Tötungsdelikt in Gescher

Mann mit 15 Messerstichen getötet: Mordprozess beginnt

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Einem Mann aus Gescher wird wegen Mordes der Prozess gemacht. (Symbolbild)

Vor dem Landgericht Münster muss sich seit Montag (11. November) ein Mann aus Gescher verantworten: Ihm wird vorgeworfen, seinen Bekannten mit 15 Messerstichen attackiert und getötet zu haben.

  • In Gescher wurde an Neujahr ein 48-Jähriger getötet
  • Der Täter stach mehrfach auf sein Opfer ein
  • Gegen den 51-jährigen Tatverdächtigen beginnt nun der Prozess

Gescher – Immer wieder war es in der Vergangenheit zu Streit und Handgreiflichkeiten zwischen dem Angeklagten (52) und dem späteren Opfer (48) gekommen. 2014 wurde der 52-Jährige aus Gescher bereits zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, weil er seinen Bekannten angegriffen hatte. 

Weil er den 48-Jährigen nach einem weiteren Streit geschlagen hatte, sollte am 23. Januar ein weiterer Prozess gegen den Mann beginnen – doch dazu kam es nie: Der 48-Jährige wurde an Neujahr in seiner Wohnung in Gescher mit 15 Messerstichen getötet.

In der Nähe kam es kürzlich zu einer weiteren, grausamen Tat: Die Staatswanwaltschaft Münster ermittelt wegen eines Mordes in einem Altenheim in Emsdetten. Dort soll eine Bewohnerin von ihrem Ehemann getötet worden sein.

Mann in Gescher in eigener Wohnung ermordet

Am 5. Januar wurde der 48-Jährige leblos im Badezimmer seiner Wohnung in Gescher aufgefunden – fünf Tage nach seinem Tod. Die Obduktion ergab, dass er an den Stichverletzungen gestorben war. Sein Bekannter geriet in dringenden Tatverdacht. Im August erhob die Staatsanwaltschaft eine Mordanklage gegen den Mann aus Gescher.

Am Montag (11. November) begann nun der Prozess vor dem Landgericht Münster. Dem Angeklagten aus Gescher wird vorgeworfen, das Opfer mit "zahlreichen Messerstichen getötet zu haben", heißt es in der Anklageschrift. Als Auslöser vermutet die Staatsanwaltschaft den anstehenden Prozess im Januar.

Mord in Gescher: Staatsanwaltschaft geht von Streit aus

Der 52-Jährige hatte Ende Dezember 2018 die Vorladung für den Prozess erhalten. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er aus Verärgerung darüber das Opfer tötete. An Neujahr soll er zunächst mehrmals mit dem 48-Jährigen telefoniert und ihn dann in dessen Wohnung in Gescher aufgesucht haben. 

"Durch die nur angelehnte Wohnungstür soll er die Wohnung betreten und alsdann unvermittelt und in Tötungsabsicht mindestens 15 Mal auf sein Opfer eingestochen und dadurch getötet haben", schreibt die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklageschrift über den Mord in Gescher

Prozess wegen Mordes in Gescher: Waren Opfer und Täter in einer Beziehung?

Wie der WDR berichtet, äußerte sich ein Polizist zu der Beziehung der beiden Männer: Opfer und Täter sollen demnach ein sexuelles Verhältnis gehabt haben. Es gebe Videomaterial, das dies beweisen könne. Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte aus Gescher noch nicht zu den Vorwürfen. Acht Verhandlungstage sind angesetzt, das Urteil wird am 18. Dezember erwartet.

Derzeit wird ein weiterer Prozess vor dem Landgericht verhandelt, der für Aufsehen sorgt: Drei Männer müssen sich wegen Kindesmissbrauchs in Münster verantworten. Ihnen wird schwerer Missbrauch in mehreren Fällen vorgeworfen.

Ein anderer Prozess begann indes vor dem Landgericht Münster kürzlich: Eine Frau aus Steinfurt soll ihrem Kind täglich Methadon verabreicht haben.

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