Covid-19

Coronavirus: Kreis Coesfeld schließt Verwaltungen

Das Coronavirus hat den Kreis Coesfeld erreicht: Zahlreiche Fälle des Virus wurden inzwischen bestätigt. Die aktuelle Lage im Newsticker.

  • Covid-19 breitet sich im Münsterland aus 
  • Im Kreis Coesfeld werden immer mehr Fälle bekannt.
  • Aktuell sind 53 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 17. März, 12.01 Uhr).

+++ Dieser Artikel wird an dieser Stelle beendet und in diesem Newsticker zum Coronavirus im Kreis Coesfeld fortgeführt. +++

+++ Newsticker zum Coronavirus im Kreis Coesfeld aktualisieren +++

Update: 17. März, 12.01 Uhr. Gute Nachrichten aus dem Kreis Coesfeld: Am Mittag meldete die Bezirksregierung Münster die aktuellen Zahlen. Demnach ist bisher kein neuer bestätigter Coronavirus-Fall gemeldet worden. Auch im restlichen Münsterland steigen die Zahlen nur leicht an.

 Wie die aktuelle Lage im restlichen Münsterland ist, erfahren Sie in unserem Übersichtsartikel zum Coronavirus. Zudem erfahren Sie auf msl24.de, wie Sie sich bei Coronavirus-Verdacht richtig verhalten.

Update: 17. März, 7.47 Uhr. Aufgrund der steigenden Coronavirus-Fälle wird der Kreis Coesfeld den Publikumsverkehr in der Kreisverwalrung einschränken. Dies wurde in einer Pressemeldung bekanntgegeben. Demnach sei die Kreistagssitzung am 24. März abgesagt worden, ebenso die Sitzung des Finanzausschusses am 17. März.

Auch die Schalter der Ausländerbehörde werden nicht mehr geöffnet, kündigt der Kreis Coesfeld außerdem an. Nur in dringenden Fällen wird ein Termin vergeben. Per Telefon sollen die Mitarbeiter jedoch erreichbar sein. Weiterhin werden die Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz in Coesfeld und Lüdinghausen wegen des Coronavirus in den beiden kommenden Wochen ausfallen. Das Gesundheitsamt des Kreises Coesfeld ist unter der Rufnummer 02541/18 53 80 von 7 bis 18 Uhr zu erreichen.

Aktuell sind im Kreis Coesfeld 53 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 infiiziert. Bislang sind nur in Rosendahl und Havixbeck keine Tests positiv ausgefallen. Die an Covid-19 Erkrankten kommen aus folgenden Städten und Gemeinden:

  • Ascheberg: 8
  • Billerbeck: 7
  • Coesfeld: 1
  • Dülmen: 6
  • Lüdinghausen: 5
  • Nordkirchen: 2
  • Nottuln: 2
  • Olfen: 2
  • Senden: 20

Coronavirus: Viele Orte im Kreis Coesfeld geschlossen

Update: 16. März, 18.24 Uhr. Im Kreis Coesfeld sind am Montagabend 53 Fälle des Coronavirus bestätigt. Um die Krankheit einzudämmen, wird das öffentliche Leben eingeschränkt. Geöffnet bleiben jedoch Apotheken, Supermärkte und Drogerien. Diese Geschäfte können aufgrund der Situation zeitweise auch sonntags öffnen – die Entscheidung dazu steht jedoch noch aus. Der Kreis Coesfeld hat derweil eine eigene Hotline zum Coronavirus eingerichtet

Update: 16. März, 9.26 Uhr. Ab dem heutigen Montag ist wegen des Coronavirus die Schulpflicht für Kinder in NRW aufgehoben, der Unterricht an Schulen fällt aus, die Betreuung in Kitas findet nicht mehr statt. Das stellt viele Eltern vor Probleme. Jedoch gibt es Angebote für diejenigen, die in sogenannten "Schlüsselpositionen" arbeiten, wie der Kreis Coesfeld informiert. 

