"Falsche-Polizisten-Trick"

Verbindung bricht ab: 88-Jähriger entgeht Trickbetrug – durch Zufall

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Ein 89-Jähriger fiel auf Trickbetrüger rein, die ihn um sein Erspartes brachten.

Betrüger versuchten es im Kreis Borken erneut mit dem "Falsche-Polizisten-Trick". Nach Fehlschlägen in Vreden hatten sie beinah Erfolg in Gronau.

Update: 22. Februar. Kreis Borken – Telefonische Trickbetrüger treiben weiter ihr Unwesen: Am Donnerstag (21. Februar) hatte es ein Betrüger auf Anwohner in Vreden abgesehen und sich als Polizist ausgegeben. Seine Geschichte: In der Nachbarschaft der Angerufenen sei eingebrochen worden. Doch die Vredener reagierten richtig und legten auf. 

Das gilt auch für einen Fall in Gronau: "Der Betrüger verwickelte einen 88-Jährigen zunächst in ein Gespräch und behauptete schließlich, ihn telefonisch mit der Staatsanwaltschaft verbinden zu wollen." Der Trick: Ein zweiter Unbekannter behauptete daraufhin am Telefon, Staatsanwalt zu sein. 

Das Gespräch brach jedoch ab und so rief der Gronauer die "richtige" Polizei an. Die Beamten mussten ihm dann erklären, dass er es zuvor mit Betrügern zu tun gehabt hatte.

Die Polizei warnt deshalb erneut vor Betrügern, die mit dieser frei erfundenen Geschichte Informationen über die Vermögensverhältnisse möglicher Opfer erkunden wollen. Die Tipps der Beamten: 

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Beenden Sie ein solches Gespräch umgehend. 
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.

Keine Chance: Frau reagiert genau richtig auf Trickbetrug

Update: 21. Februar. Kreis Borken – Die Serie der Anrufe durch Trickbetrüger setzt sich fort: Gegen 13.30 Uhr am Donnerstag (21. Februar) rief Mann bei einer Frau (39) aus Velen an und gab sich als Polizeibeamter aus. Er erzählte ihr die übliche Geschichte: Die Polizei habe in der Nähe ihres Hauses zwei Einbrecher festgenommen. 

"Die Betrüger versuchen stets, ihre Opfer durch Berichte angeblicher Einbrüche zu verunsichern", erklärt die Polizei. Erreichen wollen sie dadurch die Übergabe von Geld und Wertsachen. Die Beamten raten: "Angerufene sollten sich auf derartige Gespräche nicht einlassen, sondern diese umgehend beenden und die Polizei informieren." So hatte es auch die 39-Jährige aus Velen gemacht und einfach aufgelegt. 

"Falsche-Polizisten-Trick": Diese Tipps gibt die Polizei

Update: 12. Februar. Kreis Warendorf – Auch im östlichen Münsterland versuchen Trickbetrüger die Anwohner um die Erspartes zu bringen, indem sie sich am Telefon als Polizisten ausgeben. Damit hatten sie am Wochenende in Dülmen Erfolg.

"In den Telefonaten versuchen die Betrüger ihre Opfer zu manipulieren, indem sie ihnen Geschichten über Straftaten erzählen und sie zum vermeintlichen Schutz ihres Eigentums auffordern, Geld oder Wertgegenstände auszuhändigen", so die Polizei.

Bei vielen dieser Gespräche wird im Display des Telefons sogar die Nummer "110" angezeigt, teilweise sogar mit der örtlichen Vorwahl. Die Polizei rät:

  • Reagieren sie nicht auf solche Anrufe. 
  • Setzen Sie Personen Ihres Vertrauens über den Anruf in Kenntnis.
  • Informieren Sie die Polizei über den Notruf 110. 
  • Machen Sie am Telefon keine Angaben über Ihre Vermögensverhältnisse. 
  • Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen über diese Betrugsmasche.
Ein 89-Jähriger fiel auf Trickbetrüger rein, die ihn um sein Erspartes brachten.

Betrüger nehmen 89-Jährigen aus: Er verliert mehrere Tausend Euro

Erstmeldung: 11. Februar. Kreis Coesfeld – Mehr als 50 Mal haben es Betrüger am Wochenende im gesamten Kreisgebiet mit dem "Falsche-Polizisten-Trick" versucht. In den meisten Fällen ohne Erfolg, doch ein 89-Jähriger wurde zum Opfer der Betrüger. Wie die Polizei am Montagmittag mitteilte, gehen die Versuche auch zum Wochenstart weiter.

Besonders aktiv waren die Täter am Sonntagabend (10. Februar) in Dülmen, Olfen und Haxixbeck. Allein in letzterer Gemeinde haben die Beamten 48 Anzeigen wegen Betrugsversuchen aufgenommen. "Nach bisherigem Kenntnisstand blieb es in diesen Fällen beim Versuch", erklären die Beamten. 

Denn die Angerufenen legten auf und informierten die echte Polizei. Die Beamten raten in solchen Situationen: "Geben Sie Unbekannten keine Auskünfte über ihre Vermögensverhältnisse und Wertgegenstände im Haus." Denn die Polizei würde sich niemals am Telefon danach erkundigen. 

"Händigen Sie Unbekannten keine Wertsachen aus. Seien Sie bei Anrufen dieser Art misstrauisch, legen Sie auf, rufen Sie die Polizei über die Notrufnummer 110", so der Ratschlag der Beamten. Doch nicht alle Menschen waren vor den Betrügern geschützt: In Dülmen hatten sie am späten Freitagabend (8. Februar) Erfolg. 

Die Täter riefen einen 89-Jährigen an und behaupteten, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden und es sei eine Liste mit weiteren Einbruchszielen in Dülmen gefunden worden. Danach erkundigten sich die Betrüger, ob der Senior Bargeld im Haus habe.

"Der Dülmener fiel auf die fiese Masche herein, gab bereitwillig Auskunft", berichten die Beamten. Später am Tag klingelte dann zwei falsche Beamte – ein Mann und eine Frau – bei dem 89-Jährigen. Sie gaben an, seine Bargeldvorräten (mehrere Tausend Euro) auf Falschgeld überprüfen zu müssen und nahmen das Geld des Mannes an sich. 

Mehrere Tausend Euro verlor ein 89-Jähriger, weil er auf Betrüger reinfiel.

"Er werde sein Erspartes wohl in zwei Tagen wiederbekommen, versprachen die beiden noch und hatten es dann eilig", so die Polizei. Erst später kamen dem Senior Zweifel und er rief den Notruf in Dülmen. 

Polizei aus Dülmen sucht Trickbetrüger

Nun suchen die echten Polizisten nach ihren falschen Nachahmern und haben dazu die Beschreibungen der beiden vermeintlichen Beamten veröffentlicht. Wer etwas beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Polizei in Dülmen (02594/79 30) zu melden. 

Beschreibung des Täters: 

  • 30 Jahre alt
  • augenscheinlich Deutscher
  • 1,70 Meter groß
  • normale Statur
  • rundes Gesicht
  • gepflegte Erscheinung
  • bekleidet mit einem dunklen Anorak

Beschreibung der Täterin: 

  • Mitte 20
  • vollschlank
  • augenscheinlich Deutsche

Erst am Donnerstag (7. Februar) wurde eine 88-Jährige aus Dülmen von Betrügern reingelegt – zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit. Doch eine Bankmitarbeiterin konnte das Schlimmste verhindern.

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