Pandemie-Lage

Inzidenzwert deutlich angestiegen: Kreis Borken ist Risikogebiet

Maskenpflicht und Sperrstunde: Nach dem Überschreiten des Inzidenzwertes von 50 gelten im Kreis Borken nun strengere Regeln. Alle Infos auf einen Blick.

Borken – Im Kreis gelten nun strengere Regeln: Der Inzidenzwert von 50 wurde überschritten. Die Zahl bezieht sich auf die nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus gerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Eine erste Schwelle wird bereits ab 35 erreicht. Ab einer Zahl von 50 gilt eine Stadt oder eine Region als Risikogebiet.

KreisBorken
Bevölkerung369.226
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Kreis Borken wird zum Risikogebiet: Strengere Maßnahmen zur Eindämmung von Corona

Die Landesregierung hat für einen solchen Fall bestimmte Maßnahmen verordnet. So soll eine Maskenpflicht in besonders belebten Bereichen herrschen. Oft sind dies Fußgängerzonen in der Innenstadt und öffentliche Plätze. Zudem gilt eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr. Diese Regeln sollen die weitere Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Borken verhindern.

Außerdem bedeutet die Erklärung zum Risikogebiet eine Begrenzung der Teilnehmer an öffentlichen Veranstaltungen, wie Sport-Events oder auch beim Kino-Besuch, sofern es kein spezielles Konzept der Veranstalter gibt, das das Gesundheitsamt Borken abgesegnet hat. Das Coronavirus hatte über die vergangenen Monate dazu geführt, dass zahlreiche Veranstaltungen abgesagt werden mussten.

Hier sind die Corona-Zahlen im Kreis Borken am höchsten

Im öffentlichen Raum gelten zudem wieder Corona-Regeln zur Kontaktbeschränkungen: Nur noch fünf Menschen dürfen sich draußen in Gruppen aufhalten, es sei denn, es handelt sich um Angehörige von höchstens zwei Haushalten oder Verwandte aus direkter Linie. Feste außerhalb der eigenen Wohnung beschränken sich auf maximal zehn Teilnehmer und dürfen im Kreis Borken nur aus herausragendem Anlass gefeiert werden.

Die höchsten Zahlen im Kreis Borken gibt es in Gronau (105) und Bocholt (69). Der Inzidenzwert liegt am Mittwoch (21. Oktober) bei 53,9. Wenn die Menge der Coronavirus-Infektionen in der Region über zehn Tage hinweg so hoch bleibt, wird der Kreis weitere Regeln erlassen müssen, die zu einem Rückgang der Zahlen beitragen. Erst wenn der Wert eine Woche lang ununterbrochen unter 50 liegt, können die strengen Maßnahmen wieder aufgehoben werden. Ergänzung: Ab dem 2. November folgen für Bocholt und den Kreis Borken weitere Beschlüsse im Rahmen eines neuen „Teil-Lockdowns“. In unserem Artikel informieren wir Sie über die neuen Regeln.

Ab wann treten die neuen Corona-Regeln im Kreis Borken in Kraft?

All diese Regeln treten ab Mitternacht in der Nacht zu Donnerstag (22. Oktober) in Kraft. Zwar dürfen die Bewohner des Kreises Borken noch in den Urlaub fahren, Bundeskanzlerin Angela Merkel bittet jedoch darum, auf das Reisen zu verzichten. Teilweise müssen Bewohner von Corona-Hotspots auch negative Tests nachweisen.

Im Kreis Borken treten strengere Corona-Regeln in Kraft. (Symbolbild)

Bocholt ist nicht die einzige Region im Münsterland, die zum Risikogebiet erklärt wurde: Auch der Kreis Warendorf hat den Inzidenzwert von 50 überschritten und gilt als Corona-Hotspot. Insbesondere die Stadt Ahlen ist mit einem Wert von über 200 stark betroffen.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder / dpa

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