Bedenklicher Vorfall in Dülmen

Polizei schockiert: Frau erleidet Schlaganfall – Doch Autofahrer ignorieren sie einfach

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Die Frau bat um Hilfe, doch etliche Autofahrer fuhren an der notleidenden Frau vorbei.

Erschreckender Vorfall in Dülmen: Eine Frau erlitt während der Autofahrt einen Schlaganfall. Ihre Bitten um Hilfe wurden jedoch ignoriert.

Dülmen – Dieser Fall schockierte die Polizei im Kreis Coesfeld: Am Dienstag (11. Dezember) fuhr eine Frau (66) aus Gronau gegen 14.30 Uhr in ihrem Auto durch die Bauernschaft bei Dülmen. An der Kreuzung B474/L600 musste die 66-Jährige vor einer Ampel abbremsen, denn es ging ihr plötzlich sehr schlecht.

Die Polizei vermutet, dass die Frau einen Schlaganfall erlitt. Die 66-Jährige schaffte es noch, den Wagen vor der Ampel leicht von der Fahrbahn zu lenken. Dann kurbelte sie die Fensterscheibe ihres Wagens herunter. Mit Winken versuchte sie, auf sich aufmerksam zu machen – mehr bewegen konnte sie sich in ihrem Zustand nicht. Doch niemand half ihr.

An einer großen Straßenkreuzung in Dülmen erlitt eine Frau vermutlich einen Schlaganfall und bat vergebens um Hilfe.

Frau in Dülmen erleidet Schlaganfall: Autofahrer halten nicht an

Wie die Polizei berichtet, sollen mehrere Autofahrer an der 66-Jährigen vorbeigefahren sein, die noch halb auf der Straße stand. Doch niemand hielt an und half ihr. 

Glücklicherweise kam einPolizeibeamter aus Dülmen zufällig vorbei: Er erkannte die Notlage der Frau und rief einen Krankenwagen. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kümmerte er sich um die 66-Jährige. Anschließend wurde sie in ein Krankenhaus gebracht.

Autofahrer ignorieren notleidende Frau in Dülmen: "Es hätte auffallen müssen"

"Unsere Vermutung ist es, dass es den anderen Autofahrern hätte auffallen müssen", schildert Björn Korte, Pressesprecher der Polizei Coesfeld, auf Nachfrage von msl24.de. Schließlich habe der eingetroffene Polizist beobachtet, dass mehrere Autos den Pkw der Frau überholt hätten, der noch halb auf der Straße gestanden haben soll.

Nach Vorfall in Dülmen: Polizei ruft zu mehr Zivilcourage auf

Für die 66-Jährige bestand glücklicherweise keine Lebensgefahr – "aber das konnten die vorbeifahrenden Autofahrer ja nicht wissen", gibt die Polizei Coesfeld zu bedenken. In den sozialen Medien berichteten sie von der Notlage der Frau in Dülmen und zeigten sich schockiert: "Dieser Vorfall macht nachdenklich und ist erschreckend".

Gleichzeitig ruft die Polizei zu mehr Zivilcourage auf, damit sich solch ein Zwischenfall wie in Dülmen so schnell nicht wiederholt: "Wir wissen, dass im Kreis Coesfeld hilfsbereite Menschen leben. Wir finden: Hilfsbereitschaft sollte Schule machen. Unsere Bitte: Haben Sie ein Auge für Ihre Mitmenschen, die Hilfe brauchen. Zeigen Sie Zivilcourage."

Ein anderer Fall beschäftigt derzeit die Polizei in Dülmen: Dort ließ vor wenigen Tagen ein 83-Jähriger sein Auto stehen und verschwand spurlos. In Dülmen wurde kürzlich ein Senior überlistet: Betrüger zockten mehrere Tausend Euro von ihm ab. Außerdem kam es kürzlich nach einem missglückten Überholmanöver in Dülmen zu einem Traktor-Unfall. Dabei wurde eine 5-Jährige verletzt.

Außerdem steigt bald wieder ein traditionellen Großevent: In Dülmen wird erneut der Wildpferdefang veranstaltet. Alle Infos dazu lesen Sie bei msl24.de. Polizisten hielten in Dülmen einen Mann an, der eigentlich gar nicht Auto fahren durfte. Der Arbeitsweg mit Bus und Bahn sei ihm jedoch "zu kompliziert". 

Mutige Zeugen konnten in Dülmen Schlimmeres verhindern: Ein Mann fuhr betrunken Auto und brachte seine Mitmenschen in Gefahr. Ebenfalls in Dülmen sucht die Polizei nun nach einem Postboten: Dieser hatte zuvor eine 12-Jährige angefahren. 

Schockmoment: Ein Dülmener parkte sein Auto an einer Tankstelle – dann ging es in Flammen auf. 

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