Öffnungsschritte

Außengastro, Tourismus, Freizeit: Wo im Münsterland die Corona-Regeln gelockert werden

Auf ein Kaltgetränk in den Biergarten oder wieder ins Open-Air-Kino gehen: Fast überall im Münsterland dürfen die Corona-Regeln in den kommenden Tagen gelockert werden. Passend zu Pfingsten kehrt das Leben zurück in die Region.

Münsterland – Der positive Bundestrend lässt sich derzeit auch im gesamten Münsterland beobachten: Überall sinken die Corona-Fallzahlen, die 7-Tage-Inzidenzen werden immer niedriger. Die kreisfreie Stadt Münster hat mit 35,5 am Freitag sogar den niedrigsten Wert in ganz NRW und liegt als einzige NRW-Stadt unter der 50er Inzidenz.

Doch auch die Landkreise im Münsterland sind fast alle unter der kritischen Inzidenz-Grenze von 100 und können die Bundes-Notbremse samt Ausgangssperren zurücknehmen und weitreichende Lockerungen durchführen. Erfahren Sie, wo und wann im Münsterland überall gelockert wird.

Region:Münsterland
Landkreise/kreisfreie Städte:Münster, Kreis Borken, Kreis Coesfeld, Kreis Steinfurt, Kreis Warendorf
Bundesland:NRW

Münster lockert ab Samstag Corona-Regeln

  • Stadt Münster
  • Aktuelle Inzidenz (14. Mai): 35,5
  • Start der Lockerungen: ab dem 15. Mai (Samstag)

Der Vorreiter in Sachen Niedriginzidenz ist erneut die Stadt Münster: Seit Wochen liegt die Zahl unter 100, seit Donnerstag (13. Mai) sogar unter 50. Eigentlich wollte die Domstadt in den kommenden Tagen mit mehreren Modellprojekten durchstarten – doch dann verkündete die NRW-Regierung einheitliche Lockerungen der Corona-Regeln.

Die Stadt musste also ihre Pläne anpassen und schnell regieren, denn mit Inkrafttreten der aktualisierten Corona-Schutzverordnung treten die Lockerungen bereits am Samstag (15. Mai) überall dort in Kraft, wo die Inzidenz bereits seit mindestens fünf Werktagen unter 100 liegt. Am Freitag (14. Mai) verkündete die Stadt nun, dass die meisten Bereiche auch schon am Samstag (14. Mai) öffnen werden. Bei msl24.de erfahren Sie, welche Corona-Lockerungen in Münster gelten.

Kreis Borken: Bundes-Notbremse tritt außer Kraft

  • Kreis Borken
  • Aktuelle Inzidenz (14. Mai): 78,7
  • Start der Lockerungen: ab dem 16. Mai (Sonntag)

Die Entwicklung im Kreis Borken verläuft ebenfalls positiv: Auch hier liegt die 7-Tage-Inzidenz bereits seit fünf Werktagen unter 100, somit kann die Bundes-Notbremse samt Ausgangssperre wieder zurückgenommen werden. Mehr noch: Ab Sonntag (16. Mai) gilt im Kreisgebiet die erste Stufe des Zweistufenplans des Landes NRW.

Ebenso wie in Münster darf im Kreis Borken die Außengastronomie wieder öffnen, private touristische Übernachtungen sind wieder erlaubt und auch Veranstaltungen mit bis zu 500 Menschen unter freiem Himmel sind wieder zulässig. Somit stünde beispielsweise einem kleinen Konzert oder einem Open-Air-Kino nichts im Wege. Welche Corona-Lockerungen im Kreis Borken genau gelten, lesen Sie bei msl24.de.

Kreis Coesfeld: Modellregion hat bereits weitgehende Lockerungen

  • Kreis Coesfeld
  • Aktuelle Inzidenz (14. Mai): 53,5
  • Start der Lockerungen: ab dem 15. Mai (Samstag)

Der Kreis Coesfeld war der einzige der ausgewählten Kreise im Münsterland, der schon Anfang Mai tatsächlich als Modellregion öffnete. Dies ermöglichte den Einwohnern sogar, ins Fitnessstudio oder ins Schwimmbad zu gehen. Die Öffnungen der Fitnessstudios in Münster könnte ebenfalls bald anstehen, denn die 7-Tage-Inzidenz liegt hier bereits seit dem 13. Mai unter 50.

