Coronavirus

Droht die nächste Pleite? Impfstart bei den Hausärzten wackelt wohl

Geplant war ein Beginn im März, danach sollte es im April starten – und jetzt? Einem Bericht zufolge steht der Impfstart bei den Hausärzten auf der Kippe.

Nach Ostern – so verspricht es die Bundesregierung – soll es mit dem Impfen in Deutschland endlich vorangehen. Entscheidender Faktor dafür sollen die Hausärzte werden, die die bislang vier zugelassenen Impfstoffe* dann verabreichen dürfen. Knapp acht Millionen Menschen haben bundesweit bislang mindestens eine Dosis erhalten, wie msl24.de* berichtet.

Ab April soll das Impfen in Deutschland nun ins Rollen kommen. 20 Millionen Impfdosen werden bis Ende des kommenden Monats erwartet und zum Großteil an die Arztpraxen geliefert. Doch nachdem der Impfstart zunächst von März auf April verschoben werden musste, wackelt der Beginn jetzt offenbar erneut.

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Mindestens einmal geimpfte Personen in Deutschland\t7.937.540
Vollständig geimpfte Personen in Deutschland\t3.516.986

Coronavirus: Impfstart bei Hausärzten – Probleme bei Lieferung

Wie die „Bild“ berichtet, soll der ersehnte Impfstoff im April zwar da sein, doch es scheint Probleme bei der Auslieferung an die Hausärzte zu geben. Konkret soll es Schwierigkeiten bei der Medizin-Logistik geben, die die Hauspraxen mit dem Coronavirus-Impfstoff beliefert. Eine Logistikfirma, so heißt es, sehe sich nicht in der Lage, die Praxen mit kleinsten Mengen an Impfdosen zu beliefern.

Des Weiteren soll es bei einem Impfstoff-Hersteller (welcher, ist nicht bekannt) Probleme bei der Lieferung geben. Die Impfdosen werden nämlich nicht von den Unternehmen selber (Biontech*, Moderna, Astrazeneca* und Johnson & Johnson) geliefert, sondern über herkömmliche Medikamente-Logistiker an die Ärzte in Deutschland verschickt. Somit droht der geplante Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen* nach Ostern zu wackeln.

Verschiebt sich Corona-Impfstart bei den Hausärzten? Kritik an Regierung

Gegenüber „Bild“ zeigte sich der ​Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt enttäuscht von der Bundesregierung und erhebt dabei schwere Vorwürfe. Gegenüber der Regierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) seien Vorschläge verbreitet worden, wie der Corona-Impfstoff die Hausärzte in Deutschland erreichen könne – die Politik zeige jedoch wenig Interesse am Know-How des Verbandes. „Das ist unverständlich“, sagt Weigeldt.

Ab April soll bei den Hausärzten geimpft werden – oder doch nicht? (Symbolbild)

Das Impfen bei den Hausärzten sei der einzige Weg, so Weigeldt weiter, große Teil der Bevölkerung zu impfen und dadurch den Kampf gegen das Coronavirus* zu gewinnen. Es bleibt daher abzuwarten, wie und wann die Impfungen in Deutschland vorangetrieben werden. Derweil hat die Bundesregierung eine beim vergangenen Corona-Gipfel* beschlossene Maßnahme bereits wieder gekippt: Die zusätzlichen Ruhetage für Ostern wurden zurückgenommen*. Die Kanzlerin entschuldigte sich für die Fehleinschätzung und bat um Verzeihung. (msl24* ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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