Covid-19-Krise

Deutsche Bahn reagiert auf Coronavirus: Geänderter Fahrplan für Busse

In vielen Städten Deutschlands und im Münsterland herrscht wegen des Coronavirus Leere auf den Straßen. Davon betroffen ist auch der Bahnverkehr. Nun reagiert die Deutsche Bahn.

  • Das Coronavirus breitet sich weiter aus.
  • Die Deutsche Bahn will als Maßnahme den Verkehr einschränken.
  • Der Fernverkehr ist davon jedoch nicht betroffen.

Update: 17. März. Die Deutsche Bahn reagiert nun offiziell auf die Coronavirus-Krise. Das Unternehmen gab bekannt, dass ab Mittwoch (18. März) in NRW der Ferienfahrplan für sämtliche DB-Busse gilt. Betroffen davon sind auch die Westfalenbusse im Münsterland.

Zudem teilte die Deutsche Bahn mit, dass aufgrund der Coronavirus-Pandemie alle Busse nur noch im hinteren Bereich ihre Türen öffnen. "Die Sitzreihen direkt hinter dem Fahrersitz bleiben frei und werden nun abgesperrt", heißt es weiter. In den Bussen werden ab sofort auch keine Fahrscheine mehr verkauft. Des Weiteren wird im gesamten Kreis Borken der Nachtbusverkehr auf der Linie N20/N51 eingestellt.

Coronavirus: Weniger Züge der Deutschen Bahn

Erstmeldung: 16. März. Münsterland – Wegen der derzeit hohen Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus Sars-CoV-2 meiden viele Menschen in Deutschland den Bahn- und Busverkehr. Stattdessen nutzen sie ihr Auto oder bleiben ganz zu Hause. Die Deutsche Bahn reagiert nun wohl auf die sinkende Anzahl ihrer Fahrgäste.

Das Unternehmen soll nun ankündigen, seinen Regionalverkehr wegen des Coronavirus stark einzuschränken. Wie der "Spiegel" berichtet, soll der neue Fahrplan ab Dienstag (17. März) oder Mittwoch (18. März) gelten. "Wir wollen auf eine solche Situation gut vorbereitet sein, damit wir auch unter diesen schwierigen Umständen einen kalkulierbaren und stabilen Service anbieten können", wird ein Bahnsprecher zitiert. Zudem soll die Ticketkontrolle in den Zügen ausfallen.

Auf welchen Strecken der Regionalverkehr eingedämmt werden soll und welche Bereiche des Münsterlandes davon betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Den Spiegel-Bericht dementierte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zunächst. Es wird jedoch erwartet, dass viele Mitarbeiter der Deutschen Bahn aufgrund der Schulschließungen als Maßnahme gegen das Coronavirus zu Hause bleiben werden.

Maßnahme gegen Coronavirus: Deutsche Bahn führt neue Regelungen ein 

Von der Maßnahme nicht betroffen soll hingegen der Fernverkehr sein. Dieser werde wie gewohnt planmäßig durchs Land rollen. Ob auch die Eurobahn ihren Fahrplan ändert, ist nicht bekannt. Die Zahl der Infektionen durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ist in Münster deutlich angestiegen. Als Reaktion darauf wurden mittlerweile alle öffentlichen Einrichtungen in der Stadt bis auf Weiteres geschlossen, um die Anzahl der Covid-19-Erkrankungen einzudämmen.

Die Deutsche Bahn hat zudem neue Kulanzregelungen für Bahnreisende eingeführt. So können Kunden, die ihre Reise aufgrund der derzeitigen Lage rund um das Coronavirus nicht antreten können, ihr Bahnticket in einen Reisegutschein im Wert ihres Tickets umwandeln. Dies gelte für alle (Super-) Sparpreise bis einschließlich 30. April. Wer seine Reise hingegen verschieben möchte, kann seine Fahrkarte bis zum 30. Juni flexibel nutzen. Einen Lichtblick gibt es in der aktuellen Woche jedoch: Durch den Frühlingsanfang ist das Wetter im Münsterland trotz des Coronavirus gut. So sollten Sie sich an der frischen Luft verhalten.

Am Sonntag (15. März) gab die Bundesregierung zudem bekannt, zur Eindämmung des Coronavirus die Landesgrenzen zu fünf Nachbarländern zu schließen. Der Warenverkehr soll davon jedoch nicht betroffen sein. Die neue Regelung soll auch für Pendler ohne Folgen bleiben. 

Am Montag (16. März) hat die NRW-Landesregierung weitere Maßnahmen getroffen: So wird das öffentliche Leben noch weiter eingeschränkt, um das Coronavirus auch im Münsterland einzudämmen. Nun wurden weitere Maßnahmen in der Domstadt getroffen. Die Stadt Münster will Geschäfte und Gaststätten wegen des Coronavirus komplett schließen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Roland Weihrauch/dpa

Auch interessant

Kommentare