Zwei Menschen verstarben

Sechs Monate nach tragischem Unglück am FMO: Zwischenbericht zum Flugzeugabsturz veröffentlicht

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Trotz zahlreicher Rettungskräfte: Für die beiden Insassen kam nach dem Absturz im August zu spät.

Vergangenen August stürzte eine Kleinmaschine am FMO ab. Zwei Menschen starben. Jetzt wurde ein Zwischenbericht zum Unglück bei Greven veröffentlicht.

Update: 20 Februar. Greven – Sechs Monate ist es her, dass zwei Menschen bei einem Flugzeugabsturz am Flughafen Münster/Osnabrück ums Leben gekommen sind. Am 9. August stürzte eine Kleinmaschine beim Landeversuch ab. Jetzt hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung einen Zwischenbericht zu dem Unglück veröffentlicht.

Eine genaue Ursache für den Absturz am FMO liefert der Bericht nicht. "Dies erfolgt meist ein Jahr nach einem Absturz", so ein BFU-Sprecher auf Anfrage. Jedoch liefert das Dokument einen Einblick, was kurz vor dem tragischen Unglück passierte.

Nachdem die Maschine am Morgen aus den Niederlanden startete, nahm der Pilot (64) erstmals um 11.39 Uhr Kontakt zum Kontrollturm in Münster auf. Er teilte mit, dass sich das Flugzeug auf Landekurs auf den FMO in Greven befinde. Um 11.57 Uhr erfolgte der erneute Kontakt durch den Piloten.

Blick in nordöstlicher Richtung auf die Unfallstelle.

Er teilte seine Landeabsicht auf die Piste 07 mit. Die Landeerlaubnis auf den FMO wurde danach vom Tower-Lotsen erteilt. Laut des Zwischenberichts wurde um 11.58 Uhr die Leistung des linken Triebwerkes reduziert, 18 Sekunden später die des rechten Triebwerkes. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrfach innerhalb der darauffolgenden Minuten.

Dies könnte auf eine Simulation eines Triebwerkausfalls hindeuten, also auf ein Übungsmanöver. Dies wird vom BFU jedoch nicht bestätigt. Drei bis fünf Meter über dem Boden kam es dann zum tragischen Unglück: Das Flugzeug begann zu "rollen" und drehte sich um die Längsachse nach links. Danach schlug es mit beiden Triebwerken und der Rumpfspitze auf dem Boden am FMO auf. Die Datenaufzeichnung endete um 12.01 Uhr. Der Pilot und der 59-jährige Fluglehrer verstarben.

Technische Gründe für Flugzeugabsturz am FMO?

Update: 10. August, 6.57 Uhr. Greven – Der tragische Flugzeugabsturz eines Kleinfliegers am Donnerstagmittag (9. August, 12 Uhr) hat ganz Deutschland erschüttert. Zahlreiche Medien haben über den Tot der beiden Insassen berichtet. Allmählich wird die aktuelle Informationslage aber dünn: Es heißt warten. Denn die Untersuchungen durch die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfälle (BFU) halten an – es muss nun der Grund für den Flugzeugabsturz geklärt werden. 

Trotz zahlreicher Rettungskräfte: Für die beiden Insassen kam nach dem Absturz im August zu spät.

Dieser steht zurzeit noch nicht fest: „Wir wissen nicht, ob das Unglück technische Gründe hat oder Ergebnis eines Pilotenfehlers war, das wird von den Experten der Bundesstelle für Flugunfallunter­suchung genau untersucht“, sagte der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde in Steinfurt Johannes Tiltmann gegenüber den WN

Update 19.39 Uhr: Flugbetrieb wieder aufgenommen

Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfälle (BFU) gab die Unfallstelle gegen 19.30 Uhr wieder frei. Damit konnte der Flugbetrieb passend für den Flieger um 20 Uhr (wir berichteten) wieder aufgenommen werden. Insgesamt waren 13 Maschinen von dem Ausfall betroffen. Laut der WN wurde ein Flieger aus München nach Paderborn umgeleitet und die Fluggäste auf dem Weg in die Freistaat-Hauptstadt wurden mit Taxen nach Frankfurt gefahren. 

Update 18.49 Uhr: Polizei Münster äußert sich zum Flugzeugabsturz am FMO

Die Ermittlungen zu dem Flugzeugabsturz laufen auf Hochtouren. Nun hat die Polizei Münster nähere Angaben zu den beiden Opfern gemacht: "Die beiden Insassen, ein 64-jähriger Mann aus den Niederlanden und ein 59-jähriger Mann aus Recklinghausen, erlitten dabei so schwere Verletzungen, dass sei noch an der Unfallstelle verstarben", heißt es in einer Mitteilung. 

Auch den bereits berichteten Tathergang hat die Polizei Münster erneut bestätigt: Das zweimotorige Kleinflugzeug befand sich gegen 12 Uhr auf einem Landeanflug beim FMO. Dabei verunglückte die in den Niederlanden gestartete Maschine. Genauere Erkenntnisse, beispielsweise zur Ursache der Flugzeugabsturzes, gibt es aber derzeit noch nicht.

  • Die zuständige Staatsanwaltschaft Münster hat die Ermittlungen übernommen. 
  • Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung führt die Untersuchungen durch – auch vor Ort. 
  • Die zuständige Bezirksregierung Münster – als Landesluftfahrtbehörde – wurde ebenfalls eingeschaltet.

