Flughafen Münster/Osnabrück

Coronavirus-Krise: FMO trifft harte Maßnahmen

Das Coronavirus trifft die Wirtschaft hart. Unternehmen verlieren ihre Einnahmen. Jetzt musste auch der Flughafen Münster/Osnabrück auf die Krise reagieren.

  • Das Coronavirus legt das öffentliche Leben still.
  • Auch die Wirtschaft leidet unter der Krise.
  • Der FMO in Greven hat jetzt Konsequenzen gezogen.

Greven – Es lässt sich jetzt schon sagen: Die Coronavirus-Pandemie wird in Deutschland eine schwere Wirtschaftskrise auslösen. Seit Tagen stehen Unternehmen still, Geschäfte haben geschlossen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach kürzlich allen Deutschen eine Jobgarantie aus. Vermutlich nur ein Wunschgedanke.

Durch das Coronavirus wurde auch der Luftverkehr massiv eingeschränkt. Flugzeuge starten kaum noch – hauptsächlich werden die im Ausland gestrandeten deutschen Staatsbürger in Fliegern nach Hause gebracht. Auch der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) in Greven musste jetzt drastische Konsequenzen ziehen.

FMO in Greven: Nur noch Kurzarbeit wegen Coronavirus

Um die Liquidität des Flughafens während der Coronavirus-Krise weiter zu gewährleisten, wurde nun in einem einberaumten Krisenmanagement beschlossen, dass für alle Bereiche des FMO in Greven rückwirkend zum 1. März dieses Jahres Kurzarbeit beantragt wird. "Diese Regelung betrifft nicht nur die operativen Einheiten, sondern auch die gesamte Verwaltung", heißt es in einer Mitteilung.

Es ist nicht die einzige Maßnahme, die der FMO, bei dem es kürzlich einen Coronavirus-Verdacht gab, getroffen hat. Ab dem 24. März werden "nur noch bereits koordinierte oder mit einem Vorlauf von vier Stunden angemeldete Flüge abgefertigt werden". Somit sei gewährleistet, dass die Vorhaltekosten reduziert und nur noch betriebsnotwendige Aufgaben erledigt werden können.

Der Flughafen Münster/ Osnabrück setzt ab jetzt auf Kurzarbeit.

Coronavirus: Terminals am FMO in Greven geschlossen

Der Flughafen Münster/Osnabrück wird an diesem Tag zudem alle Terminalgebäude komplett schließen. Die Flüge, die danach noch starten, werden dann an der allgemeinen Luftfahrt (GAT) am Tor 3b abgefertigt. Fluggäste werden gebeten, sich dort für den Check-In und die Sicherheitskontrolle einzufinden. Schließen musste der FMO in Greven kürzlich, als ein Parkhaus in Flammen geriet. Dabei entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Über 800 Menschen sind bislang im Münsterland an Covid-19 erkrankt. Auch in Münster breitet sich das Coronavirus weiter aus. Auf die Region sowie ganz Deutschland könnte ab kommender Woche eine bundesweite Ausgangssperre zukommen.

Die Ausgangssperre ist zwar vom Tisch, doch es wurde ein Kontaktverbot angeordnet. Bei Nichteinhaltung der Regel drohen in Zeiten der Coronavirus-Krise harte Strafen. Den Ernst der Lage scheinen manche Personen nicht begriffen zu haben: Ein möglicher Coronavirus-Infizierter hustete in Greven während einer Corona-Party einen Polizisten an.

Zum Schutz vor Covid-19 tragen immer mehr Menschen Einmalhandschuhe. Doch Mediziner raten davon ab und warnen vor dem angeblichen Coronavirus-Schutz.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Thissen/dpa

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