Strengere Maßnahmen

Corona-Inzidenz knapp unter 200 – droht Kreis Warendorf ein eingeschränkter Bewegungsradius?

Die 7-Tages-Inzidenz liegt im Kreis Warendorf noch knapp unter 200. Sollten die Corona-Neuinfektionen ansteigen, drohen Ausgangssperren und ein Bewegungsradius.

Kreis Warendorf – Noch immer ist die Coronavirus-Lage im Kreis Warendorf angespannt. Die Zahl der Neuinfektionen ist nach wie vor hoch, am Sonntag liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 729. Allein am Samstag und Sonntag waren insgesamt 139 Neuinfektionen dazugekommen. Der 7-Tages-Inzidenzwert nähert sich dem kritischen Wert von 200 an, weswegen nun strengere Maßnahmen drohen, unter anderem ein Bewegungsradius, wie msl24.de* berichtet.

Kreis:Warendorf
Einwohner:277.840 (31. Dezember 2019)
Bundesland:NRW

Corona-Inzidenz knapp unter 200 – Ausgangssperren und Bewegungsradius als mögliche Maßnahmen

Ab einer 7-Tages-Inzidenz von 200 können Landkreise wie Warendorf neben den bereits geltenden Coronavirus-Regeln* noch strengere Maßnahmen ergreifen. Diese regelt das Land NRW in seiner Corona-Schutzverordnung, die zuletzt am 8. Januar in einer neuen Fassung veröffentlicht wurde und am 11. Januar (Montag) in Kraft tritt.

Konkret bedeutet dies: Übersteigt die Inzidenz den kritischen Wert von 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus* pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, kann ein Kreis oder eine Stadt zum Beispiel eine Ausgangssperre oder einen Bewegungsradius erlassen. Bei Letzterem dürften sich die Einwohner im Kreis Warendorf nur noch in einem Radius von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen.

Corona-Maßnahme: Bewegungsradius im Kreis Warendorf? Es sind Ausnahmen möglich

Dies ist jedoch kein Muss: Das Land NRW hat entschieden, dass ein Bewegungsradius als freiwillige Coronavirus-Maßnahme beschlossen werden kann, ebenso wie eine Ausgangssperre, die bislang nur in wenigen Kreisen erlassen wurde. Zudem gibt es Ausnahmen bei der Bewegungseinschränkung. Liegt ein triftiger Grund vor, dürfen sich Einwohner auch weiter von ihrem Wohnort entfernen. Dazu zählen zum Beispiel Lebensmitteleinkäufe, Arztbesuche oder der Weg zur Arbeit. So wäre auch im Kreis Warendorf noch ein Verlassen der Heimatstadt unter diesen Voraussetzungen erlaubt. Auch in Gütersloh (Ostwestfalen) könnte nun ein Bewegungsradius als Corona-Maßnahme drohen, nachdem gleichzeitig die Ausgangssperre wieder aufgehoben wurde.

Die aktuelle Corona-Lage im Kreis Warendorf

Im Kreis Warendorf liegt die 7-Tages-Inzidenz am Montag (11. Januar) laut Robert-Koch-Institut bei 191,1. Die meisten aktiven Coronavirus-Fälle wurden vom Kreis am Sonntag in Ahlen gemeldet (203 aktive Fälle), knapp gefolgt von Warendorf (123) und Beckum (93). Sieben Menschen starben am Wochenende in Zusammenhang mit Covid-19, damit steigt die Zahl der Toten seit Pandemie-Beginn auf 120. Die Inzidenz im Kreis Warendorf ist derzeit die höchste im Münsterland:

  • Münster: 81,5
  • Kreis Borken: 98,8
  • Kreis Coesfeld: 73,9
  • Kreis Steinfurt: 137,2
  • Kreis Warendorf: 191,1
In NRW wurden bisher keine Fälle der vermehrt in England aufgetretenen Coronavirus-Mutation festgestellt.

Es bleibt abzuwarten, ob auch im Kreis Warendorf zu drastischeren Mitteln gegriffen werden wird, um die Zahl der Neuinfektionen in den Griff zu bekommen – vor allem auch vor dem Hintergrund der jüngsten Coronavirus-Mutationen*. Nachdem diese erstmals in Großbritannien nachgewiesen worden war, war ein rasanter Anstieg der Fallzahlen in England und Irland zu beobachten. Über die neusten Entwicklungen für das gesamte Bundesland informieren wir Sie im Coronavirus-Newsticker für NRW. (*Msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Robert Michael / dpa

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