Pandemie-Lage

Kreis Borken: Corona-Inzidenz steigt wieder über 50

Die Corona-Inzidenz im Kreis Borken liegt erneut über der kritischen Marke von 50. Die Lage im Umland sieht deutlich besser aus.

Kreis Borken – Nachdem das Kreisgebiet Ende Januar erstmals wieder seit vergangenem Jahr unter der kritischen 7-Tages-Inzidenz von 50 gelegen hatte, waren die Zahlen kurz darauf wieder deutlich angestiegen. Am Montag weist der Kreis Borken nun eine Inzidenz von 51,4 auf und nähert sich so der oberen kritischen Grenze wieder an. Am Samstag hatte der Kreis kurzzeitig darunter gelegen, mit 49,3. Nun ist der Wert wieder leicht gestiegen. Dennoch pendelt sich der Wert ein um 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Kreis:Borken
Einwohner:371.339 (31. Dezember 2019)
BundeslandNRW

7-Tages-Inzidenz im Kreis Borken steigt leicht – Corona-Zahlen im Münsterland im Vergleich

Laut Angaben des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) ist die 7-Tages-Inzidenz in den anderen Landkreisen im Münsterland allerdings deutlich niedriger als im Kreis Borken. Ungeschlagener Spitzenreiter ist noch immer die Stadt Münster, die sogar einen der niedrigsten Werte in ganz Deutschland aufweist. Nur der Kreis Warendorf liegt noch immer über der kritischen Marke von 50. Die Inzidenzen am Montag (15. Februar):

  • Stadt Münster: 15,9
  • Kreis Borken: 51,4
  • Kreis Coesfeld: 27,2
  • Kreis Steinfurt: 41,7
  • Kreis Warendorf: 61,2

Corona-Lage im Kreis Borken: Bocholt am stärksten betroffen

Am Montag liegt der Zahl der akut mit dem Coronavirus infizierten Personen bei 361. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt und nachweislich 8455 Menschen im Kreis Borken mit Sars-CoV-2 angesteckt, 7909 gelten mittlerweile als genesen. 185 Menschen sind bereits an Covid-19 verstorben. Die meisten Infektionsfälle weist momentan die Stadt Bocholt (60) auf, gefolgt von Gronau (47), Borken (42) und Gescher (36). Labortechnisch bestätigte Neuinfektionen wurden am Sonntag in Bocholt (8), Borken (2), Gescher (3), Heek (3), Reken (1) und Stadtlohn (4) gemeldet.

Inzidenz im Kreis Borken über 50 – Lockerungen der Corona-Regeln erst ab 35

Nachdem Bund und Länder in der vergangenen Woche die geltenden Coronavirus-Regeln bis zum 7. März verlängert haben, wurden gleichzeitig Lockerungen in Aussicht gestellt. Ab einer stabilen Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen könnten wieder Museen, der Einzelhandel sowie „körpernahe“ Dienstleistungsbetriebe wieder öffnen. Friseure dürfen bereits, wie auch im Kreis Borken, ab dem 1. März ihre Türen wieder öffnen. Auch Schulen und Kitas in NRW sollen bereits jetzt schrittweise geöffnet werden.

Schnelltests in Schulen könnten angesichts der Corona-Mutationen für mehr Sicherheit sorgen. (Symbolbild)

Weitere Lockerungen in NRW wird es angesichts der Inzidenzen aber wohl vorerst keine geben. Zwar ist die Inzidenz für das gesamte Bundesland deutlich gesunken – sie liegt am Montag bei 56,7 –, doch von der neuen Marke von 35 ist sie aktuell noch weit entfernt. Der Trend deutet zwar auf ein weiteres Sinken der Inzidenz hin, allerdings breiten sich parallel dazu die ansteckenderen Coronavirus-Mutationen, die zuerst in Großbritannien und Südafrika entdeckt wurden, immer weiter aus. Auch in Münster wurden bereits Coronavirus-Mutationen nachgewiesen, ebenso wie im Kreis Borken, in dem bereits Anfang Februar gleich zehn Fälle entdeckt worden waren. Am Montag bleibt es bei 50 nachgewiesenen Ansteckungen mit Mutaten im Kreisgebiet.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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