Einsatz in Isselburg

Zeugen und Polizisten verprügelt: Streit nach Unfall eskaliert

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Nach einem Unfall musste die Polizei einen Mann aus Isselburg festnehmen. (Symbolbild)

Erst nahm er die Vorfahrt, dann randalierte er: Nach einem Unfall in Isselburg prügelte ein Autofahrer auf einen Zeugen ein – und dann auf einen Polizeibeamten.

Isselburg – Gegen 19.45 Uhr am Freitag (21. Juni) befuhr ein Autofahrer (30) aus Isselburg den Münsterdeich stadtauswärts und bog in die Schüttensteiner Straße ein. Dort kam ihm ein 69-jähriger Motorradfahrer entgegen, der Vorfahrt hatte.

Der Motorradfahrer versuchte noch, dem abbiegenden Auto aus Isselburg auszuweichen. Dabei stürzte er auf die Fahrbahn und verletzte sich leicht. Die Polizei wurde alarmiert – doch noch vor Eintreffen der Beamten eskalierte die Situation an der Unfallstelle.

Prügel nach Unfall in Isselburg: Autofahrer schlägt Polizisten

Die Polizei geht von folgendem Geschehen aus: Der Autofahrer rief einen Bekannten (31) zum Unfallort dazu. Gemeinsam prügelten sie auf einen 54-jährigen Unfallzeugen aus Isselburg ein. Die Beamten gingen dazwischen und trennten die Streitenden. Doch der 30-Jährige verhielt sich "aggressiv und respektlos gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten", heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Autofahrer kam den Aufforderungen der Einsatzkräfte nicht nach und versuchte immer wieder, den Zeugen aus Isselburg anzugreifen. Schließlich schlug der Mann sogar einen der Polizeibeamten mit der Faust ins Gesicht. Die Beamten setzten daraufhin Pfefferspray gegen den Randalierer ein und legten ihm Handschellen an. 

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der Mann von Isselburg aus zur Polizeiwache gebracht. Außerdem wurde sein Führerschein sichergestellt. Er gab gegenüber den Einsatzkräften an, dass er Drogen genommen habe, weshalb ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm.

Autofahrer schlägt Polizisten – sein Bekannter filmt die Tat

Doch auch der 31-jährige Bekannte des Mannes behinderte den Einsatz: Er filmte die Polizeimaßnahmen mit seinem Handy. Die Polizisten forderten ihn auf, Abstand zu halten – er verhielt sich den Beamten gegenüber jedoch ebenfalls aggressiv und bezeichnete den Einsatz als "Polizeigewalt". Das Handy des Mannes wurde als Beweismittel sichergestellt, den Führerschein nahmen ihm die Beamten ebenfalls ab.

Nur wenige Tage zuvor ereignete sich ein anderer, brutaler Vorfall: Ein Fahrradfahrer wurde in Isselburg von einem Auto erfasst. Der Wagen stoppte nach der Kollision und zwei Männer stiegen aus – doch anstatt dem am Boden liegenden Mann (27) zu helfen, trat einer der Unbekannten auf das Opfer ein. 

Der Motorradfahrer auf der Schüttensteiner Straße hatte Vorfahrt, doch trotzdem bog der Autofahrer von der Deichstraße aus kommend nach links ab.

Kürzlich lieferte sich ein 29-Jähriger in Isselburg eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Polizei: Drei Streifenwagen waren hinter dem Autofahrer her. Doch während der Flucht löste sich dessen Wagen in seine Einzelteile auf, bis er nur noch auf den Felgen unterwegs war. Außerdem ereignete sich kurz zuvor ein Verkehrsunfall in der Nähe: Auf einer Landstraße bei Isselburg fuhr eine 18-Jährige mit ihrem Auto vor einen Baum. Kurz darauf fing das Fahrzeug plötzlich Feuer.

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