Covid-19

Newsticker: Coronavirus – NRW schließt Schulen und Kitas – auch Hochschulen betroffen

Um die Ausbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen (NRW) zu verlangsamen, werden nun auch die Schulen geschlossen. Alles zur aktuellen Lage im Münsterland.

  • Seit Dezember 2019 grassiert der Coronavirus.
  • Über 3000 Menschen sind in Deutschland bereits infiziert (Stand: 13. März).
  • Jetzt sollen die Schulen im Münsterland und ganz NRW geschlossen werden.

+++ Artikel zur Schließung der Schulen und Kitas in NRW aktualisieren +++

Update: 13. März, 15.21 Uhr. Nach dem Saarland, Bayern und weiteren Bundesländern schließt nun wegen des Coronavirus auch NRW alle Schulen und Kitas. Die Regelung trifft ab Montag (16. März) in Kraft und zunächst bis zum 19. April gelten. Danach soll die Lage neu bewertet werden, gab NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag bekannt. 

Die Regelung sei notwendig, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Sie betrifft in NRW rund 5.500 Schulen und etwa 2,5 Millionen Schüler. Insgesamt bedeutet dies fünf schulfreie Wochen. Auch die Universitäten und Hochschulen sind betroffen: Der Vorlesungsbeginn des Sommersemesters wird ebenfalls verschoben und beginnt am 20. April.

Angesichts der Schließung von Schulen und Kitas in NRW sei es nun wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler weiterhin betreut würden. In diesem Zusammenhang riet Laschet dringend davon ab, dass die Großeltern nun zur Beaufsichtigung ihrer Enkelkinder herangezogen würden. Denn gerade ältere Menschen sind besonders durch den Coronavirus gefährdet. Die Lehrer werden zudem nicht vom Dienst befreit. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) erklärte zum aktuellen Entschluss der NRW-Landesregierung:

"Die Landesregierung hat heute einen für den Alltag vieler Familien bedeutsamen Entschluss gefasst. Die Einstellung des Unterrichtsbetriebs ist eine weitreichende Entscheidung nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, sondern vor allem für die Eltern sowie für unsere Lehrkräfte und Schulleitungen. Dieser Schritt ist nach derzeitigen Erkenntnissen richtig und angemessen. Durch diese Vorsichtsmaßnahme soll ein weiterer Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus geleistet werden."

Zudem, so Gebauer, werde ein "verlässliches Betreuungsangebot für Kinder von Eltern" sichergestellt, die zum Beispiel im Gesundheitssystem tätig sind. Sie werden angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus derzeit dringend gebraucht. "Dadurch soll die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems im Besonderen sowie weiterer Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge erhalten und unterstützt werden." Wir berichten weiter.

NRW schließt Schulen und Kitas wegen des Cornonavirus

Update: 13. März, 14.42 Uhr. Es ist offiziell: Ab Montag (16. März) werden die Schulen und Kitas in NRW geschlossen. Sie sollen es bis zum 19. April auch bleiben, bis zum Ende der Osterferien. Dies gab Ministerpräsident Laschet nun bekannt. Danach soll die Lage angesichts der Ausbreitung des Coronavirus neu ausgewertet werden. Die Osterferien werden damit vorgezogen – nicht jedoch für die Lehrer: Sie sind nicht vom Dienst befreit. 

Laschet appelliert während seiner Ansprache immer wieder an die Bürger und ruft sie zur Zusammenarbeit auf. Es werde angesichts der Gefahr durch den Coronavirus nicht einfach werden, so Laschet. Wir alle müssten Opfer bringen. So sollten die Bürger nun weitestgehend auf soziale Kontakte verzichten. Doch mit dem Rückzug in die eigenen vier Wände dürfe kein Rückzug der Menschlichkeit einhergehen, mahnt Laschet und betont: "Solidarität ist die Stärke Nordrhein-Westfalens".

Update: 13. März, 14.28 Uhr. Die Pressekonferenz von Ministerpräsident Armin Laschet steht kurz bevor. Dann soll laut Medienberichten offiziell bestätigt werden, dass Schulen und Kitas in ganz NRW wegen des Coronavirus geschlossen werden. Vermutlich soll dieser Erlass am Montag oder Mittwoch in Kraft treten. 

