polizei verhindert Schlimmeres – Kind in Bocholt ist wohlauf

Noch bevor ein Abschleppdienst die Mittelstraße in Bocholt erreichte, trafen die hinzugerufenen Polizeibeamten ein. Diese konnten an der unglücklichen Lage des Jungen zwar nichts ändern, doch sie schafften es, das aufgelöste Kind abzulenken. Mit Warnlichtern und einer Kinderserie, die einer der Polizisten dem Zweijährigen durch die Fensterscheibe zeigte, ließ er sich so lange beruhigen, bis technische Hilfe eintraf. 

"Nach einer guten Viertelstunde konnten Mitarbeiter des Abschleppdienstes das Auto öffnen und der Vater seinen Sohn in die Arme schließen", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Der Mann aus Bocholt gab den Beamten gegenüber an, dass er nach dem Vorfall Konsequenzen ziehen werde, auch wenn sein Kind ihn unbeschadet überstand: Die neue Bauchtasche soll nun ausgedient haben.  

Im Gegensatz zu dem Fall in Bocholt handelte ein anderer Mann im Kreisgebiet aus Absicht: Weil der Krach ihn nervte, sperrte ein Anwohner im Kreis Borken einen Lieferanten in seinem Kühllaster ein. Der Mann musste 30 Minuten lang um Hilfe rufen. Einen ganz anderen Hintergrund hatte dieser Fall in der Nähe von Bocholt: Eine Frau sperrte ihren Hund während des Einkaufs im Kreis Borken im Auto ein – und das bei 28 Grad Celsius. Die Polizei musste die Scheibe des Wagens einschlagen. 

Neulich kam es in der Stadt zu einem schweren Unfall: Nach einer Kollision in Bocholt wurden drei Personen schwer verletzt.

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