Covid-19

Coronavirus: Videochat – das sind die besten Apps und Programme

Zuhause bleiben heißt in Coronavirus-Zeiten die Devise. Doch per Videochat sind die Liebsten dann doch nicht so fern. Wir stellen die besten Apps und Programme dafür vor.

  • Seit Wochen breitet sich das Coronavirus in Deutschland immer weiter aus.
  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle im Münsterland liegt bereits über 1800.
  • Verschiedene Videochats ermöglichen es, Freunde und Verwandte während der Quarantäne zu sehen.

Münsterland – Das Coronavirus grassiert in Deutschland, immer mehr Infektionsfälle werden gemeldet. Das hat deutliche Auswirkungen auf den Alltag der Bevölkerung: Soziale Distanzierung ist angesagt, die Menschen sollen möglichst zuhause bleiben. Zudem dürfen wegen der hohen Ansteckungsgefahr auch Kinder nicht mehr zu ihren Großeltern. Doch mithilfe von Videochat und Videotelefonie kann man sich doch wieder regelmäßig zu Gesicht bekommen. Wir stellen die besten Apps und Programme dafür vor.

Videochat wegen Coronavirus: WhatsApp – für Kinder und Großeltern

Ein ganz praktischer Vorschlag, denn so gut wie jeder hat es sowieso bereits auf dem Handy installiert: Mit WhatsApp lassen sich nicht nur Fotos sowie Text- und Sprachnachrichten verschicken, sondern auch Videoanrufe tätigen. 

Doch nicht nur zwei Personen können mit WhatsApp einen Videochat abhalten: Bis zu vier Personen können zu einer Videokonferenz eingeladen werden. Nachteil: Nicht jeder möchte WhatsApp nutzen, da es bei der App Sicherheitsbedenken gibt.

Videochat wegen Coronavirus: Facetime – nur für Apple-Nutzer

Wer ein iPhone besitzt, kann nicht nur zu Corona-Zeiten für einen Videochat auch auf Facetime zurückgreifen. Damit sind Videoanrufe möglich, bei der bis zu 34 Menschen teilnehmen können. Zudem gibt es sogar Filter, die für zusätzlichen Spaß sorgen.

Zwar ist Facetime eine gute Möglichkeit, um sich in einem Videochat zu hören und zu sehen. Doch dafür müssen alle, die teilnehmen möchten, ein Gerät von Apple dafür nutzen, also ein iPhone oder iPad zum Beispiel.

Videochat wegen Coronavirus: Zoom – zum Spaß und für die Arbeit

Eine Alternative zu WhatsApp und Facetime stellt Zoom dar: Seit der Coronavirus-Krise gewinnt die App aus den USA weltweit an Bekanntheit und Popularität. Sie bietet Videochats für bis zu 100 Teilnehmer an und wird auch in der Arbeitswelt für Konferenzen und Präsentationen genutzt.

Es gibt eine Gratis-Version, bei der allerdings Videochats auf 40 Minuten begrenzt sind. Zudem wurde Zoom bereits wegen Verstößen gegen den Datenschutz kritisiert. Die App übermittele zum Beispiel personenbezogene Daten an Facebook, auch wenn sich Nutzer gar nicht mit ihrem Facebook-Account einloggen (was optional möglich ist).

Videochat wegen Coronavirus: Houseparty – zum Leute kennenlernen

Vielen ist die Video-App Houseparty vielleicht kein Begriff, es gibt sie allerdings schon seit einigen Jahren. Dabei unterscheidet sie sich erheblich von den bisher vorgestellten Apps, denn: User chatten nicht nur mit Freunden aus der eigenen Kontaktliste, sondern können auch neue Menschen kennenlernen.

Denn auch Freunde von Freunden können einen Videochat mit dem User starten – und plötzlich befindet man sich in einem neuen Gespräch. Zudem können sich auch andere in den Videochat mit einklinken. Es ist somit tatsächlich mit einer Party zu vergleichen, bei der sich plötzlich Gesprächsgrüppchen bilden und neue Kontakte geknüpft werden. Gerade wegen der Gefahr durch das Coronavirus eine gute Alternative.

Videochat wegen Coronavirus: Skype – der Klassiker

Zu Zeiten des Coronavirus wird zudem ein wahrer Klassiker wiederbelebt: Skype. Denjenigen, die das Programm kennen, dürfte beim Lesen des Namens direkt das markante Startgeräusch in den Ohren klingen, das beim Öffnen eines Videochats ertönt.

Seit 2006 können über das Chat-Programm von Microsoft Videochats abgehalten werden, bis zu 50 Personen können daran teilnehmen. Zudem ist der Bildschirm teilbar – praktisch für Arbeits-Chats. Der Nachteil: Wer Skype nutzen möchte, muss sich einen Account anlegen.

Da der Coronavirus das öffentliche Leben einschränkt, erleben alte Videochat-Programme wie Skype wieder mehr Aufmerksamkeit.

Videochat wegen Coronavirus: Google Hangouts & Microsoft Teams für die Arbeit

Einen Videochat, der während der Coronavirus-Zeit für die Arbeit abgehalten werden soll, bietet sich auch Google Hangouts an. Der Google-Dienst erlaubt Videokonferenzen mit bis zu zehn Teilnehmern. Hangouts läuft auf dem Rechner, aber auch auf Android- und iOS-Smartphones. Nachteil: Teilnehmer benötigen ein Google-Konto.

Eine Alternative dazu ist Microsoft Teams. Es ist die Alternative zu "Skype for Business" und bietet unter anderem HD-Video-Telefonie mit bis zu 300 Teilnehmern, gemeinsam genutzte OneNote-Notizbücher und Dateiablagen via SharePoint sowie gemeinsame Terminplanung, verknüpft über den Outlook-Kalender. Die Nutzung ist kostenlos, es ist jedoch eine Anmeldung mit E-Mail-Adresse nötig.

Videochat wegen Coronavirus: MEET aus München

Zuletzt sei MEET erwähnt: Es handelt sich dabei um einen Videochat-Dienst, den die Initiative Freifunk München aktuell ins Leben gerufen hat. Das Besondere: Der Dienst ist kostenlos, einfach und wird über den eigenen Browser genutzt. Zudem können bis zu 3000 Menschen miteinander sprechen – zum Beispiel in 100 Gruppen mit je 30 Teilnehmern. Also auch für Schulen (nicht nur in Zeiten von Corona) eine mögliche Alternative.

Zum Schutz vor Covid-19 tragen immer mehr Menschen Einmalhandschuhe. Doch Mediziner raten davon ab und warnen vor dem angeblichen Coronavirus-Schutz.

Rubriklistenbild: © Fotomontage: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/pexels

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