Covid-19

181 Coronavirus-Fälle im Kreis Warendorf: "Überdurchschnittlich viele Infizierungen"

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich rasend schnell aus – auch im Kreis Warendorf. Über die aktuelle Lage in der Region berichten wir im Newsticker.

  • Das Coronavirus breitet sich im Kreis Warendorf aus.
  • Schulen und Kitas wurden geschlossen.
  • Derzeit sind 181  Menschen in der Region an Covid-19 erkrankt. (Stand: 20. März, 17.40 Uhr)

+++ Der Artikel ist an dieser Stelle beendet. Alle Neuigkeiten zum Coronavirus im Kreis Warendorf lesen Sie in unserem Newsticker +++

Update: 20. März, 17.40 Uhr. Landrat Dr. Olaf Gericke wendet sich zum Wochenende hin mit einer Botschaft an die Bürger im Kreis Warendorf. Er bittet die Anwohner, aufgrund des Coronavirus in den nächsten Tagen Zuhause zu bleiben. Derzeit gibt es noch keine Ausgangssperre für NRW, dennoch soll mit dieser Methode eine weitere Ansteckung verhindert werden.

"Wir haben überdurchschnittlich viele Corona-Infizierungen", sagt Gericke. Im Kreis Warendorf sind am Freitagabend 181 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Damit wurden innerhalb eines Tages beinahe 50 neue Fälle nachgewiesen. Der Landrat hält die Anwohner an, nur das Nötigste zu erledigen und die Folgen ihres Handelns zu bedenken. Über die aktuelle Lage rund um das Coronavirus Sars-CoV-2 im Münsterland informieren wir in unserem Übersichtsartikel

138 Coronavirus-Fälle im Kreis Warendorf: Landrat richtet Bitte an Regierung

Update: 20. März, 8.46 Uhr. Mit einer "dringlichen Bitte" wenden sich die Landräte mehrerer Kreise in NRW, unter anderem Olaf Gericke (CDU) aus dem Kreis Warendorf, an die Bundesregierung. Sie fordern angesichts der Fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus ein einheitliches Vorgehen mit den Niederlanden.

Denn gerade im Grenzgebiet der beiden Länder stellten die Lokalpolitiker besorgt fest, dass trotz der angeordneten Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus der Einzelhandel in den Niederlanden noch immer geöffnet sei. "Die offizielle Homepage der niederländischen Grenzstadt Enschede verweist darauf", heißt es in dem Schreiben, hinter dem auch Warendorfs Landrat Gericke steht. "Die Niederlande verfolgen bei der Bekämpfung des Coronavirus offenbar die Strategie der 'Gruppen- bzw. Herdenimmunität'. Entsprechende deutsche und niederländische Pressemeldungen machen dies deutlich", schreiben die Lokalpolitiker weiter.

Vor der Coronavirus-Krise hätten bereits Tausende Menschen aus beiden Richtungen regelmäßig zum Einkaufen oder Kaffee trinken die Grenze passiert. Weil in Deutschland derzeit viele Geschäfte geschlossen haben, müsse man nun sogar vermehrt mit Shopping-Touren in die Niederlande rechnen, schreiben die Lokalpolitiker um Warendorfs Landrat Gericke. Deswegen sei es zum Schutz vor dem Coronavirus wichtig, dass die Bundesregierung und die Regierung der Niederlande eine einheitliche Strategie entwickle:

"Unsere eindringliche Bitte: Verständigen Sie sich mit Ministerpräsident Rutte, damit in unseren beiden Ländern dieselbe Strategie gegen das Coronavirus verfolgt wird. Die Regelungen müssen beiderseits der Grenze die gleichen sein. Ansonsten bliebe als ultima ratio nur eine Grenzschließung für den nicht berufsbedingten Personenverkehr, die wir alle nicht wünschen und zutiefst bedauern würden."