Dazu zählen Berufsgruppen, deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Bevölkerung sowie zentraler Funktionen des öffentlichen Lebens dient, wie der Kreis Coesfeld berichtet. Diese Kategorien wurden vom Ministeriums für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalens (MKFFI) festgelegt. Konkret sind damit folgende Berufsgruppen und Arbeitsbereiche gemeint:

  • Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge
  • Pflege- und Behindertenhilfe
  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Bereiche der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz
  • Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung
  • Lebensmittelversorgung
  • Berufe im Bereich  Staat, Justiz und Verwaltung

Eltern, die in einem dieser Bereiche tätig sind, können durch eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers eine Betreuung für ihr Kind erhalten. Die Betreuung findet in den Schulen, Kitas und Kinderpflegestellen statt. "Entsprechende Vordrucke wird das MKFFI entwerfen", kündigt der Kreis Coesfeld an. Die Formulare sollen dann auf der Homepage des Kreises zum Download bereitstehen. Derzeit sind 50 Personen im Kreis Coesfeld mit dem Coronavirus infiziert.

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Zahl der Infizierten steigt weiter an

Update: 14. März, 20.02 Uhr. Bis zum Abend steigt die Zahl der an Covid-19 Erkrankten weiter an: Mittlerweile sind 47 Menschen im Kreis Coesfeld mit dem Coronavirus infiziert. Im Kreis Warendorf stiegt die Zahl der Coronavirus-Fälle derweil auf 59 an.

Update: 14. März, 10.21 Uhr. Am Freitag (13. März) kamen im Kreis Steinfurt neun neue Infektionsfälle dazu. Dies meldete der Kreis in einer Pressemeldung. Somit stieg die Zahl derer, die sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, auf 37 an.

Doch der Kreis Coesfeld vermeldet, dass es bisher keine schwerern Krankheitsverläufe durch den Coronavirus gegeben habe. "Bisher nimmt die Krankheit im Kreis Coesfeld einen vergleichsweise milden Verlauf: Alle Patienten sind stabil und zuhause, wobei mehrere bereits weitgehend genesen sind." 

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Schulen und Kitas geschlossen

Update: 12. März, 13.49 Uhr. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sollen wegen des Coronavirus im Münsterland und ganz NRW Schulen und Kitas geschlossen werden. Sobald sich der Kreis Coesfeld dazu geäußert hat, erfahren Sie mehr zu der aktuellen Lage.

Update: 13. März, 12.20 Uhr. Die Zahl der Infizierten im Kreis Coesfeld steigt weiter an: Wie die Bezirksregierung Münster angibt, sind mittlerweile 33 Menschen positiv auf den Coronavirus getestet worden.

Wegen Coronavirus: Sämtliche Veranstaltungen des Kreises Coesfeld abgesagt

Update: 13. März, 9.45 Uhr. Der Kreis Coesfeld hat nun bekannt gegeben, dass in der Region sämtliche Veranstaltungen abgesagt werden – auch jene mit unter 1000 Besuchern. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte zuvor den Erlass erteilt, Großveranstaltungen aufgrund des Coronavirus ausfallen zu lassen. Dies wurde am Donnerstag (12. März) in einer Sitzung im Kreishaus beschlossen.

"Ausnahmen sind lediglich absolut notwendige Veranstaltungen, wie etwa Ratssitzungen, die für die Sicherstellung des öffentlichen Lebens erforderlich sind", heißt es in einer Mitteilung des Kreis Coesfeld. Zudem wird den Bürgern geraten, auch private Veranstaltungen wegen der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 bis Ende April abzusagen. 

"Das wird zu Einschränkungen führen. Aber in diesen Tagen sind Rücksichtnahme auf besonders Gefährdete, gesellschaftliche Solidarität und gemeinsame Vorsorge gefordert", kommentiert Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr die Entscheidung für den Kreis Coesfeld. Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann führt weiter an: "Jede und jeder kann verantwortungsvoll dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – im Sinne der Betroffenen."

Sollte ein Veranstalter ungeachtet der Anordnung dennoch eine Veranstaltung durchführen wollen, sei eine "individuelle Einschätzung durch den Veranstalter erforderlich", die dem Ordnungsamt zu übermitteln sei. Im Kreis Coesfeld haben sich mittlerweile 30 Personen mit Covid-19 angesteckt. 

