Coronavirus-Krise

Mann will trotz Coronavirus schwimmen – und bricht in Hallenbad ein

Schwimmen verboten: Wegen des Coronavirus hat derzeit auch das Hallenbad in Rhede (Kreis Borken) geschlossen. Doch ein 28-Jähriger wollte nicht auf seine Bahnen verzichten.

  • Das Hallenbad in Rhede ist derzeit wegen des Coronavirus geschlossen.
  • Dennoch wollte ein 28-Jähriger aus dem Kreis Borken schwimmen. 
  • Die Polizei musste ihn aus dem Becken fischen. 

Rhede – Das Coronavirus bringt viele Menschen auf ungewöhnliche Ideen. Aufgrund der empfohlenen sozialen Distanzierung verbringen die Bewohner des Kreises Borken einen Großteil ihrer Zeit isoliert Zuhause. Einem 28-Jährigen ist dort jedoch scheinbar die Decke auf den Kopf gefallen. 

Kreis Borken: 28-Jähriger bricht trotz Coronavirus in Hallenbad ein

Er brach am Donnerstag (19. März) in das Hallenbad in Rhede ein. Dazu schlug der Mann aus dem Kreis Borken um 16.10 Uhr ein Fenster mit dem Hammer ein. Dann stieg er in das Becken. Jedoch blieb der 28-Jährige aus dem Kreis Borken nicht unbemerkt: Ein Mitarbeiter der Stadt entdeckte den Einbruch und stellte den Schwimmer zur Rede. Wegen der aktuellen Epidemie ist das Bad, wie viele andere Freizeiteinrichtungen auch, geschlossen. Ende der Woche waren bereits 181 Fälle des Coronavirus im Kreis Borken bestätigt

Doch der 28-Jährige wollte sich nicht von seinem Tun abbringen lassen: Als die Polizei kurz darauf im Hallenbad in Rhede (Kreis Borken) eintraf, zog der Mann immer noch "seelenruhig" seine Bahnen, wie die Beamten berichten. Auch als sie ihm erklärten, dass sein Handeln wegen des Coronavirus nicht erlaubt sei, zeigte er keine Reaktion. Schließlich mussten die Uniformierten den Uneinsichtigen aus dem Becken holen. Erst vor einigen Monaten war es an gleicher Stelle zu einem anderen Einbruch gekommen: Der Einsatz im Hallenbad in Rhede (Kreis Borken) hatte jedoch einen traurigen Hintergrund.

Einsatz im Hallenbad im Kreis Borken: 28-Jähriger verletzt Polizisten

Bei dem Versuch, den Mann aus dem Schwimmbad zu holen, wehrte der 28-Jährige sich heftig. Dabei verletzte er die beiden Polizisten leicht. Sie konnten ihren Dienst jedoch ohne Einschränkungen fortsetzen. Der Mann wurde nach seiner Ingewahrsamnahme in Rhede auf die Wache in Borken gebracht, um weitere Straftaten zu vermeiden. Derweil könnten sich die Maßnahmen aufgrund der Epidemie noch verschärfen: Eine Ausgangssperre für Münster und Umgebung könnte aufgrund des Coronavirus in den kommenden Tagen beschlossen werden

Die Ausgangssperre ist zwar vom Tisch, doch es wurde ein Kontaktverbot angeordnet. Bei Nichteinhaltung der Regel drohen in Zeiten der Coronavirus-Krise harte Strafen. Den Ernst der Lage scheinen manche Personen nicht begriffen zu haben: Ein möglicher Coronavirus-Infizierter hustete in Greven während einer Corona-Party einen Polizisten an.

Zum Schutz vor Covid-19 tragen immer mehr Menschen Einmalhandschuhe. Doch Mediziner raten davon ab und warnen vor dem angeblichen Coronavirus-Schutz.

Rubriklistenbild: © Pixabay

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare