Prozess

Vorwurf der Tierquälerei: Pferdetrainer vor Gericht freigesprochen

Einem Pferdetrainer wurde vor Gericht vorgeworfen, ein Pony mit einer Peitsche brutal traktiert zu haben.
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Einem Pferdetrainer wurde vor Gericht vorgeworfen, ein Pony mit einer Peitsche brutal traktiert zu haben.

Ein Pferdetrainer schlug in Rhede mit einer Peitsche auf ein bockendes Pony ein. Vor Gericht wurde der Angeklagte freigesprochen.

  • Pferdewirt musste sich vor dem Amtsgericht Bocholt verantworten
  • Er soll in Rhede ein Pony mit einer Peitsche gequält haben
  • Das Gericht war anderer Meinung

Rhede/Bocholt – Vor dem Amtsgericht Bocholt ist am Montag (20. Januar) ein Prozess wegen Tierquälerei verhandelt worden. Ein 72-Jähriger soll im vergangenen April wiederholt mit einer Peitsche auf ein am Boden liegendes Pony eingeschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Tierquälerei erhoben.

Rhede bei Bocholt (NRW): Zeugen beschuldigten Pferdetrainer der Tierquälerei

Der Vorfall, der den Angeklagten vor Gericht gebracht hatte, war von Augenzeugen auf einem Hof in Rhede beobachtet und bei der Polizei gemeldet worden. Die Zeugen sagten später gegenüber den Beamten aus, dass der Mann das Pony vor eine Kutsche spannen wollte. Das Tier habe jedoch gebockt und sei in der Folge zu Boden gestürzt.

Daraufhin soll der Mann zur Peitsche gegriffen und auf das Pony eingeschlagen haben. Auch nach wiederholter Aufforderungen der Zeugen habe der Angeklagte nicht damit aufgehört und das Tier mit der Peitsche gequält. Die Staatsanwaltschaft warf dem Pferdetrainer Tierquälerei vor. Das Tier aus dem Raum Rhede erlitt Blutergüsse im Brustbereich, Schürfwunden und lahmte, wie Karlheinz Gördes, Pressesprecher der Stadt Borken, auf Nachfrage von msl24 kurz nach dem Vorfall berichtet hatte.

Nach Vorfall in Rhede: Gutachten am Amtsgericht Bocholt spricht für Angeklagten

Der Ablauf des Vorfalles auf dem Hof in Rhede bestätigte sich vor Gericht in Bocholt zunächst, wie der WDR berichtet: Das Pony bockte, stürzte zu Boden und der Pferdetrainer schlug mit der Peitsche auf das Tier. Doch das Gutachten einer Tierärztin entlastete den Angeklagten.

Demnach wurde die Verletzungen des Ponys aus dem Raum Rhede durch den Sturz verursacht und nicht durch die Hiebe mit der Peitsche. Auch der Vorsitzende Richter in Bocholt sei überzeugt gewesen: Der Angeklagte habe die Peitsche nicht dazu eingesetzt, um das Pony brutal zu quälen. Er habe damit das Pony zum Aufstehen bewegen wollen. Deswegen wurde der 72-Jährige freigesprochen.

Nur wenige Wochen nach dem Vorfall auf dem Hof in Rhede gab es eine weitere erschreckende Meldungen aus der Region: Zwei Ponys aus dem Raum Borken wurden auf ihrer Weide vergiftet. Kurz darauf soll es ein weiteres Opfer gegeben haben. Zudem leitete die Polizei Ermittlungen ein, als einer oder mehrere Unbekannte bei Warendorf Schüsse auf Pferde abfeuerten. Zeugen hatten die Tat beobachtet.

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