Fahndung in Dülmen

Geldautomat gesprengt: Täter auf der Flucht – erste Ermittlungen abgeschlossen

Nachdem Unbekannte einen Geldautomaten sprengten, besteht Einsturzgefahr. (Symbolbild)
+
Nachdem Unbekannte einen Geldautomaten sprengten, besteht Einsturzgefahr. (Symbolbild)

Mit einem Hubschrauber fahndete die Polizei nach drei Männern, die in Dülmen einen Geldautomaten sprengten – sie hatten eine große Menge Bargeld erbeutet.

  • Explosion in Dülmen
  • Drei Männer sprengen Geldautomaten
  • Gebäude ist einsturzgefährdet

Update: 21. Oktober, 19.11 Uhr. Die Polizei hat die Tatortaufnahme nach der Sprengung des Geldautomaten in Dülmen abgeschlossen. Die Spurensicherung konnte ihre Arbeit im Inneren des Gebäudes aufnehmen, nachdem ein Statiker den Tatort aufgrund möglicher Einsturzgefahr begutachtet hatte. In der Region kam es zu einem ähnlichen Fall: Unbekannte steuerten ein Auto in eine Tankstelle in Senden (Kreis Coesfeld). Dann gab es eine Explosion. 

Über die genaue Höhe des gestohlenen Geldbetrags wollen sich die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern. Der Gesamtschaden an Geldautomat, Gebäude und Beute wird jedoch im sechsstelligen Bereich vermutet. Am Sonntag hatten Unbekannte einen Automaten am Real-Supermarkt auf der Straße "Auf dem Quellberg" in Dülmen gesprengt.

Geldautomat in Dülmen gesprengt

Erstmeldung: 21. Oktober, 7.30 Uhr. Dülmen – Mitten in der Nacht zu Sonntag (20. Oktober) gab es eine Explosion in der Straße Auf dem Quellberg: Unbekannte sprengten um 3.30 Uhr einen Geldautomaten, der sich im Vorraum des Real-Supermarktes befand. 

Bei der Explosion wurde der Automat völlig zerstört. Auch das Gebäude erlitt erheblichen Schaden – nachdem die Polizei die Ermittlung in Dülmen aufgenommen hatte, stellte sich heraus, dass Einsturzgefahr besteht. Der Tatort wurde abgesperrt und entsprechend gesichert. Die Spurensicherung kann erst danach fortgesetzt werden.

Dülmen: Polizei fahndet intensiv nach Tätern

Die Polizei suchte derweil noch in der Nacht nach den Tätern: Drei Männer mit Sturmmasken flohen nach der Explosion in Dülmen mit einem Audi. Zwei der Männer waren schwarz gekleidet, ein dritter wartete im Wagen. Doch selbst die Fahndung mit dem Polizeihubschrauber blieb ergebnislos. 

Wie viel Bargeld die Täter in Dülmen erbeuteten, ist noch nicht klar. Die Polizei spricht von einem Betrag im sechsstelligem Bereich. Um die Fahndung voran zu treiben, setzte die Sparkasse für Hinweise, die zur Ergreifung der Unbekannten führen, nun eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro aus. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, können sich telefonisch melden: 02594/79 30. 

Immer wieder erbeuten Räuber Geld, indem sie Automaten sprengen: So konnten die Täter fliehen, nachdem sie einen Automaten in Emsdetten gesprengt hatten. Auch andernorts hatten sie Erfolg: Nachdem Unbekannte in Warendorf Bargeld erbeutet hatten, setzten sie noch ein Gotteshaus in Brand. 

Ungeklärt bleibt auch ein Fall aus der Kreisstadt: Mehrere Menschen brachen in Coesfeld in eine Sparkassen-Filiale ein – was sie dort jedoch wollten, ist ein Rätsel. Zudem setzten Polizei und Staatsanwaltschaft nach einer Gas-Explosion in Lienen eine Belohnung aus. Bei dem Vorfall war ein 19-jähriger Feuerwehrmann ums Leben gekommen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare