Nach Einsatz in Senden

Mann liegt 8 Jahre tot in Wohnung: Jetzt gibt es neue Details

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Während 70 Menschen aus einem Hochhaus in Senden gebracht werden mussten, fand die Polizei eine Leiche. (Symbolbild)

Bei einem Großeinsatz in Senden stieß die Polizei auf eine halb verweste Leiche – die Obduktion ergab, dass der Mann bereits seit acht Jahren tot ist. Jetzt haben die Beamten Licht ins Dunkle gebracht.

  • Leichenfund bei Evakuierung
  • Hochhausbrand in Senden gelöscht
  • Obduktionsergebnis liegt vor

Update: 11. Oktober. Die Polizei hat bereits mehrere Zeugen, die in dem selben Haus in Senden wohnten, in der auch der mittlerweile Verstorbene lebte, vernommen. Das Obduktionsergebnis ergab, dass der 59-Jährige um die Jahreswende 2011/2012 verstarb. Hinweise auf einen gewaltsamen Tod gibt es nicht. Der Leichnam wurde nun zur Bestattung freigegeben.

Für Aufregung sorgten Gerüchte, in dem Haus in Senden habe es einen Polizeieinsatz gegeben, ohne dass der Tote gefunden wurde. Dazu äußerte sich nun die Coesfelder Beamten: "Der Einsatz wurde den Vernehmungen nach telefonisch von einer Bewohnerin des Hauses veranlasst. Diese war jedoch nicht mehr persönlich vor Ort, als die Polizisten an der Wohnung eintrafen." 

Die Polizisten hätten im Haus keinen Verdacht geschöpft, dass sich in dem Gebäude eine Leiche befindet. Aus Datenschutzgründen sind elektronische Belege zu dem Einsatz in Senden nicht mehr vorhanden. Ein handschriftlicher Vermerk aus der Wache in Lüdinghausen gehe jedoch hervor, dass es am 8. März 2012 zu einem Polizeieinsatz im Haus an der Schulze-Bremer-Straße gab.

Daraus gehe jedoch nicht hervor, so die Polizei, in welchem der 39 Wohnungen des Mehrfamilienhauses der Einsatz stattgefundenhabe. Da an diesem Tag keine Verdachtsmomente geschöpft wurden, seien keine weiteren Maßnahmen getroffen worden. 

Leiche in Senden nur durch Zufall entdeckt

Update: 27. September. Wie die Polizei Coesfeld auf Nachfrage mitteilte, lag die Leiche, die bei der Evakuierung eines Hochhauses in Senden gefunden wurde, schon seit mehreren Jahren in der verschlossenen Wohnung. Den Aussagen der Polizei zufolge muss der Mann bereits zum Jahreswechsel 2011/2012 verstorben sein. 

Das Verschwinden des Alleinstehenden wurde nur von einer Nachbarin in Senden gemeldet. In einem Artikel schreiben die WN – die zuerst über den Leichenfund berichtet hatten –, was die Frau unternommen hat, um den vermissten Mann zu finden

Bei dem Verstorbenen handelte es sich jedoch nicht um den einzigen Toten in der Wohnung: Auch den verwesten Körper seines Hund namens Linus fanden die Einsatzkräfte in Senden. Das Tier war nach dem Tod seines Herrchens eingesperrt gewesen und schließlich neben dem Mann gestorben. 

Leichenfund bei Evakuierung in Senden: Jetzt liegt das Obduktionsergebnis vor

Update: 26. September. Während der Evakuierung eines Hochhauses in Senden am vergangenen Wochenende machten die Einsatzkräfte einen erschreckenden Fund: In einer Wohnung stießen sie auf eine männliche Leiche. 

Augenscheinlich hatte der Tote schon seit längerer Zeit in seiner Wohnung gelegen, denn die Leiche war bereits teilskelettiert, wie die Polizei Senden berichtet. Nach den abgeschlossenen Löscharbeiten in dem Hochhaus wurde die Leiche in Münster obduziert – dem Ergebnis nach kann ein Verbrechen in diesem Fall ausgeschlossen werden. 

Hochhaus in Senden evakuiert: 70 Menschen vor Feuer gerettet 

Erstmeldung: 24. September. Senden – Im Keller eines Hochhausgebäudes an der Schulze-Bremer-Straße brach in der Nacht zu Sonntag (22. September) ein Feuer aus. Da über das Kellergeschoss eine Verbindung zum angrenzenden Haus besteht, mussten beide Gebäude evakuiert werden. 70 Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in den Häusern. 

Für die Bewohner der siebenstöckigen Bauten wurde eine Betreuungsstelle in der Steverhalle in Senden eingerichtet. Da der Brand rechtzeitig bemerkt wurde, wurde niemand verletzt – drei Menschen hatten jedoch mit Kreislaufproblemen zu kämpfen und wurden medizinisch versorgt. 

Die Flammen waren um 1.07 Uhr ausgebrochen – ein Zeuge hatte Rauch durch einen Gullydeckel aufsteigen sehen. Da der Keller so groß ist, erwiesen die Löscharbeiten sich als kompliziert und dauerten bis in die Mittagsstunden des Folgetages. Insgesamt waren 50 Kräfte der Feuerwehr in Senden im Einsatz. Zudem kümmerten sich Angestellte des Deutschen Roten Kreuzes um die Bewohner. 

Die Bewohner der Häuser in Senden konnten am Sonntagnachmittag zurück in ihre Wohnungen. Daran war kein Schaden entstanden. Warum das Feuer ausbrach, konnte bislang noch nicht geklärt werden. 

In einer ähnlichen Situation wie die Bewohner in Senden fanden sich kürzlich Hotelgäste in der Domstadt wieder: Mitten in der Nacht musste die Einrichtung in Münster bei einem Brand evakuiert werden. Nun wird wegen versuchten Mordes gegen den Hotelleiter ermittelt. Stundenlang mussten die Wehrmänner in diesem Fall arbeiten: Die Löscharbeiten bei einem Großbrand in Emsdetten zogen sich über mehrere Tage hin. Vor einigen Monaten brannte es schon einmal in der Gemeinde: Eine Lagerhalle in Senden brannte komplett nieder – es entstand ein Schaden in Millionenhöhe. 

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