Corona

Impfungen für alle schon im Mai? So können sich Patienten um einen Termin kümmern

Es könnte ein weiterer, wichtiger Schritt im Kampf gegen das Coronavirus werden: Im Mai soll wohl die Impfpriorisierung fallen.

Die Impfkampagne in Deutschland schreitet allmählich voran. Bislang wurden knapp 21 Prozent der Bürger mindestens einmal geimpft, etwa sieben Prozent sind komplett gegen das Coronavirus immunisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hält weiter an ihrem Versprechen fest, bis Ende des Sommers jedem Deutschen ein Impfangebot unterbreiten zu wollen.

Bislang gilt weiterhin die Priorisierung beim Impfen, die nach bestimmten Gruppen eingeteilt ist. Doch diese könnte schon bald fallen. Wie die „Bild“ berichtet, könnte bereits Ende Mai jeder Bundesbürger ein Impfangebot erhalten. Dann soll nämlich die Impfpriorisierung aufgehoben werden.

ImpfungCoronavirus Sars-CoV-2
Bisher mindestens einmal geimpft17.932.380 Menschen (Stand: 22. April)
Komplett geimpft5.724.561 Menschen

Corona-Impfung für alle wohl schon ab Ende Mai

Dies will das Blatt aus Gesprächen der Bundesregierung und den Staatskanzleien der Länder erfahren haben. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) soll demnach bestätigt haben, dass die Impfpriorisierung vermutlich ab Ende Mai oder Anfang Juni aufgehoben werden könnte. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) äußerte sich jüngst dahingehend, dass die Priorisierung im Juni fallen soll. Darüber soll auch beim kommenden Impfgipfel am Montag (26. April) beraten werden.

Grund für die Aufhebung der Priorisierung ist die Tatsache, dass die deutschen Hausärzte im zweiten Quartal immer mehr Corona-Impfstoffe erhalten und eine Impfreihenfolge somit unnötig wird. Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands, betont gegenüber „Bild“, dass auf die Ärzte jetzt jede Menge Arbeit zukäme. Denn bald versuchen Millionen Bürger einen Impftermin zu ergattern.

So können sich Bürger um eine Corona-Impfung bemühen

Sich nur telefonisch um eine Corona-Impfung zu kümmern, sei für die Hausärzte logistisch nicht machbar. Daher empfiehlt Weigeldt, dass sich Patienten auch per E-Mail, SMS oder Whatsapp bei ihren Ärzten melden, um ihr Interesse für einen Impftermin zu bekunden. So könnten die Ärzte Termin für Termin abarbeiten. Ansonsten werde nach dem Prinzip „First come, first serve“ gehandelt. Neben den Ärzten werden auch weiterhin in den fünf Impzentren im Münsterland die Dosen verabreicht.

Ab Ende Mai können wohl alle Bürger einen Impftermin bekommen. (Symbolbild)

In Sachen Priorisierung des Impfstoffs von Astrazeneca hat NRW nun erklärt, dass diese wie gehabt beibehalten werden soll. Somit wird das Vakzin im bevölkerungsreichsten Bundesland weiterhin nur Menschen über 60 Jahren verabreicht. Zuvor hatten Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen die Beschränkung aufgehoben.

 

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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