Mehrjährige Freiheitsstrafen

Drogen im Kreis Borken ausgeliefert: Dealer müssen ins Gefängnis

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Die drei Drogenkuriere wurden vom Landgericht Münster verurteilt.

Sie steckten Briefumschläge voller Drogen in Briefkästen. Zwei Kuriere sind vom Landgericht Münster verurteilt worden. In vier Städten im Kreis Borken hatten sie die Substanzen ausgeliefert.

Borken/Münster – Drei Männer aus den Niederlanden (Winterswijk) mussten sich vor dem Landgericht in Münster verantworten. Ihnen wurde vorgeworfen, Umschläge voller Drogen in Briefkästen in Vreden, Südlohn-Oeding, Borken und Bocholt gesteckt und so an ihre Kunden verschickt zu haben. 40 bis 50 Briefe mit Marihuana und Amphetaminen sollen so verschickt worden sein. Das sah auch die Strafkammer als erwiesen an.

Der 26-jährige Hauptangeklagte wurde jetzt wegen der Einfuhr von Betäubungsmitteln in sechs Fällen und gleichzeitiger Beihilfe zum Handel zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren veruteilt, berichtet die Borkener Zeitung. Sein 31-jähriger Komplize muss für drei Jahre ins Gefängnis. Acht Monate hat er bereits in U-Haft abgesessen.

Drogen in Vreden, Südlohn, Borken und Bocholt verkauft: Waren übers Darknet angeboten

Auch der dritte Angeklagte wurde vom Landgericht Münster verurteilt. Der 20-Jährige hat sich ebenfalls schuldig gemacht, Drogen in Kreis Borken eingeführt zu haben. Er bekam eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren.

Die Drogen hatten die drei Veruteilten über das Darknet angeboten und später in Vreden, Südlohn, Borken und Bocholt verkauft. Der 26-Jährige und der 20-Jährige hätten als Handlanger des Hauptbeschuldigten agiert, urteilte das Landericht. Bereits im vergangenen August wurde ein Niederländer zu einer Haftstrafe verurteilt, nachdem er Drogen in Ahaus verschickt hatte.

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