In Bocholt und Rhede unterwegs

"Rufen Sie die Polizei": Warnung vor aggressiven Wanderarbeitern

Nach mehreren Vorkommnissen in Bocholt bittet die Polizei um Meldungen aus der Bevoelkerung. (Symbolbild)
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Nach mehreren Vorkommnissen in Bocholt bittet die Polizei um Meldungen aus der Bevölkerung. (Symbolbild)

Bedroht und beleidigt wurden kürzlich Bewohner in Bocholt und Rhede: Dort klingelten Wanderarbeiter aus Irland. Die Polizei warnt jetzt die Bürger.

  • irische Wanderarbeiter in Bocholt und Rhede unterwegs
  • sie verhielten sich Bürgern gegenüber zum Teil aggressiv
  • die Polizei fordert Geschädigte auf, sich zu melden

Bocholt/Rhede – In den vergangenen Tagen gingen bei der Polizei Meldungen ein: Unter anderem in Bocholt gingen irische Wanderarbeiter von Tür zu Tür. Sie boten den Anwohnern Reinigungsarbeiten an – und das ganz legal: Als sie von der Polizei kontrolliert wurden, konnten die Männer eine entsprechende Reisegewerbekarte vorweisen. Doch wegen des Verhaltens der Arbeiter schaltet sich die Polizei dennoch ein.

Bürger in Bocholt belästigt: Polizei warnt vor Wanderarbeitern

Bewohner unter anderem aus Bocholt berichteten den Beamten von den Begegnungen mit den irischen Wanderarbeitern: Diese sollen sich nämlich aufdringlich verhalten haben, wenn die angebotenen Reinigungsarbeiten abgelehnt wurden. Die Männer seien dann "verbal aggressiv und einschüchternd" aufgetreten. Eine Person sei durch die Arbeiter beleidigt worden. In diesem Fall leitete die Polizei ein Strafverfahren ein.

Da nach den Vorkommnissen in Bocholt nicht auszuschließen ist, dass die Wanderarbeiter auch in den kommenden Tagen von Tür zu Tür gehen, um ihre Dienste anzubieten, warnt nun die Polizei: "Sollte es dabei zu Einschüchterungsversuchen, Beleidigungen etc. kommen – rufen Sie die Polizei an." 

Bocholt und Umgebung: Abzocken durch angebliche Wanderarbeiter keine Seltenheit

In den Fällen in Bocholt und Rhede handelt es sich um Wanderarbeiter mit entsprechender Arbeitserlaubnis. Doch oftmals sind es jedoch auch Betrüger, die sich als Wanderarbeiter ausgeben und die Bewohner um ihr Geld bringen. So halfen vor einigen Monaten Männer in Schöppingen einem Senior beim Schneeschippen. Doch am Ende verlangten die vier Fremden 11.000 Euro Lohn von dem 87-Jährigen.

Oft sind es Senioren, die Opfer der Betrüger werden. Wie vermutlich auch in diesem Fall: Handwerker hatten einer älteren Dame in Bocholt angeboten, ihre Einfahrt mit Schotter aufzufüllen. Die Frau lehnte dankend ab – doch die Fremden begannen trotzdem mit der Arbeit. Die 74-Jährige rief die Polizei. Denen gegenüber behaupteten die Männer jedoch, die Arbeit sei eine Art Geschenk gewesen.

Ob es sich um eine nette Geste oder doch Abzocke handelte, konnte letztlich nicht geklärt werden. Häufig beginnen solche Arbeiten, indem die Hausbesitzer erst bequatscht und dann betrogen werden: Die Arbeit wird zügig begonnen – und am Ende wird eine saftige Rechnung vorgelegt. Auf der Homepage der Polizeiberatung wird vor den Tricks von Haustürbetrügern gewarnt – zum Beispiel "falschen Handwerkern".

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