Missbrauch in Dülmen

Eigenen Neffen mehrfach vergewaltigt: 45-Jähriger muss ins Gefängnis

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Ein 45-Jähriger hatte seinen Neffen in einem Hotel missbraucht. Jetzt wurde er verurteilt. (Symbolbild)

Er war bereits wegen Sexualdelikten vorbestraft – und vergewaltigte dann seinen Neffen. Ein 45-Jähriger wurde vom Landgericht Münster verurteilt. Der Richter ersparte ihm jedoch einen längeren Haftaufenthalt.

  • Prozess am Landgericht Münster
  • 48-Jähriger missbrauchte seinen Neffen in Dülmen
  • Urteil gegen Angeklagten gefallen

Dülmen/Münster – Nachdem die Polizei am Tatort erschien, versuchte der Täter über das Hoteldach zu fliehen. Doch er konnte letztlich gefasst werden. Im vergangenen Mai wurde ein 45-Jähriger festgenommen. Zuvor ging ein Hilferuf bei den Beamten ein.

Der Anruf stammte vom Neffen des 45-Jährigen, der in einem Hotel in Dülmen von seinem Onkel mehrfach vergewaltigt wurde. Der Täter wurde erst wenige Wochen zuvor aus dem Gefängnis entlassen – dort saß er ebenfalls wegen mehrerer Sexualdelikte ein. Nach seiner Haftentlassung nahm er an einem Programm für rückfällige Sexualstraftäter teil. Nur wenige Wochen später kam es dann zum Übergriff im Hotel. 

In einem anderen Fall wurde nun ein Urteil gesprochen: Der Sänger "Jizzo", der in Münster fünf Kinder missbraucht hatte, muss nun für mehrere Jahre in Haft.

Prozess am Landgericht: 48-Jähriger nach Missbrauch in Dülmen verurteilt

Gegen den 45-Jährigen kam es nun zum Verfahren vor dem Landgericht, wo derzeit auch der Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs in Münster behandelt wird. Der Angeklagte gab zu, seinen Neffen gezwungen zu haben, sich von ihm in Dülmen missbrauchen zu lassen. Dabei soll er den 28-Jährigen auch mehrfach geschlagen haben. 

Der Angeklagte wurde letztlich zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt – mit anschließender zweieinhalbjähriger Entzugstherapie. In die Gesamtstrafe floss auch ein Raubüberfall auf eine Tankstelle ein, den der Mann wenige Tage vor dem Missbrauch im Hotel in Dülmen begangen hatte.

Im Hotel vergewaltigt: Richter verzichtet auf Sicherheitsverwahrung

Der Richter verzichtete in seinem Urteilsspruch darauf, den Mann nach den sechseinhalb Jahren in eine anschließende Sicherheitsverwahrung zu stecken, wie die DZ berichtet. Von dem Verurteilten, der die Tat in Dülmen vor Gericht eingestanden hatte, gehe keine Gefahr für die Allgemeinheit aus, hieß es. 

Ein weiterer aufsehenerregender Prozess begann in dieser Woche. Ein Mann hat in Gescher einen Bekannten mit 15 Messerstichen getötet. Der Tat ging vermutlich ein Streit voraus.

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