Aktuell sind nachweislich 138 Menschen aus dem Kreis Warendorf mit dem Coronavirus infiziert. Doch noch immer gibt es einige Menschen, die die Gefahr durch Corona nicht ernst nehmen. Unsere Redakteurin hat sich deswegen Luft gemacht und erklärt, warum der Coronavirus und Covid-19 nicht einfach nur wie eine Grippe ist. Am Wochenende wird es in NRW deutlich kälter –das Wetter könnte im Münsterland dabei helfen, das Coronavirus einzudämmen

Coronavirus im Kreis Warendorf: Bürgermeister richten Appell an Einwohner

Update: 19. März, 12.51 Uhr. In einem offenen Brief hat sich der Bürgermeister von Drenseinfurt, Carsten Grawunder, an die Bevölkerung im Kreis Warendorf gewandt. Darin appelliert er an das Verantwortungsgefühl der Menschen und bittet, "jeden persönlichen Kontakt mit anderen Menschen auf das absolut unvermeidbare Maß zu beschränken, selbst innerhalb Ihrer Familie". Auf diese Weise soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Update: 19. März, 12.30 Uhr. Die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Warendorf steigen weiter an. Am Donnerstagmittag sind bereits 111 Fälle nachgewiesen worden. Um die Ausbreitung weiter einzuschränken, hat das Gesundheitsamt einige Tipps herausgegeben. Diese sehen Sie in der Galerie:

Coronavirus: Mit diesen Tipps vermeiden Sie die Ansteckung

Die Haende sollte jeder regelmaesßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild)
Die Hände sollte jeder regelmäßig mit Seife waschen und pflegen. (Symbolbild) © dpa/Peter Steffen
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Haendeschuetteln verzichtet werden. Haende sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild)
Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu verhindern, sollte auf Händeschütteln verzichtet werden. Hände sollten zudem vom Gesicht ferngehalten werden. (Symbolbild) © picture-alliance/ dpa
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der uebertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild)
Richtiges Husten trägt zur Vemeidung der Übertragung bei: Dazu ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge nutzen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild)
Wenn Sie Symptome des Coronavirus bei sich bemerken, sollten Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt melden. (Symbolbild) © dpa
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild)
Wenn sie Symptome haben, sollten Sie einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen wahren. (Symbolbild) © picture alliance / Andreas Geber
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Raeume sollten regelmaeßig gelueftet werden. (Symbolbild)
Auch im Homeoffice gilt: Geschlossene Räume sollten regelmäßig gelüftet werden. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Coronavirus: Kreis Warendorf beschließt drastischen Schritt zur Eindämmung

Update: 19. März, 7.08 Uhr. Seit Dienstag (18. März) wurden die Öffnungsbeschränkungen für den Einzelhandel im Kreis Warendorf zum Schutz vor dem Coronavirus verschärft. Nachdem Geschäfte, die nicht dem täglichen Gebrauch dienen, bereits geschlossen wurden, gilt gleiches nun auch für Restaurants und Cafés. "Erlaubt bleiben dagegen Lieferdienste, der Außer-Haus-Verkauf zum Beispiel an Autoschaltern oder Imbissstuben ohne Sitzplätze oder der Kuchenverkauf zum Mitnehmen."

Damit gehen Kreise und Städte im Münsterland über den Erlass der Bundesregierung bei "kontaktreduzierende Maßnahmen" noch hinaus, sagt Olaf Gericke (CDU), Landrat des Kreises Warendorf. Die Reduzierung sozialer Kontakte soll dazu dienen, die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen und Infektionsketten zu unterbrechen. Gericke bittet die Bürger um Verständnis:

"Die weiteren Einschränkungen für das öffentliche Leben verändern unseren Alltag auf bisher unbekannte Weise. Doch ich bitte um Verständnis für die Maßnahmen. Sie sind unumgänglich, um den Infektionsschutz und die Sicherheit für uns alle zu gewährleisten. Denn wir müssen alles dafür tun, um das Coronavirus so gut es geht einzudämmen. Und weniger Kontakte zwischen Menschen bedeuten weniger Infektionen."

