Jahreswechsel

Silvester im Kreis Borken: Polizei kündigt strikte Kontrollen der Corona-Auflagen an

Silvester unter Corona-Bedingungen: Da auch zum Jahreswechsel 2020/2021 die Auflagen weiterhin gelten, hat die Polizei für den Kreis Borken verstärkte Kontrollen angekündigt.

Kreis Borken – Im Corona-Jahr 2020 ist vieles anders gewesen als sonst – und auch der Jahreswechsel wird den ein oder anderen Bürger auf eine harte Probe stellen: Im Zuge der Coronavirus-Regeln wurde in Deutschland ein Böllerverbot für Silvester erlassen, zudem herrschen generell strikte Kontaktbeschränkungen sowie ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit. Ausschweifende Silvester-Partys sind dieses Jahr also, wie zu erwarten war, nicht erlaubt.

Auch zum Jahreswechsel dürfen sich also nur fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen – Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. In manchen Städten und Kreisen in NRW wurden zudem strenge Ausgangssperren erlassen, die auch an Silvester gelten. Die Polizei Borken kündigte nun an, die Einhaltung der Corona-Auflagen in der Nacht zu Neujahr zu kontrollieren.

Kreis:Borken
Einwohner:371.339 (31. Dezember 2019)
Bundesland:NRW

Silvester 2020 im Kreis Borken: Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

An Silvester kommen die Menschen zusammen, um anzustoßen und zu feiern. Das sei aber aus Gründen des Gesundheitsschutzes der Allgemeinheit, also zum Schutz vor möglichen Infektionen mit dem Coronavirus, nicht möglich, betont die Polizei Borken in einer Mitteilung. Die Behörde gehe zwar davon aus, dass sich die meisten Menschen „vernünftig“ verhalten würden. „Da wir dennoch ein erhöhtes Einsatzaufkommen nicht ausschließen können, werden wir verstärkt präsent sein, um für Sicherheit zu sorgen“, sagt Polizeidirektor Peter Hilp.

Dabei gehe es jedoch nicht um „beliebige Kontrollen im privaten Raum gehen“, so Hilp, „sondern um die allgemeine Sicherheits- und Verkehrslage. Klar ist aber auch, dass die Polizei eingreifen wird, wenn Menschen über die Stränge schlagen und trotz des Verbots Partys feiern.“ So könnte es auch im Kreis Borken möglicherweise zu Kontrollen in Häusern und Wohnungen kommen. Zuvor hatte bereits Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) gesagt, dass die Polizei an Silvester in NRW auch Kontrollen in Privatwohnungen durchführen könnte. Dies sei aber vor allem dann geboten, wenn die Bewohner ausschweifende Partys mit vielen Menschen als kleine Zusammenkünfte tarnen würden, stellte Reul klar.

Im Kreis Borken wird die Polizei an Silvester die Einhaltung der Corona-Auflagen kontrollieren. (Symbolbild)

Kein generelles Böllerverbot an Silvester in NRW: Polizei aus Borken hat eine Bitte

Zwar herrscht an Silvester in NRW kein generelles Böllerverbot. Doch in einigen Städten gibt es öffentliche Plätze, an denen das Zünden von Feuerwerkskörpern untersagt ist. Auch in Rheine (Kreis Steinfurt) wurden für Silvester Böller-freie Zonen eingerichtet. Derweil hat sich die Stadt Münster für Silvester eine Alternative fürs Böllern einfallen lassen. Im Kreis Borken bittet die Polizei diejenigen Bürger, die nicht auf Feuerwerk verzichten wollen, um einen verantwortungsvollen Umgang. Zudem sei das Abbrennen von Pyrotechnik in der unmittelbaren Nähe folgender Orte verboten: Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkshäusern.

Noch immer ist die Coronavirus-Lage im Kreis Borken angespannt: Die 7-Tages-Inzidenz liegt am Mittwoch (30. Dezember) bei 101,3 – am Dienstag (29. Dezember) lag der Wert noch bei 115,8. Dennoch starben bereits 129 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2. Die meisten aktiven Fälle (106) wurden in Bocholt gemeldet.

Verstärkte Alkohol- und Drogen-Kontrollen an Silvester im Kreis Borken

Zudem gelte nach wie vor ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum, wie die Polizei Borken betont. „Jeder, der an den Feiertagen mit seinem Fahrzeug unterwegs ist, sollte auf Alkohol verzichten oder auf Bus, Bahn und Taxi umsteigen“, rät Frank Schulz, Leiter der Direktion Verkehr. An Silvester würde die Polizei im Kreis Borken schwerpunktmäßig Alkohol- und Drogenkontrollen durchführen.

Wer sein Fahrzeug unter dem Einfluss von Alkohol und/oder Drogen führt, verhält sich unverantwortlich, rücksichtslos und gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer

Frank Schulz, Leiter der Direktion Verkehr

Bei den Kontrollen an Silvester zum Jahreswechsel 2019 und 2020 hatte die Polizei im Kreisgebiet 137 Fahrzeugführer überprüft. Drei von ihnen waren betrunken Auto gefahren, zwei standen unter Drogen. „Lassen Sie es nicht so weit kommen“, warnt die Polizei Borken in diesem Zusammenhang. Auch Fahrradfahrer können ihren Führerschein verlieren, sollten sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fahren.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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