Staatsschutz ermittelt

Fremdenhass? 17-Jähriger aus Guinea attackiert – Staatsschutz ermittelt

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In Borken kam es möglicherweise zu einem fremdenfeindlichen Übergriff. (Symbolbild)

Wurde ein Jugendlicher aufgrund seiner Hautfarbe attackiert? In Borken griff eine Gruppe Männer einen 17-Jährigen an. Die Polizei hat einen wichtigen Zeugen im Visier.

  • Jugendlicher in Borken angegriffen
  • Polizei schließt fremdenfeindliche Tat nicht aus
  • Wichtiger Zeuge wird gesucht

Borken – Nach einem Angriff, der sich in der Turmstadt am Freitag (11. Oktober) zugetragen hat, ermittelt derzeit der Staatsschutz. Ein 17-Jähriger aus Guinea war gegen 21 Uhr zwischen der sogenannten "Schönstatt Au" (Kapellenstraße 60) und der Neumühlenallee unterwegs, als sechs Jugendliche auf ihn zu kamen.

Übergriff in Borken: War es Fremdenhass?

Die jungen Männer fragten ihn nach Zigaretten. Als der Guineer in seine Tasche griff und eine Schachtel herausholte, schlugen die Täter in Borken plötzlich auf ihn ein. Der 17-Jährige fiel dabei zu Boden, doch die Unbekannten traten dabei weiter auf ihn ein.

Die Schläger ließen erst von dem Jugendlichen ab, als sich ein Radfahrer dem Tatort näherte. Die Unbekannten flüchteten danach. Der Jugendliche wurde bei dem Überfall in Borken schwer verletzt. Da der 17-Jährige möglicherweise aus fremdenfeindlicher Gründen attackiert wurde, ermittelt jetzt der Staatsschutz in Münster.

Wichtiger Zeuge nach Angriff in Borken gesucht

Die Polizei sucht derweil nach dem Radfahrer, der sich in der Nähe des Tatorts befand. Die Beamten vermuten, dass er wichtige Angaben zum Vorfall in Borken machen könnte. Er sowie weitere mögliche Zeugen werden gebeten sich unter der Rufnummer 0251/27 50 zu melden.

Fremdenfeindliche Übergriffe wie in Borken kommen in Deutschland beinahe regelmäßig vor, auch im Münsterland: Nachdem ein Syrer in Ahlen von mehreren Personen angegriffen wurde, ermittelt ebenfalls der Staatsschutz. Aus Fremdenhass haben womöglich auch die Täter gehandelt, die in Telgte ein Geschäft mit Biobomben attackiert haben. Der syrische Inhaber wurde bereits mehrfach Opfer von solchen Übergriffen.

Auch in der Domstadt ist der Staatsschutz derzeit aktiv. In Münster sollen zwei Männer möglicherweise einen Anschlag geplant haben. Ziel war ein Obdachlosenheim. In der Kreisstadt kam es kürzlich erneut zu einer Attacke: Ein Autohändler wurde in Borken von zwei Männern niedergeschlagen und danach ausgeraubt.

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