Menschenansammlugen sollen vermieden werden, Trauungen und Beerdigungen dürfen jedoch weiterhin im kleinen Kreis stattfinden. Während im Kreis Warendorf zum Schutz vor dem Coronavirus nun viele weitere Geschäfte schließen müssen, bleiben jedoch solche weiterhin geöffnet, die die Grundversorgung der Menschen sicherstellen. Das sind:

  • Apotheken
  • Lebensmittelgeschäfte
  • Drogerien
  • Baumärkte
  • Optiker
  • Hörakustiker

Die aktuellen Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus hatten Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) aus Münster und die vier Landräte der Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf am Dienstag (16. März) in einer gemeinsamen Sitzung erarbeitet und einheitlich für das Münsterland beschlossen. Einen solch strikten Erlass zur kompletten Schließung der gastronomischen Betriebe hatte es von der NRW-Landesregierung bis zu diesem Zeitpunkt nicht gegeben, weshalb die Landräte und der OB Lewe diese Regelung selber in die Hand nahmen.

Zusätzlich beschloss der Krisenstab des Kreises Warendorf, die Behandlungskapazitäten für Coronavirus-Patienten vorsorglich aufzustocken. Dazu führe der Krisenstab nun Gespräche mit Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen. In der Pressemeldung heißt es dazu: "Derzeit stehen in den vier Akut-Krankenhäusern im Kreis 32 Intensivbetten, davon 23 Beatmungsplätze, zur Verfügung. Ein stationäres Pflegeangebot für Senioren soll vorgeplant werden, falls ambulante Pflegedienste ausfallen sollten. Zudem hat der Kreis das Gesundheitsamt personell aufgestockt."

Der Krisenstab des Kreises Warendorf bespricht das weitere Vorgehen angesichts der Coronavirus-Krise.

Die Hotline des Gesundheitsamtes des Kreises Warendorf ist zudem nun länger erreichbar, da große Nachfrage bestehe. Bürger können nun von Montag bis Sonntag und von 8 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 02581/ 53 55 55 Mitarbeiter des Gesundheitsamtes erreichen.

Update: 18. März, 17.55 Uhr. Am Mittwochabend ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Warendorf auf 108 angestiegen. Seit dem Vortag wurden 24 neue Patienten positiv getestet. Auf msl24.de erfahren Sie, wie Sie sich bei Coronavirus-Verdacht richtig verhalten.

Coronavirus: Geschäfte im Kreis Warendorf bleiben geschlossen

Update: 18. März, 13.31 Uhr. Ebenso wie in Münster bleiben auch im Kreis Warendorf alle Restaurants und Geschäfte (ausgenommen Supermärkte, Apotheken und Drogerien) wegen des Coronavirus komplett geschlossen. Das Land NRW hatte vorgegeben, dass Lokale nur bis 15 Uhr öffnen dürfen. Durch den am Dienstagabend getroffenen Beschluss der Landräte im Münsterland greift jedoch eine andere Regelung.

"Diese Maßnahmen sind unumgänglich, um den Infektionsschutz und die Sicherheit für uns alle zu gewährleisten", sagte Landrat Dr. Olaf Gericke in einer Mitteilung zum Coronavirus im Kreis Warendorf. Zudem ist die komplette Schließung aller Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf notwendig sind, für die Betreiber oft leichter, als die Teilzeitlösung. 

Update: 18. März, 9.10 Uhr. Überall werden derzeit unterschiedlichste Maßnahme ergriffen, um den Kontakt zwischen den Menschen aufs minimalste zu reduzieren. Dadurch soll sich die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 verlangsamen. Nun hat auch die Polizei Warendorf erste Schritte eingeleitet.

Zwar werde die Einsatzbereitschaft der Polizei im Kreis Warendorf weiter aufrechterhalten, beteuert Landrat Kai Zwicker, "allerdings werden wir zum Schutz der Bediensteten sowie zur Reduzierung der Verbreitung des Virus den Publikumsverkehr so weit wie möglich reduzieren". Wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus wird daher auf die Anzeigenaufnahme in den Polizeiwachen und Kriminalkommissariaten verzichtet.

