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Camping-Urlaub in der Pandemie: Wo in Europa ist das trotz Corona möglich?

Urlaube in Hotels sind aufgrund der Corona-Pandemie derzeit noch immer kaum möglich. Eine Alternative bietet das Campen. Wie in Europa die Regeln sind, lesen Sie hier.

Die Corona-Pandemie hat viele Trends hervorgerufen: Streaming-Konzerte, Massen-Spazierengehen und auch das Campen hat seit den vielen Lockdowns neue Beliebtheit erfahren. Da Unterkünfte wie Hotels und Ferienwohnungen in vielen Teilen weiter geschlossen sind, nehmen die Menschen den Urlaub in die eigenen Hände.

Das Campen in Deutschland ist momentan aufgrund der Corona-Lage und des Beherbergungsverbots zu touristischen Zwecken noch immer nicht möglich. In vielen Bundesländern ist der Aufenthalt auf dem Campingplatz nur erlaubt, wenn dieser als Zweitwohnsitz gemeldet ist. In einigen europäischen Ländern ist die Lage jedoch anders. Wie erklären, ob und wie das Campen in den Nachbarländern derzeit möglich ist.

Campen und Corona in Belgien

In Belgien ist das Campen* für deutsche Besucher erlaubt. Sanitäre Einrichtungen müssen jedoch geschlossen bleiben. Am 18. April 2021 lief das Verbot von Einreisen ohne triftigen Grund aus. Ab dem 8. Mai dürfen zudem Restaurants und Außengastronomie wieder Kunden empfangen, zudem sind dann Treffen mit bis zu zehn Personen erlaubt. Reisende müssen jedoch innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise eine „Passenger Location Form“ ausfüllen und abschicken. Zudem ist ein negativer PCR-Test notwendig, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Campen und Corona in Dänemark und Schweden

Am 21. April hat Dänemark einige Lockerungen bekannt gegeben. Einreisen dürfen derzeit jedoch nur Ferienhausbesitzer und Dauercamper – kurzes Campen ist im Nachbarstaat Deutschlands momentan nicht gestattet. Ab kommendem Samstag (1. Mai) dürfen zumindest gegen das Coronavirus geimpfte EU-Bürger ohne Test und Quarantäne einreisen. Vom 14. Mai an sind auch restliche Urlauber aus den Grenzgebieten von der Quarantänevorschrift ausgenommen.

Etwas weiter nördlich in Schweden ist das Campen für Urlauber erlaubt – jedoch unter Einschränkungen. Die Corona-Beschränkungen wurden bis zum 17. Mai 2021 verlängert. Dazu gehört auch ein negativer PCR-Test bei der Einreise.

Campen und Corona in Frankreich

Momentan ist das Campen in Frankreich noch untersagt. Eine Ausnahme gilt für Personen, die auf Campingplätzen ihren festen Wohnsitz haben. Frankreichs Premierminister Jean Castex hat jedoch Lockerungen für den derzeit herrschenden Lockdown angekündigt. Ab Mitte Mai soll die Außengastronomie öffnen.

Campen und Corona in Italien

Eingeschränkt geöffnet sind die Campingplätze in Italien, eines der beliebtesten Urlaubsländer Europas. Es können jedoch für deutsche Reisende Beschränkungen je nach Entfernung der Region herrschen. Bei der Einreise ist zudem eine Einreiseerklärung sowie ein negativer PCR-Test notwendig. Seit dem 26. April ist außerdem das Reisen mithilfe des „grünen Passes“ uneingeschränkt erlaubt.

Campen und Corona in den Niederlanden

Trotz hoher Inzidenzen haben die Niederlande kürzlich weitreichende Lockerungen vorgenommen. Auch das Campen mit dem Wohnmobil ist für Urlauber auf dem Campingplatz erlaubt – bei Einhaltung der Maskenpflicht in allen Bereichen. Besonders für viele Menschen aus dem Münsterland aufgrund der Nähe zum Nachbarland eine attraktive Alternative für den Urlaub.

Trotz Corona-Pandemie zieht es viele Urlauber auf die Campingplätze Europas.

Campen und Corona in Österreich und der Schweiz

Österreich gilt aufgrund der vielen Corona-Infektionen als Risikogebiet – davon ausgenommen sind die Gemeinden Jungholz (Tirol) und Mittelberg (Vorarlberg) sowie das Kleinwalsertal. Im Rest des Landes sind die Campingplätze daher geschlossen. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat jedoch Öffnungsperspektiven für den Tourismus und die Gastronomie in Aussicht gestellt, die ab dem 15. Mai greifen sollen.

Geöffnet sind die Campingplätze derweil in der Schweiz, auch wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen hat. Seit dem 19. April haben zudem Bars und Restaurants sowie Außengastronomie geöffnet. Freizeit- und Kulturbetriebe sowie Sportanlagenbetreiber dürfen sogar im Inneren Gäste empfangen. Touristen aus Thüringen und Sachsen müssen sich aufgrund der hohen Inzidenzen in ihren Bundesländern nach der Einreise jedoch in Quarantäne begeben.

Campen und Corona in Polen und Tschechien

Zwar gilt Polen ebenso wie Österreich als Risikogebiet, dennoch sind die Campingplätze im deutschen Nachbarland geöffnet. Eine Einreise aus Deutschland ist jedoch nur mit negativem PCR-Test gestattet. Ähnliches gilt auch für Tschechien. Hier wurden zudem die Grenzkontrollen wieder aufgehoben, die bis zum 14. April durchgeführt worden waren. (*merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Pexels

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