30 Personen haben sich im Kreis Coesfeld mit Covid-19 angesteckt.

Update: 12. März, 17.43 Uhr. Die Zahl der Infizierten im Kreis Coesfeld steigt: Laut Bezirksregierung Münster wurden mittlerweile 30 Personen positiv auf den Coronavirus getestet worden.

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Zahl der Infizierten steigt auf 26 

Update: 11. März, 17.24 Uhr. Immer mehr Menschen im Kreis Coesfeld werden positiv auf den Coronavirus getestet. Am Mittwoch (11. März) gab der Kreis nun vier weitere Infektionsfälle bekannt: Betroffen sind zwei einander bekannte Männer aus Lüdinghausen sowie ein Ehepaar aus Dülmen.

Beide Gruppen kehrten getrennt voneinander von einem Skiurlaub aus Österreich zurück und wurden nun jeweils positiv auf den Coronavirus getestet. Die beiden Männer aus Lüdinghausen stammen aus demselben Bekanntenkreis. Ansonsten stünden das Ehepaar und die beiden Männer, die allesamt mittleren Alters seien, in keinerlei Beziehung zueinander, schreibt der Kreis Coesfeld in einer Pressemeldung. 

Damit steigt die Zahl der am Coronavirus Infizierten im Kreis Coesfeld auf 26 an – dem mit Abstand höchsten Wert im Münsterland. Doch Dr. Heinrich Völker-Feldmann, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, gibt Entwarnung: "Alle nachgewiesenen Fälle sind bislang relativ harmlos verlaufen. Das war so nicht zu erwarten." Zudem sei die relativ hohe Anzahl an Infizierten darauf zurückzuführen, dass sich im Umfeld des Erstinfizierten gleich mehrere Personen im Freundes- und Familienkreis angesteckt hätten. 

Die neuen Fälle aus Dülmen und Lüdinghausen stellten nun allerdings neue Infektionskreise da, wie der Kreis Coesfeld weiter berichtet. Die Städte seien nun auch erstmals von Covid-19 betroffen. Bisherige Infektionen mit dem Coronavirus wurden bisher aus folgenden Städten gemeldet:

  • Senden (14 Fälle)
  • Ascheberg (6 Fälle)
  • Olfen (2 Fälle)

Coronavirus im Kreis Coesfeld: Zahl der Infizierten steigt auf 18 an

Update: 7. März, 22.01 Uhr. Wie der Kreis Coesfeld bekannt gab, ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen inzwischen auf 18 gestiegen. Ob der neue Fall auch aus Senden stammt, ist am Samstagabend noch unklar.

Zudem fiel nun auch im letzten Kreis im Münsterland ein Test auf Covid-19 positiv aus: Ein Lehrer aus Rheine im Kreis Steinfurt infizierte sich mit dem Coronavirus während einer Schulfreizeit in Südtirol. Der 45-Jährige sowie neun weitere Lehrer und 106 Schüler mussten in Quarantäne.

Weitere Fälle des Coronavirus in Senden (Kreis Coesfeld)

Update: 7. März, 15.03 Uhr. Zwei weitere Menschen wurden in Senden (Kreis Coesfeld) positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Infektionen ist damit in der Gemeinde auf 16 gestiegen. Insgesamt verzeichnet der Kreis 17 Fälle. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) riet dazu, größere Veranstaltungen vorerst abzusagen. Auch im Münsterland drohen aufgrund des Coronavirus Events auszufallen.

Update: 7. März, 9.27 Uhr. Im Kreis Coesfeld sind derzeit 15 Fälle des Coronavirus bestätigt. Allein 14 davon sind in der Gemeinde Senden verortet, eine weitere Person ist in Ascheberg erkrankt. Senden zählt damit zu den Orten mit den meisten Fällen von Covid-19.

Coronavirus: Zahlreiche Fälle in Senden 

Update:  6. März, 11.05 Uhr. Die Zahl der am Coronavirus erkrankten Menschen ist auf 14 gestiegen. Auch diese Person befindet sich im erweiterten Kreis des 49-Jährigen Ersterkrankten. Auf das Ergebnis eines weiteren Tests wird derweil noch gewartet. Die Infizierten zeigen lediglich leichte Grippe-Symptome. 