Bürger, die ein Anliegen haben oder eine Anzeige aufgeben möchten, sollten sich zunächst telefonisch an die Polizei wenden. Alternativ können Anzeigen auf dem Online-Portal der Polizei NRW erstattet (https://service.polizei.nrw.de/anzeige) oder per E-Mail an die Kreispolizeibehörde Warendorf gesendet werden (poststelle.warendorf@polizei.nrw.de). Im gesamten Kreis sind derzeit 84 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Coronavirus im Kreis Warendorf: 84 Infizierte

Update: 18. März, 8.10 Uhr. 84 Menschen aus dem Kreis Warendorf sind mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden. Am heutigen Mittwochmorgen werden erwartungsgemäß weitere Fälle dazukommen. Die meisten Infektionen im Münsterland werden aktuell im Kreis Borken gezählt: Dort sind 123 Menschen an Covid-19 erkrankt. Die Erkrankungen im Kreis Warendorf teilen sich aktuell wie folgt auf:

  • Ahlen: 6
  • Beckum: 9
  • Beelen: 2
  • Drensteinfurt: 8
  • Ennigerloh: 5
  • Everswinkel: 5
  • Oelde: 14
  • Ostbevern: 1
  • Sassenberg: 2
  • Sendenhorst: 9
  • Telgte: 3
  • Wadersloh: 3
  • Warendorf: 17

Kreis Warendorf: 84 Fälle von Coronavirus bestätigt

Update: 17. März, 18.12 Uhr. Am Dienstagabend sind 84 Fälle des Coronavirus im Kreis Warendorf nachgewiesen worden. Damit stieg die Zahl innerhalb eines Tages um 19 Infektionen, wie das Kreisgesundheitsamt berichtet. Derweil ist jedoch bereits ein Patient wieder gesund. Währenddessen stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle im Kreis Coesfeld auf 70

66 Fälle des Coronavirus im Kreis Warendorf

Update 17. März, 11.56 Uhr. Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten steigt im Kreis Warendorf weiter an, von 59 auf 66 Fälle. Dies meldet die Bezirksregierung Münster. Im Vergleich zu den Vortagen und der Entwicklung der Infektionszahlen ist der Anstieg jedoch weniger rasant als noch in den Vortagen. 

Update: 17. März, 8.13 Uhr. Das Coronavirus wirkt sich immer weiter auf das alltägliche Leben aus. Nachdem bereits Schulen und Kitas geschlossen wurden, beschloss die Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer wegen des Coronavirus weitreichende Einschnitte in die Freizeitbereiche der Deutschen. Auch im Kreis Warendorf wurden diese neuen Einschränkungen diskutiert.

Am Montag (16. März) stimmte sich der Landrat Olaf Gericke mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf ab. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es, die Zahl der Infektionen so gering wie möglich zu halten. Da der Schutz der Gesundheit Vorrang hat, steht das öffentliche Leben vor massiven Einschränkungen. Denn weniger Kontakte bedeuten weniger Infektionen. Es geht also jetzt vor allem um Rücksichtnahme auf die Schwächeren und um gegenseitige Hilfe", sagten Gericke und der Beckumer Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann, der als Sprecher die Bürgermeister des Kreises vertritt.

Angesichts des sich immer weiter verbreitenden Coronavirus und der nun beschlossenen, kontaktreduzierenden Maßnahmen verfügt der Kreis Warendorf nun die Schließung beziehungsweise das Betretungsverbot folgender Orte und Geschäfte:

  • Bars
  • Clubs
  • Theater
  • Discos
  • Kinos
  • Museen
  • Fitness-Studios
  • Schwimmbäder
  • Saunen
  • Spielhallen
  • Spielbanken
  • Wettbüros
  • Prostitutionsbetriebe
  • Volkshochschulen
  • Musikschulen
  • außerschulische Bildungseinrichtungen
  • Sportvereine
  • Sport- und Freizeitstätten

Restaurants und Hotels dürfen trotz der Gefahr durch das Coronavirus unter strengen Auflagen weiterhin öffnen. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssen sich sofort in 14-tägige Quarantäne begeben und dürfen keine Gemeinschaftseinrichtungen, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Tageskliniken, stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Berufs- und Hochschulen mehr betreten, berichtet der Kreis Warendorf weiter. Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sollen zudem ein Besuchsverbot verhängen oder "nur noch höchstens einen privaten Besucher pro Bewohner und Patient pro Tag zulassen", erlässt der Kreis Warendorf, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. 

