Variante in der Bretagne

Neue Corona-Mutation aufgetaucht – sie wird vom PCR-Test nicht entdeckt

Frankreichs Gesundheitsbehörden schlagen Alarm: In der Bretagne wurde eine neue Corona-Mutation festgestellt. Die daran verstorbenen Patienten wurden zuvor jedoch negativ getestet.

Lannion  – Im Kampf gegen die Pandemie werden vor allem die Corona-Mutationen* zu einer Gefahr. Die britische Variante breitet sich seit einiger Zeit auch in Deutschland aus und betrifft mittlerweile über die Hälfte aller Infektionen. Ähnlich wie die Mutation aus Südafrika, ist sie ansteckender. Eine neue Bedrohungslage gibt es jetzt jedoch im Westen Frankreichs, wie msl24.de* berichtet.

Die Bretagne verzeichnete seit Beginn der Coronavirus-Pandemie* vergleichsweise wenig Infektionen. Dies hat sich nun schlagartig geändert. Der Grund: In Lannion, einer Gemeinde der Bretagne, wurde eine neue Mutation entdeckt. Acht Covid-19-Patienten sind daran mittlerweile verstorben. Sie alle wurden mit corona-typischen Symptomen in Krankenhäuser eingeliefert. Doch der bei ihnen zuvor durchgeführte PCR-Test verlief negativ.

VirusCoronavirus Sars-CoV-2
Bestätigte Fälle in Deutschland2.594.764
Bestätigte Todesfälle in Deutschland73.905

Corona-Mutation aus der Bretagne: PCR-Tests schlagen nicht an

Mittlerweile wurde bei 78 Personen in der Region die neue „bretonische Variante“ entdeckt. Nachdem der PCR-Test bei den betroffenen Personen nicht angeschlagen war, wurde eine weitere Blutuntersuchung sowie Abstriche aus dem Rachenraum vorgenommen. Erst danach konnte eine Coronavirus-Infektion festgestellt werden.

Das französische Gesundheitsministerium stufte die neue Corona-Mutation als „variant under investigation“ ein – sie wird also derzeit genauer bewacht. Erste Analysen hatte noch nicht ergeben, dass diese Variante ansteckender oder gar tödlicher als der Urtyp von Sars-CoV-2 sei. Mutationen wie die britische, südafrikanische oder brasilianische werden als „variant of concern“ geführt. Dort ist erwiesen, dass sie ein höheres Infektionsrisiko mit sich bringen.

Neue bretonische Corona-Mutation wird untersucht

„Es wird untersucht, wie diese Variante auf die bekannten Impfstoffe und auf Antikörper reagiert, die nach zuvor durchlaufener Covid-19-Infektion produziert wurden“, teilte die französische Gesundheitsbehörde zur „bretonischen Variante“ mit. Derweil steigen auch in Deutschland die Corona-Zahlen wieder sprunghaft an. Der zuletzt etwas gelockerte Lockdown könnte daher bald verlängert werden*.

In Frankreich macht eine neue Corona-Mutation Sorge. (Symbolbild)

Die Inzidenz in Deutschland liegt mittlerweile wieder bei über 80. Zu allem Überfluss wurde nun die Impfung mit dem Impfstoff Astrazeneca vorerst gestoppt*. Bund und Länder einigten sich aufgrund dessen darauf, den für Mittwoch (17. März) geplanten Corona-Gipfel zu verschieben. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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