Eilmeldung: Schulen und Kitas sollen wegen Coronavirus geschlossen werden

Erstmeldung: 13. März, 13.45 Uhr. NRW/Münsterland – Es war eine Frage der Zeit. Nachdem in NRW durch die Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bereits Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern wegen des Coronavirus per Erlass verboten wurden, sollen nun auch die Schulen und Kitas betroffen sein. Auch in Münster und den Kreisen Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf müssen nun wohl Eltern und Schüler umplanen.

Die Landesregierung beriet sich am Freitagmittag in einer Sonder-Kabinettssitzung. Laut NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) solle es dabei um eine mögliche Schließung der Schulen und Kitas wegen des Coronavirus gegangen sein, wie sie dem WDR gegenüber ankündigte. Nun berichten mehrere Medien darüber, dass die Schließung von Schulen und Kitas in NRW feststehe, unter anderem der Nachrichtendienst dpa. Um 14.30 Uhr wird sich Ministerpräsident Laschet in einer Pressekonferenz offiziell dazu äußern.

NRW ist das 9. Bundesland, das wegen Coronavirus Schulen und Kitas schließt

Zuerst hatte das Saarland Maßnahmen ergriffen und Schulen und Kitas geschlossen. Gerade die Nähe zu den Nachbarländern Luxemburg und Frankreich sei ein entscheidender Faktor im Schutz vor dem Coronavirus gewesen, sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Dann reagierte auch Bayern: Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ankündigte, werden Kitas und Schulen bis zum Ende der Osterferien zu bleiben.

Im Anschluss zogen Berlin, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein nach und beschloss, Schulen und Kitas wegen des Coronavirus zu schließen. Mecklenburg-Vorpommern erließ einen solchen Beschluss nicht für das gesamte Bundesland, sondern nur für Rostock und den Landkreis Ludwigslust-Parchim. Nun schloss sich auch NRW an.

Coronavirus im Münsterland: Die Lage in Münster (NRW)

Den ersten am Coronavoris Infizierten meldete Münster (NRW) am 4. März. Seitdem stieg die Zahl der positiven Testergebnisse an. Bereits mehrere Kitas und Schulen wurden geschlossen, da an Covid-19 Erkrankte Kontakt mit den Einrichtungen gehabt hatten. Zudem wurden entsprechend des Erlasses viele Großveranstaltungen in Münster zum Schutz vor dem Coronavirus abgesagt. So auch der Frühjahrssend, der am 14. März starten sollte.

Coronavirus im Münsterland: Die Lage in den Kreisen Borken und Coesfeld (NRW)

Am 5. März (Donnerstag) gab es die erste Coronavirus-Meldung aus dem Kreis Borken (NRW): Eine junge Frau aus Bocholt wurde positiv an den Coronavirus getestet. Auch eine Familie aus Ahaus erkrankte an Covid-19. Seitdem ist die Zahl auf 19 Fälle angestiegen. 

Einen Tag zuvor, am 4. März, gab auch der Kreis Coesfeld (NRW) seinen ersten bestätigten Coronavirus-Fall bekannt. In den Tagen danach stieg die Zahl der Infizierten stark an. Mittlerweile sind 33 Fälle von Covid-19-Erkrankungen bekannt.

Coronavirus im Münsterland: Die Lage in den Kreisen Steinfurt und Warendorf (NRW)

Ein paar Tage später, am 7. März, gab der Kreis Steinfurt (NRW) bekannt, dass ein Lehrer positiv auf den Coronavirus getestet wurde. Es folgte eine Quarantäne für die 106 Schüler, mit denen er gemeinsam eine Schulfreizeit in Südtirol verbracht hatte. Seitdem infizierten sich weitere Menschen, vor allem auch Schüler. Der Kreis schloss deswegen bereits vorsorglich sechs Schulen.

Am selben Tag gab es auch den ersten positiven Test auf den Coronavirus aus dem Kreis Warendorf (NRW). Auch hier wurde später unter anderem für 60 Schüler eine häusliche Quarantäne angeordnet. Die Zahl der Infizierten ist mit 14 bestätigten Infektionen bisher die niedrigste im Münsterland. Auf msl24.de erfahren Sie aktuell, wie viele Menschen im Münsterland positiv auf den Coronavirus getestet wurden.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: Julian Stratenschulte/picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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