Auch die Verwaltungen des Kreises Warendorf werden zum Schutz vor dem Coronavirus mit Einschränkungen versehen: "Die Rathäuser sind für den Publikumsverkehr nicht oder nur stark eingeschränkt geöffnet." Das gilt ab Dienstag (17. März) für das Kreishaus, alle Nebenstellen sowie die Ausländerbehörde und die Job-Center-Anlaufstellen. Nur in dringenden Fällen werden Termine nach telefonischer Absprache vergeben. Die Kfz-Zulassungsstellen in Warendorf und Beckum bleiben ab Donnerstag (19. März) geschlossen.

"Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, möglichst das Online-Terminverfahren über die Homepage des Kreises (Zulassungsstelle/ „Terminbuchung Online“) zu nutzen oder per E-Mail an zulassungsstelle@kreis-warendorf.de einen Termin zu vereinbaren. Mit der Führerscheinstelle können Termine per Mail unter Fahrerlaubnis@kreis-warendorf.de oder unter Tel. 02581/ 53-3608 vereinbart werden."

Coronavirus: 59 Erkrankte im Kreis Warendorf

Update: 16. März, 14.21 Uhr. 59 Infizierte zählt der Kreis Warendorf mittlerweile. In jeder Stadt und Gemeinde gibt es nun mindestens eine Person, die sich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert hat. Von Sonntag auf Montag (16. März) sind zwölf weitere Menschen an Covid-19 erkrankt.

Die Betroffenen zeigen weiterhin nur leichte Krankheitssymptome und befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. Auch die Kontaktpersonen der Coronavirus-Infizierten aus dem Kreis Warendorf dürfen derzeit ihre Wohnungen und Häuser nicht verlassen. Die meisten der Erkrankten sind Rückkehrer aus Skigebieten

Coronavirus im Kreis Warendorf: Betreuungsangebot für zwei Tage

Erstmeldung: 16. März, 11.30 Uhr. Kreis Warendorf – Die Verbreitung des Coronavirus lässt sich derzeit nur schwer verhindern. Im Kreis Warendorf sind derzeit 59 Personen nachweislich mit dem neuartigen Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Auf den Erlass von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am vergangenen Freitag (13. März) sind in der Region seit Montag (16. März) sämtliche Schulen und Kitas geschlossen, um die Verbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Bis zu den Osterferien soll der Unterricht im ganzen Land ausfallen.

Für die ersten beiden Tage der 12. Kalenderwoche hat der Kreis Warendorf aber noch eine Betreuung eingerichtet, "um den Eltern Gelegenheit zu geben, sich auf die neue Situation einzustellen", wie es in einer Mitteilung der Kreisverwaltung heißt. Danach gilt auch in der gesamten Region das Betreuungsverbot. Bis zum 19. April sollen die Maßnahmen gelten, mit denen die Verbreitung der Erkrankung Covid-19 eingedämmt werden soll.

Für Betroffene der Schul- und Kita-Schließungen hat der Kreis Warendorf nun Informationen zur Umsetzung des Erlasses zum Betretungsverbot von Kindertagesbetreuungsangeboten und zur Betreuung von Kindern von Schlüsselpersonen als Maßnahme gegen das Coronavirus veröffentlicht. Diese können hier heruntergeladen werden. Einen Lichtblick gibt es in der aktuellen Woche jedoch: Durch den Frühlingsanfang ist das Wetter im Münsterland trotz des Coronavirus gut. So sollten Sie sich an der frischen Luft verhalten.

Kreis Warendorf: Erster Coronavirus-Infizierter kam aus Ahlen

Der erste Fall eines Coronavirus-Infizierten im Kreis Warendorf wurde am 7. März gemeldet. Damals waren ein Mann aus Ahlen sowie seine Frau an Covid-19 erkrankt. Beide Personen wiesen jedoch nur leichte Krankheitssymptome auf und wurden in Quarantäne gesteckt. Die Zahl der Infizierten hat sich seitdem drastisch erhöht.

Mittlerweile sind 361 Menschen im gesamten Münsterland an Covid-19 erkrankt. Die Tendenz ist weiterhin steigend. Am Montag (16. März) hat die NRW-Landesregierung weitere Maßnahmen getroffen: So wird das öffentliche Leben noch weiter eingeschränkt, um das Coronavirus auch im Münsterland einzudämmen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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