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Tornado fegt über Borken hinweg und richtet Schäden in Weseke an

Ein Tornado fegte am Dienstag über Borken hinweg und sorgte für Schäden. Eine Siedlung in Weseke wurde teilweise verwüstet. 

Borken-Weseke – Wenn eine Windhose den Borden berührt sprechen Meteorologen von einem Tornado. Genau dieses Wetterphänomen war am Dienstagnachmittag (25. Mai) in Borken zu beobachten. Im Stadtteil Weseke ging es stürmisch zur Sache. Der Tornado beschädigte einige Häuser und entwurzelte Bäume. Feuerwehr und Dachdecker waren im Dauereinsatz.

StadtBorken
Einwohner42.629
BundeslandNRW

Tornado über Borken: Wetter bedeutet Sonderschichten für Handwerker

In Borken-Weseke hatte sich am Nachmittag die Windhose gebildet. Der Mini-Tornado fegte über die Siedlung hinweg und deckte die Dächer von rund 30 Häusern ab. Außerdem stürzten mehrere Bäume um. Via Facebook informierte die ortsansässige Feuerwehr über das stürmische Wetter. Die Einsatzkräfte berichteten über gesplittete Baumkronen, die auf Wege und Straßen stürzten.

Mit einem Großaufgebot war die Feuerwehr zur Stelle. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitern der Stadt und des Kreises Borken. Außerdem befanden sich zahlreiche Handwerker im Sondereinsatz. Aufgrund zahlreicher Dachschäden waren besonders die Dachdecker gefragt. Nach aktuellem Stand kamen durch den Tornado keine Menschen zu Schaden.

Die Aufräumarbeiten nach dem stürmischen Wetter dauern in Borken auch am Mittwoch (26. Mai) weiterhin an. Der Tornado sorgte dafür, dass Carports und Gartenhütten abgedeckt und teilweise über mehrere 100 Meter durch die Luft gewirbelt wurden. Mindestens 50 Bäume wurden beschädigt. „Der Schwerpunkt für die Feuerwehr lag im Bereich Südlohner Straße und Holthausener Straße“, so die Retter. Die Löschzüge Weseke und Burlo sowie die Feuer- und Rettungswache waren im Dauereinsatz.

Borken: Wetter in Deutschland – wie oft treten Tornados auf?

Nach Angaben von wetter.de kommen in Deutschland ungefähr 30 bis 60 bestätigte Tornados vor. Verdachtsfälle gibt es hingegen deutlich mehr. Hier müsse man nach Angaben der Wetter-Experten mit einer Zahl zwischen 100 und 200 rechnen. Vor fünf Jahren gab es sogar 400 solcher Verdachtsfälle. In Borken sowie im gesamten Münsterland trat dieses Wetterphänomen bislang zum Glück eher selten auf.

Damit ein Tornado überhaupt entstehen kann, muss laut wetter.de folgendes passieren: Rotierende Windkörper wie Windhosen und Tornados bilden sich dann, wenn in unterschiedlichen Höhen der Wind entweder aus verschiedenen Richtungen kommt oder die Windgeschwindigkeiten sehr unterschiedlich ausfallen. Die Windkörper rotieren in der Regel in horizontaler Richtung. Doch wenn sich in dem Umfeld des Rotationskörpers eine Gewitterzelle bildet, dann kann sich dieser aufrichten.

Borken: Daran erkennt man einen Tornado

Die sogenannte Funnelcloud ist eine Vorstufe des Tornados. Man kann diese an der Unterseite von Gewitterwolken erkennen, denn sie richtet sich wie ein Trichter nach unten. Erreicht dieser den Boden, sprechen Meteorologen von einem Tornado. Bereits in 2019 richtete mutmaßlich ein Tornado in Bocholt schwere Schäden an

Rubriklistenbild: © Gene Blevins/dpa

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