Hintergrund unklar

Hausdurchsuchungen: Großer Polizei-Einsatz in sechs NRW-Städten

In einer großen Aktion wurden zahlreiche Wohnungen in NRW durchsucht. (Symbolbild)
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In einer großen Aktion wurden zahlreiche Wohnungen in NRW durchsucht. (Symbolbild)

Der Hintergrund ist noch unklar: Die Polizei durchsuchte in einer Großaktion 31 Wohnungen – unter anderem in Borken. 

  • Eine Großaktion der Polizei in NRW lief am Morgen.
  • Es wurden 31 Wohnungen, unter anderem in Borken, durchsucht.
  • Über die Hintergründe gibt es noch keine Details. 

Update: 3. März, 12.40 Uhr. Einige Stunden nach der Durchsuchung in Borken sowie in sechs Städten in NRW hat die Polizei über den Hintergrund der Aktion aufgeklärt. Vorausgegangen war eine körperliche Auseinandersetzungen im vergangenen September am Bahnhof Sterkrade (Oberhausen). Dort waren gegen Mitternacht verschiedene Gruppierungen mit Latten und Stöcken bewaffnet aufeinander losgegangen. Rund 100 Passanten und Anwohner mussten das Geschehen beobachten. 

Daraufhin bildete die Polizei eine Ermittlungskommission, die sie schließlich unter anderem nach Borken führte. Die Untersuchung hatte ergeben, dass die Schläger der Hooligan-Szene verschiedener Vereine zuzuordnen sind. Um welche Vereine es sich handelt, ist nicht bekannt. 

Gleichzeitig wurden am Dienstagmorgen zahlreiche Wohnungen durchsucht und 27 Tatverdächtige im Alter von 17 bis 35 Jahren angetroffen. Die Männer wurden von der Polizei erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Gegen sie wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Landfriedensbruches ermittelt.

Da die Täter bei der Schlägerei maskiert waren, konnten noch nicht alle eindeutig zugeordnet werden. Mehr als die Hälfte der Beteiligten wurden bei der Aktion der Polizei jedoch identifiziert. Ob ein Verdächtiger aus Borken darunter ist, muss noch geklärt werden. 

Hausdurchsuchung in Borken: Großer Polizei-Einsatz in sechs NRW-Städten

Erstmeldung: 3. März, 8.34 Uhr. Borken – Am frühen Dienstagmorgen (3. März) traf die Polizei in der Kreisstadt ein. In einer groß angelegten Aktion wurden zahlreiche Wohnungen in NRW durchsucht – unter anderem ein Objekt in Borken. Derzeit ist zum Hintergrund der Maßnahme noch nichts bekannt. 

Wohnung in Borken durchsucht – Hintergrund noch unklar

Bei den Durchsuchungen in Borken und einigen Städten im Ruhrgebiet wurden keine Personen festgenommen, jedoch wurden mehrere Menschen erkennungsdienstlich behandelt. Wie viele Kräfte bei dem Einsatz vor Ort waren, konnte ein Sprecher der federführenden Polizei Oberhausen am Morgen nicht sagen.

Insgesamt wurden 31 Objekte durchsucht. Davon befinden sich zwanzig in Essen, sechs in Oberhausen, zwei in Wesel und eines jeweils in Borken, Bochum und Duisburg. Zum Hintergrund und den Ergebnissen der Aktion in sechs Städten in NRW will sich die Polizei im Laufe des Tages noch äußern. Wir berichten weiter

Zu einer ähnlichen Aktion in der Region kam es vor einigen Monaten: Das Bundesministerium hatte bei einer Razzia unter anderem in Warendorf ein Haus kontrolliert, wie msl24.de* berichtet. Ein SEK-Team hatte dazu die Tür aufgesprengt. Ein Sondereinsatzkommando kam auch in diesem Fall zum Zug: Ein 25-Jähriger wurde bei einem Einsatz in Gronau festgenommen – der Mann hatte vermutlich aus Rache den Mord an einem Menschen in Auftrag gegeben, wie msl24.de* ebenfalls berichtet. 

Auch in anderen Ländern ist Gewalt in der Hooligan-Szene ein Problem: 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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