Kurioser Vorfall in Vreden

Zeugen finden Auto im Straßengraben – doch wer ist der Fahrer?

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Nach einem Unfall in Vreden will der einzige Insasse nicht wissen, wer gefahren sei (Symbolbild). 

Als Zeugen einen verunglückten Wagen in Vreden fanden, saß ein junger Mann am Steuer. Doch gegenüber der Polizei behauptete er dann, er sei nicht gefahren.

  • Nächtlicher Unfall auf B70 in Vreden
  • Auto rutscht in Straßengraben
  • Insasse weiß angeblich nicht, wer am Steuer saß

Vreden – Zeugen haben am frühen Sonntagmorgen (29. September) gegen 00.50 Uhr die Polizei gerufen, weil sie im Straßengraben der Bundesstraße 70 ein Unfallauto entdeckt hatten. Der Fahrer könnte nach Angaben der Beamten beim Abbiegen von einem Wirtschaftsweg in der Bauernschaft Köckelwick auf die B70 die Kontrolle verloren haben. 

Das Licht des Wagens war eingeschaltet, als die Zeugen vorbei fuhren. Daraufhin hielten sie an und wollten Hilfe leisten. Dabei entdeckten sie einen 22-Jährigen aus Vreden, der auf dem Fahrersitz saß und allein im Auto war. 

22-Jähriger aus Vreden will's nicht gewesen sein

Als die Polizei jedoch am Unfallort in Vreden eintraf, behauptet der junge Mann – der zwar unverletzt, aber alkoholisiert war –, dass er nicht gefahren sei. Er wisse nicht mal, wer am Steuer gesessen habe. Er hingegen hätte auf der Beifahrerseite gesessen und sei nach dem Unfall auch dort ausgestiegen. 

Die Beamten vor Ort zweifelten jedoch an der Aussage des 22-Jährigen aus Vreden, denn das Fahrzeug lag im Straßengraben auf der Beifahrerseite. Die Polizei konfrontierte den Mann mit diesem Detail, doch der blieb bei seiner Version: Er sei nicht gefahren. 

Kleidungsstücke des Mannes in Vreden sichergestellt

Die Beamten untersagten dem jungen Mann schließlich die Weiterfahrt und leiteten ein Strafverfahren gegen ihn ein. "Für Untersuchungszwecke stellten sie die Oberbekleidung des Mannes und das Fahrzeug sicher. Ein Arzt entnahm dem Vredener zwei Blutproben, um den Alkoholgehalt bestimmen zu können", heißt es in einem Bericht der Polizei. Den Sachschaden schätzen die Beamten auf 3500 Euro.

Erstaunlicher Weise hatte es nur wenige Stunden später, nämlich um 3.50 Uhr am Sonntagmorgen, einen sehr ähnlichen Fall in der Nähe von Vreden gegeben: Ein Wagen in Borken überschlug sich. Doch der einzige Insasse behauptete, er sei nicht gefahren – und seine Freunde seien einfach abgehauen. Auch an dieser Aussage hatten die Beamten Zweifel. Ebenso bei einem Fall, als ein Autofahrer der Polizei einen Führerschein aus Kranien hinlegte. Doch er hatte die Geografiekenntnisse der Beamten in Ahlen unterschätzt.

In der Stadt im Kreis Borken kam es jüngst zu einem Unfall: Ein Kind wurde in Vreden von einem Auto erfasst. Der Fahrer flüchtete.

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