Flughafen Münster/Osnabrück

„Wichtiger Meilenstein“: FMO bekommt Millionen-Hilfe

Auch sie leidet unter der Corona-Krise: Die Tourismusbranche. Um das Überleben des Flughafens Münster/Osnabrück zu sichern, wurde jetzt eine Finanzspritze zugesagt.

Greven – Seit fast einem Jahr steht an der Airportallee in Greven so gut wie alles still. Die Coronavirus-Pandemie hat den Flughafen Münster/Osnabrück quasi zum Erliegen gebracht. In der Zwischenzeit wurde das Terminal A des FMO umfunktioniert – in eines von fünf Impfzentren im Münsterland.

Doch der ausbleibende Tourismus macht dem Flughafen schwer zu schaffen. Knapp eine Million Euro Minus macht die FMO GmbH pro Monat. Gemeinsam mit Münsters OB Markus Lewe schrieben die Landräte aus Steinfurt und Paderborn im vergangenen Jahr einen Brief an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Sie forderten Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung des FMO in Greven sowie der gesamten Branche. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten.

FlughafenMünster/Osnabrück (FMO)
StandortGreven
Terminals2

Zehn Millionen Euro Corona-Hilfe für FMO

Die Gesellschafter des Flughafens Münster/Osnabrück haben dem Airport nun Corona-Hilfen in Höhe von zehn Millionen Euro zugesichert. Diesen Lösungsweg hatte der Aufsichtsrat bereits im vergangenen Sommer empfohlen. Die Beschlussvorlage musste seitdem in den zehn Parlamenten der kommunalen Gesellschafter gebilligt werden.

„Ich bin davon überzeugt, dass die einmütige Entscheidung der Gesellschafter ein richtiger und wichtiger Schritt für den FMO, aber auch für die ganze Region ist. Wir freuen uns ebenfalls, dass vor kurzem auch die Bundesregierung den FMO als Flughafen mit verkehrspolitisch hoher Bedeutung eingestuft und damit ebenfalls monetäre Hilfe angekündigt hat“, zeigte sich der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Dr. Martin Sommer, erfreut über die Finanzspritze.

Geldspritze gibt FMO in Greven Planungssicherheit

Als einen „wichtigen Meilenstein“ sah indes FMO-Geschäftsführer Prof Dr. Rainer Schwarz die Millionen-Hilfe für den Flughafen im Münsterland an. Das Geld würde dem Airport nun die so dringend benötigte Planungssicherheit für die weitere Zukunft geben. „Das ist ein gutes Signal für die Fluggäste aus unserer Region“, betonte er. Wann in Greven wieder regelmäßig Flugzeuge abheben können, bleibt jedoch abzuwarten.

Der Flughafen Münster/ Osnabrück steht seit fast einem Jahr still.

Einen kleinen Lichtblick diesbezüglich gab es jedoch dieser Tage von der Lufthansa. Das Unternehmen kündigte an, die Verbindungen nach München und Frankfurt wieder aufzunehmen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Thissen/dpa

Auch interessant

Kommentare