SEK-Einsatz am Freitag

Anschlag geplant? Terrorverdächtiger in Dülmen festgenommen – Auslöser offenbar klar

SEK-Mitglieder im Einsatz
+
In Dülmen hat das SEK am Freitag einen Terrorverdächtigen festgenommen (Symbolbild)

Großeinsatz in Dülmen: Am Freitag wurde ein 35-Jähriger vom SEK in seiner Wohnung festgenommen. Der Mann war verdächtig, einen Terroranschlag geplant zu haben.

Update: 20. Januar 2020. War die Militärbasis der US-Armee in Dülmen Ziel eines Terroranschlags? Dies legen zumindest Medienberichte aus den USA nahe. Am 19. Januar gelangte ein Militärbericht des US-amerikanischen Militärs das US-Nachrichtenmagazin "Newsweek". Demnach sei die Militärstation der US-Truppen in unmittelbarer Gefahr gewesen. Lesen Sie die Hintergründe zu dem mutmaßlich geplanten Anschlag auf den Militärstützpunkt der US-Armee in Dülmen bei msl24.de.

19-Jähriger aus Dülmen plante Anschlag in Essen

Update: 1. April. Dülmen – Eine Irrfahrt eines 19-Jährigen in Essen war Auslöser für mehrere SEK-Einsätze in NRW und Baden Württemberg. Dabei wurde auch ein Tadschike in Dülmen festgenommen. Jetzt ist klar, wieso es zu der Irrfahrt am vergangenen Freitag (29. März) kam.

So soll der Mann in Essen aus Wut über eine Zurückweisung in einer Bankfiliale gehandelt haben. "Es sieht so aus, als wäre das Motiv gewesen, dass er in einer Bankfiliale abgewiesen wurde, weil er seinen Ausweis nicht dabei hatte“, sagte die Essener Staatsanwältin Sonja Hüppe gegnüber der dpa.

Aus Wut fuhr er danach mit hoher Geschwindigkeit durch eine Essener Fußgängerzone. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Der 19-Jährige sitzt in U-Haft. Auch in Gronau kam es neulich zu einem SEK-Einsatz. Festgenommen wurde ein Mann wegen versuchten Mordes.

Anschlag geplant? Terrorverdächtiger in Dülmen festgenommen

Erstmeldung: 30. März. Dülmen – In NRW und Baden-Württemberg wurden am Freitag (29. März) elf Männer bei Anti-Terror-Einsätzen festgenommen. Es bestehe der Verdacht, dass die Islamisten einen Anschlag geplant haben, so die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Auch im Kreis Coesfeld wurde ein Mann festgenommen.

Dabei handelt es sich um einen 35-Jährigen aus Tadschikistan. Spezialkräfte des SEK stürmten Freitagabend ein Gebäude in der Nähe des Nonnenturms. Waffen oder Sprengstoff wurden jedoch nicht gefunden. Es gebe bei den elf Festgenommenen jedoch keinen stichhaltigen Beweis, dass ein Anschlag geplant gewesen sei.

Dülmen: Verdächtige kommen wieder frei

Oberstaatsanwalt Dr. Daniel Vollmert sprach vielmehr von einer "grundsätzlich allgemeinen Befürchtung". Mittlerweile ist für die Verdächtigen die Freilassung angeordnet worden. Zuvor hatte es nicht nur in Dülmen, sondern unter anderem auch in Düsseldorf, Essen, Wuppertal, Duisburg, Mönchengladbach, Castrop-Rauxel, und Lotte Durchsuchungen gegeben.

Im Bereich des Dülmener Nonnenturms kam es am Freitag zum SEK-Einsatz.

Grund für SEK-Einsatz in Dülmen: Irrfahrt in Essen

Auslöser für den SEK-Einsatz in Dülmen war die Irrfahrt eines 19-jährigen Tadschiken in der Essener Innenstadt. "Da hatte man die Befürchtung, dass das vielleicht der Auftakt ist für mehrere Anschlagsszenarien“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft.   

Derweil fahndet die Polizei nach einem Räuber: Dieser hatte im Februar eine Tankstelle in Dülmen überfallen. Er bedrohte den Kassierer mit einem Messer. In Dülmen wurde kürzlich ein Senior überlistet: Betrüger zockten mehrere Tausend Euro von ihm ab. Außerdem kam es kürzlich nach einem missglückten Überholmanöver in Dülmen zu einem Traktor-Unfall. Dabei wurde eine 5-Jährige verletzt.

Außerdem steigt bald wieder ein traditionellen Großevent: In Dülmen wird erneut der Wildpferdefang veranstaltet. Alle Infos dazu lesen Sie bei msl24.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare