Polizei ermittelt nach Vorfall bei Dülmen

Beinahe-Unfall auf A43: Autofahrer bremst Rettungswagen mehrmals aus

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Ein Rettungswagen wurde auf der A43 von einem Fahrer ausgebremst. (Symbolbild)

Ein Rettungswagen war auf der A43 unterwegs zu einem Notfall. Mit Blaulicht und Martinshorn fuhren die Einsatzkräfte auf der Autobahn bei Dülmen entlang, als plötzlich ein Autofahrer die Notärzte ausbremste.

Dülmen – Eine dreiste und lebensgefährliche Aktion leistete sich ein Autofahrer auf der A43. Am Mittwoch (21. Juli) fuhr ein Rettungswagen die A43 in Richtung Ruhrgebiet entlang. Die Einsatzkräfte waren zuvor zu einem internistischen Notfall nach Dülmen gerufen worden.

Zwischen den Anschlussstellen Nottuln und Dülmen-Nord wurde der Krankenwagen plötzlich von einem vorausfahrenden Kastenwagen ausgebremst. Der unbekannte Mercedes-Fahrer stoppte seine zügige Fahrt auf der A43, obwohl der Rettungswagen hinter ihm mit Martinshorn und Blaulicht fuhr. Auch durch die Lichthupe ließ sich der Fahrer nicht abbringen und ließ die Einsatzkräfte nicht vorbei.

A43 bei Dülmen: Mercedes-Fahrer sorgt beinahe für Unfall

Im Gegenteil: Der Unbekannte fuhr immer langsamer. Erst knapp einen Kilometer vor Dülmen-Nord wechselte der Fahrer auf die rechte Spur der A43. Als der Rettungswagen schließlich an dem Auto vorbeiziehen wollte, zog der Sprinter jedoch wieder unvermittelt nach links und zwang den RTW-Fahrer so zu einer scharfen Bremsung. Beide Insassen wurden dadurch in ihre Gurte gedrückt.

Daraufhin beschleunigte der Mercedes wieder und der Rettungswagen konnte seine Fahrt in Richtung Dülmen fortsetzen. "Ein Rettungsassistent hat sich das Kennzeichen des Kastenwagens notiert und Anzeige erstattet", teilt die Polizei nach der Aktion mit. Erst im vergangenen Jahr wurde auf der A43 bei Dülmen ein Krankenwagen über 20 Kilometer ausgebremst.

Einen ähnlichen Vorfall musste die Polizei vor einigen Wochen erleben: Ein Autofahrer bremste in Münster einen Beamten auf seinem Motorrad aus. Dieser war auf dem Weg zu einem schweren Unfall. Kürzlich kam es auf der Autobahn zu einem weiteren Unfall: Ein brennendes Auto auf der A43 löste einen Zusammenstoß aus. Dabei wurden unter anderem zwei Kinder verletzt. 

Auch kam es im September zu weiteren Unfall: Die A43 bei Nottuln wurde gesperrt. Für Stau sorgte im September ein Feuer: Die A43 zwischen Nottuln und Senden musste gesperrt werden – ein Auto stand in Flammen. 

Erneut kam es auf der Autobahn zu einem Unfall: Ein Fahrer raste auf der A43 bei Münster gegen eine Betonwand. Daraufhin wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Auch bei diesem Unfall verletzte sich ein Autofahrer: Auf der A43 bei Dülmen kam ein 24-Jähriger von der Fahrbahn ab und raste gegen einen Baum. Es kam zu Sperrungen.

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