Update: 6. März, 7.07 Uhr. 13 Fälle des Coronavirus wurden inzwischen in Senden bestätigt. Die neuen Fälle sollen alle mit dem 49-Jährigen aus dem Kreis Coesfeld in Zusammenhang stehen, der im Clemenshopital in Münster behandelt wurde. Er befindet sich inzwischen wieder Zuhause und steht unter Quarantäne

Schule in Senden (Kreis Coesfeld) wegen des Coronavirus geschlossen

Update: 5. März, 18.45 Uhr. Für 14 Tage wird ab sofort die Geschwister-Scholl-Schule in Senden im Kreis Coesfeld geschlossen. Grund: Ein Schüler der Realschule wurde positiv auf den Coronavirus Covid-19 getestet. Die Schließung erfolgte in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises und dem Schulträger.

Die Maßnahme diene der Für- und Vorsorge heißt es. Auch in Münster wurde eine Schule geschlossen, nachdem sich vier Schülerinnen mit dem Coronavirus angesteckt hatten. In Senden wurde darüber hinaus der Kabarettabend mit Chin Meyer wegen der Ansteckungsgefahr mit Covid-19 abgesagt.

Update: 5. März, 12.43 Uhr. Die Zahl der Infizierten aus Senden (Kreis Coesfeld) ist gestiegen: Zunächst war von acht Fällen die Rede – kurz darauf waren es neun. Inzwischen gibt es in der Gemeinde bereits zwölf Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind. 

Coronavirus: Zwölf Fälle im Kreis Coesfeld – Menschen in Quarantäne

Erstmeldung: 5. März, 10.01 Uhr. Senden – Das Coronavirus breitet sich in der Region aus: Nachdem es in Münster inzwischen drei bestätigte Fälle und einige Verdachtspersonen sowie zahlreiche Menschen in häuslicher Quarantäne gibt, hat die Infektion jetzt ihren Weg in den Kreis Coesfeld gefunden. 

Coronavirus im Kreis Coesfeld ausgebrochen: Menschen in Quarantäne

Am Mittwoch (4. März) wurde bei einem Patienten im Clemenshospital in Münster das Coronavirus festgestellt – der Mann war dort wegen einer anderen Krankheit in Behandlung. Angehörige und weitere Kontaktpersonen waren jedoch schon vor seiner Isolation mit dem 49-Jährigen in Berührung gekommen. Jetzt sind sie ebenfalls an Covid-19 erkrankt. 

Der Patient stammt aus Senden im Kreis Coesfeld. Seine Angehörigen wurden nach der Diagnose ebenfalls auf das Coronavirus getestet: Neun Menschen haben sich infiziert. Es handele sich jedoch nur um leichte Fälle des Virus Covid-19, berichten die WN. Die Patienten befinden sich deshalb in häuslicher Quarantäne. Wo sich der 49-Jährige ursprünglich angesteckt haben könnte, ist noch nicht klar. 

Kontaktpersonen aus Kreis Coesfeld nach Coronavirus-Ausbruch nicht erreichbar

Darüber hinaus könnte der 49-Jährige im Kreis Coesfeld jedoch noch weitere Menschen angesteckt haben: Einige der Kontaktpersonen konnten von den zuständigen Behörden noch nicht erreicht werden. Manche von ihnen befinden sich im Urlaub. Die neun bestätigten Fälle sind die ersten, die in der Region auftreten: Bislang hatten die Kreise Coesfeld, Warendorf, Steinfurt und Borken lediglich Tipps zur Abwehr des Coronavirus gegeben

In Ottmarsbocholt im Kreis Coesfeld wurde nun eine Arztpraxis für zwei Tage geschlossen. Zwei der Mitarbeiter werden derzeit auf das Coronavirus getestet. Dr. Ewald Hibbe, dem die Praxis gehört, hatte zuvor die Tests der Kontaktpersonen in Senden durchgeführt. 

Der erste Fall in der Nähe war am vergangenen Wochenende aufgetreten: Nach einer Iran-Reise zeigte ein Mann in Münster Symptome des Coronavirus. Er wurde in der Uniklinik behandelt, befindet sich jedoch inzwischen in häuslicher Quarantäne

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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