Durch die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW dürfen im Kreis Coesfeld weitere Öffnungen durchgeführt werden. Dies soll allerdings den Modellversuch nicht beeinträchtigen. „Wir wollen das Kernziel des Wirtschaftsministeriums, Öffnungsschritte mit dem Ausbau der Digitalisierung und einer wissenschaftlichen Begleitung zu kombinieren, weiter fördern – trotz der jüngsten allgemeinen Lockerungen“, sagte Landrat Christian Schulze Pellengahr (CDU) zu der neusten Entwicklung.

Daher solle in Absprache mit den Kommunen und dem Ministerium beispielsweise auch eine Befragung der Teilnehmenden im Kreis Coesfeld fortgesetzt werden. Nach ersten Erkenntnissen soll sich im Rahmen der Modellprojekte bisher noch niemand mit dem Coronavirus infiziert haben, wie der Kreis am Freitag (14. Mai) mitteilt. „Das ist ein erfreuliches Indiz dafür, dass die Zugangsvoraussetzungen, aber auch die Kontakt- und Hygienekonzepte der Veranstalter wirksam sind“, schlussfolgert Schulze Pellengahr.

Kreis Steinfurt: Inzidenz nur noch knapp über 100 – Lockerungen müssen noch warten

  • Kreis Steinfurt
  • Aktuelle Inzidenz (14. Mai): 100,6
  • Start der Lockerungen: bislang noch keine Lockerungen

Als einziger Kreis im Münsterland darf der Kreis Steinfurt in den kommenden Tagen noch nicht die Corona-Maßnahmen lockern. Allerdings dürften die Öffnungen nicht mehr allzu fern liegen: Am Freitag liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut bei 100.6. Sobald der Wert fünf Werktage in Folge unter 100 liegt, dürfen auch hier Außengastronomie und Kulturbereiche geöffnet werden.

Ab Samstag (15. Mai) darf in NRW die Außengastronomie wieder öffnen. Dafür muss die Inzidenz der jeweiligen Kommune stabil unter 100 liegen. (Symbolbild)

Kreis Warendorf beendet Notbremse und lockert Corona-Regeln

  • Kreis Warendorf
  • Aktuelle Inzidenz (14. Mai): 75,6
  • Start der Lockerungen: ab dem 17. Mai (Montag)

Anders sieht es dagegen im Kreis Warendorf aus: In den vergangenen Wochen hatte der Landkreis bei der Inzidenz beinahe die 200 geknackt. Der Spitzenwert der dritten Welle lag am 24. April bei 186,1. Danach ging es steil bergab – und nun darf geöffnet werden: Ab Montag entfällt die Bundesnotbremse samt Ausgangssperren, stattdessen dürfen Außengastronomie und der gesamte Einzelhandel wieder öffnen. Bei msl24.de erhalten sie alle weiteren Informationen zu den Corona-Lockerungen im Kreis Warendorf.

Corona-Lockerungen im Münsterland: Testpflicht für die meisten Bereiche

Die Lockerungen der meisten Bereiche, zum Beispiel der Außengastronomie, Minigolfanlagen, Veranstaltungen, im Einzelhandel oder in Museen, haben jedoch eine klare Regel: Zugang bekommen nur doppelt Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete. Für jede der drei Varianten muss auch ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden.

Dies kann für Geimpfte der Impfpass sein (die Zweitimpfung muss mindestens 14 Tage zurückliegen). Für Genesene kann der Nachweis in Form eines Attest des Gesundheitsamtes oder eines positiven PCR-Tests erfolgen. Eine vorherige Infektion mit dem Coronavirus muss jedoch auskuriert sein, darf nicht länger als sechs Monate zurückliegen und muss mittels PCR-Test nachgewiesen worden sein. Liegt die Infektion mehr als sechs Monate zurück, muss ein negativer Test vorgelegt werden – außer, die Person hat zusätzlich eine Erstimpfung bekommen, die mindestens 14 Tage zurückliegt.

Für Getestete muss das negative Testergebnis vorliegen. Das Ergebnis muss mittlerweile nicht mehr vom selben Tag stammen, sondern darf bis zu 48 Stunden zurückliegen. Bei körpernahen Dienstleistungen wie zum Beispiel in Tattoostudios ist kein negativer Test nötig – außer, der/die KundIn ist durch ein Attest von der Maskenpflicht befreit, dann ist eine vorherige Testung erforderlich.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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