Laufende Ermittlungen in Stadtlohn

Morddrohung gegen Mitarbeiter: Security-Mann bewacht Jugendamt

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Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma bewacht seit mehreren Monaten den Eingang des Jugendamtes in Stadtlohn. (Symbolbild)

Er wollte "alle töten": Weil ein Mann den Mitarbeitern des Jugendamtes in Stadtlohn mit Mord drohte, steht seit Monaten ein Security-Mann vor dem Eingang des Gebäudes. Denn der Kriminalpolizei fehlt der entscheidende Hinweis. 

  • Morddrohungen gegen Mitarbeiter der Stadt
  • Jugendamt in Stadtlohn bewacht
  • Vater drohte, "alle zu töten"

Stadtlohn – Seit vier Monaten wird die Nebenstelle des Jugendamtes Borken in Stadtlohn von einem Security-Mitarbeiter überwacht. Denn dort gab es im Frühjahr, wie die Jugendamtleiterin des Kreises Brigitte Watermeier bestätigt, eine Morddrohung gegen die Mitarbeiter. 

Jugendamt in Stadtlohn von Security überwacht

Genauere Details zu dem Fall lassen sich aus den Verantwortlichen nicht herauslocken: Die Ermittlungen laufen noch. Informationen von Radio WMW zufolge wurde die Drohung in Stadtlohn von einem Vater ausgesprochen, dessen Kind seiner Obhut entzogen wurde. Er soll gedroht haben, "alle zu töten".

Doch warum steht auch vier Monate nach der Morddrohung in Stadtlohn noch ein Security-Mann vor der Tür? "Der Täter konnte bislang noch nicht ausfindig gemacht werden", erklärt Polizeisprecher Frank Rentmeister. Um die laufende Untersuchung nicht zu gefährden, können deshalb auch keine Einzelheiten veröffentlicht werden. 

Weiteres Vorgehen in Stadtlohn unsicher

Bei dem Bewacher vor dem Jugendamt handelt es sich nicht um einen Polizisten, sondern den Angestellten einer privaten Sicherheitsfirma. Dieser wurde nach der Drohung von der Kreisverwaltung angeheuert wurde. 

"Das könnte theoretisch jeder machen – ob es nun nötig ist, oder nur zum subjektiven Sicherheitsgefühl beiträgt, liegt bei den Verantwortlichen", so Rentmeister über den Security-Mann in Stadtlohn. Wie lange der Mann noch die Tür des Jugendamtes in Stadtlohn bewachen wird und wie ernst die Bedrohung tatsächlich ist, ist derzeit nicht abzusehen. 

Erst kürzlich ermittelte die Polizei in diesem Fall: Eine Frau wurde in ihrer eigenen Wohnung in Stadtlohn mit einem Messer bedroht und geschlagen – anschließend suchten die Beamten nach dem Einbrecher. Ebenfalls den Notruf wählen musste kürzlich diese Frau: Sie hatte Polizisten ihre Tür in Stadtlohn geöffnet – und erst nachher gemerkt, dass sie es mit Betrügern zu tun hatte.

Vor Kurzem rückte die Feuerwehr außerdem zu einem Brand aus: Mitten in der Nacht ging in Stadtlohn der Dachstuhl eines Wohnhauses in Flammen auf. Die Einsatzkräfte musste Verstärkung rufen.

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