Ermittlungen in Rhede

Kutscher prügelte Pferd mit Peitsche bewusstlos – So geht es der Stute heute

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Ein Hof-Angestellter in Rhede soll ein Pferd mit einer Peitsche gequält haben. (Symbolbild)

Auf einem landwirtschaftlichen Hof bei Rhede im Kreis Borken soll ein Hofangestellter eine Stute bewusstlos geprügelt haben. Jetzt gibt es Neuigkeiten in dem Fall.

Update: 18. April. Münster – Viele besorgte und wütende Leser stellten die Frage, ob das Pferd nach der Tat vor einer Woche weiterhin auf dem Hof in Rhede verblieben sei. Eine Nachfrage bei der Polizei Borken brachte schnell Klarheit: Die fünfjährige Stute gehört nicht zu dem Hof, auf dem sich der Vorfall ereignete. 

Das Tier gehörte einer Pferdehalterin und scheint wegen des Kutschentrainings auf dem landwirtschaftlichen Betrieb in Rhede gewesen zu sein. Somit ist das Pferd definiti nicht in der Obhut des 71-Jährigen verblieben, der mit einer Peitsche auf das Tier eingeschlagen haben soll. 

Derweil ermittelt die Polizei in einem anderen Fall. Eine Katze wurde in Borken angeschossen. Das Tier verstarb wenig später.

Pferd bei Rhede misshandelt – So geht es der Stute heute

Update: 17. April. Rhede – Knapp eine Woche ist seit dem Vorfall auf einem Hof im Kreis Borken vergangen: Am 11. April soll ein "Kutschentrainer" mit einer Peitsche auf ein bockendes Pferd eingeschlagen haben – so lange, bis es sich kaum noch rührte. Laut Zeugen habe es über eine Stunde auf dem Boden gelegen. Sie hatten schließlich die Polizei alarmiert. Was hat sich seitdem getan – und wie geht es des Stute heute?

Die Ermittlungen gegen den 71-jährigen Hofangestellten laufen weiter. Dies bestätigte Thorsten Ohm, Pressesprecher der Polizei Borken, auf Nachfrage von msl24. Noch gebe es jedoch keine neuen Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft müsse prüfen, ob gegen den Mann Anklage erhoben werden kann.

Dem Tier geht es mittlerweile besser. Dies bestätigte Karlheinz Gördes, Pressesprecher der Stadt Borken, auf Nachfrage von msl24. Das Kreisveterinäramt habe die fünfjährige Stute versorgt und begutachtet. Es sei auf einem "guten Weg", sagt Gördes. Ein Hoftierarzt würde die weitere Behandlung übernehmen.

Die Stute trägt jedoch deutliche Blessuren davon: Sie hat einen Bluterguss im Brustbereich sowie Schürfwunden, die jedoch glücklicherweise trocken abheilen. Außerdem lahmte das Pferd. Laut Medienberichten sei das Tier zum ersten Mal vor eine Kutsche gespannt worden, als es zu dem brutalen Zwischenfall kam. Ob der Hofangestellte noch immer auf dem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Borken arbeitet, ist nicht bekannt.

Erstmeldung: 11. April: Rhede – Zu dramatischen Szenen soll es laut Zeugenaussagen am Dienstagnachmittag (9. April) auf einem Hof bei Rhede gekommen sein: Dort soll ein 71-Jähriger Angestellter auf ein Pferd eingeprügelt haben – so lange, bis es bewusstlos zusammensackte.

Zunächst soll der Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Anwesens bei Rhede versucht haben, das Pferd vor eine Kutsche zu spannen – das Tier habe sich jedoch geweigert und stürzte dabei zu Boden. Daraufhin habe der Angestellte mit einer Peitsche auf das Pferd eingeschlagen, immer und immer wieder, bis es sich kaum noch bewegte. 

Hof-Angestellter in Rhede quält Pferd und attackiert Zeugen

Die Zeugen gingen laut eigener Aussage dazwischen: Sie forderten den Angestellten in Rhede auf, die Peitsche wegzulegen und das Pferd in Ruhe zu lassen – der Mitarbeiter soll daraufhin mit der Peitsche auch auf die Zeugen losgegangen sein und sie aufgefordert haben "abzuhauen". Die Angegriffenen hätten den Schlägen des 71-Jährigen jedoch ausweichen können, wie sie berichteten.

Eine Zeugin schaffte es währenddessen, dem Pferd das Halfter abzunehmen, das sich während der Tortur verdreht hatte. Über eine Stunde lang soll das verletzte Tier auf dem Betonboden gelegen haben – so berichteten es die Zeugen aus Rhede der Polizei. 

Polizei ermittelt wegen Tierquälerei in Rhede

Die Polizei rückte an und befragte den 71-jährigen Angestellten in Rhede zu der Tat – doch der stritt die Tierquälerei ab. Er habe das Tier lediglich vor die Kutsche spannen wollen. Die Beamten stellten jedoch frische Wunden bei dem Pferd fest. Das Veterinäramt wurde hinzugezogen und eine Strafanzeige gegen den Mann eingeleitet.

Die Behörde kam neulich erneut zum Einsatz, als der Zoll im Kreis Warendorf ein Anwesen untersuchte. Dabei deckten sie tierschutzwidrige Bedingungen auf. Wenige Tage später wurden auch auf einem Reiterhof in Herford eingebrochen: Die Diebe stahlen dort zwei Pferde aus einem gesichertem Stall. Es ist nicht der erste Pferde-Diebstahl in der Region. In den vergangenen Monaten kam es wiederholt zu brutalen Übergriffen auf Pferde: Im Kreis Warendorf brachen immer wieder Unbekannte in Ställe ein und quälten Stuten

Auf einem landwirtschaftlichen Hof bei Rhede soll ein Mitarbeiter ein Pferd misshandelt haben.

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