Update 17.37 Uhr:  Bundesstelle für Flugunfälle den Flugzeugabsturz am FMO ermittelt

Die Arbeiten der Polizei Steinfurt am FMO sind abgeschlossen: Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfälle (BFU) aus Braunschweig sind mittlerweile eingetroffen, erklärte Pressesprecher Jochen Laschke soeben. Die Untersuchungen werden von der Staatsanwaltschaft Münster geleitet und sollen die Ursache für den Flugzeugabsturz klären. Auch FMO-Pressesprecher Andrés Heinemann besätigt: "Das hat sich alles etwas verzögert. Aber seit 17.15 Uhr sind die Kollegen jetzt da." 

Damit verschiebt sich auch die Wiederaufnahme des Flugbetriebs nach hinten. Denn die Freigabe des Unfallorts nach dem Flugzeugabsturz kann nur durch die Mitarbeiter der BFU erfolgen. Erst dann kann das Flugzeug geborgen werden und die Landbahn freigegeben werden. Der nächste Flieger am FMO steht um 20 Uhr auf den Plan – und das ist laut Heinemann auch erklärtes Ziel: Bis dahin soll der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden.

Update 15.45 Uhr: Erste Todesopfer bei Flugzeugabsturz am FMO

Noch immer wartet man nach dem Flugzeugabsturz der Übungsmaschine am FMO darauf, dass die Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) aus Braunschweig am Flughafen eintreffen. Sie sollen die genauen Ursachen zum Unglück ermitteln. 

Der Flugbetrieb soll zwischen 17 und 18 Uhr wieder aufgenommen werden, bestätigte FMO-Pressesprecher Andrés Heinemann msl24-Anfrage. Er ist seit über 20 Jahren am Flughafen tätig, doch solch ein Unglück mit Todesopfern hat er bisher nicht erleben müssen. Zur genaueren Identität der beiden Opfer gibt es derweil noch keine Angaben. 

Update 15.22 Uhr – Bundesministerin trauert um Opfer des Flugzeugabsturzes am FMO

Der Flugzeugabsturz am FMO trifft nicht nur die Angehörigen der beiden Opfer schwer. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) trauert mit den Toten und ihren Familien mit. Vor wenigen Tagen war sie noch selbst als Pilotin unterwegs. "Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der beiden Piloten, die heute auf dem FMO ihr Leben lassen mussten", teil sie auf ihrer Facebook-Seite mit.

Update 15.13 Uhr – Es war nicht der erste Flugzeugabsturz am FMO

Das Unglück am Donnerstag (9. August) war nicht der erste Flugzeugabsturz am FMO in Greven. Bereits 2013 kam es dort zu einem Unfall, bei dem ein 51-jähriger Flugschüler schwer verletzt wurde. Lesen Sie dazu unseren Artikel

Update 15.04 Uhr – Nach Flugzeugabsturz am FMO: Weitere Flüge betroffen

Nach dem Flugzeugabsturz am FMO sind derzeit zwei Flüge komplett gestrichen worden, zwei Flüge (aus Frankfurt sowie aus München) wurden umgeleitet. Bis Mitternacht waren noch zehn weitere Flüge vom FMO aus geplant. Diese wurden bis auf weiteres verschoben.

Update 14.57 Uhr – Knapp eine Million Passagiere am FMO pro Jahr

Zwar gingen die Passagierzahlen in den vergangenen Jahrzehnten am Airport stetig zurück, dennoch starten und landen jährlich noch immer knapp eine Million Menschen am Flughafen zwischen Münster und Osnabrück. 2017 waren es 970.000 Reisende. 

Zum Alter der beiden bei dem Flugzeugabsturz am FMO ums Leben gekommenen Menschen gibt es derzeit noch keine Angaben.

Update 14.43 Uhr – Experten untersuchen Unfallstelle am FMO 

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung untersuchen in diesen Minuten die Unfallstelle am Flughafen. Noch ist die Absturzursache unklar. War es ein technischer oder ein Flugfehler des Piloten der zum Flugzeugabsturz am FMO führte? Dies soll nun geklärt werden.

Update 14.32 Uhr – Flugzeugabsturz: Maschine flog aus den Niederlanden zum FMO

Die Maschine kam aus dem niederländischen Lelystad und hat sogenannte Checkflüge zum FMO absolviert. Dort kam es dann zum tragischen Flugzeugabsturz.

Erstmeldung

Greven – Ein Kleinflugzeug ist am Donnerstagnachmittag (9. August) gegen 12 Uhr abgestürzt. Die Maschine war gerade im Landeanflug über dem Flughafen Münster/Osnabrück, als das Unglück passierte. 

Das Flugzeug war mit dem Piloten und seinem Flugschüler besetzt. Offenbar wollten die beiden zusammen eine Landeübungen durchführen, berichten die WN. Direkt bei ihrem ersten Landeversuch sei es zu dem Unglück gekommen. Beide Insassen sind bei dem tragischen Vorfall ums Leben gekommen. 

Flugzeugabsturz am FMO: Fehllandung der Maschine

Das Kleinflugzeug, eine zweisitzige Beech G 58 Baron, landete auf dem Rücken neben der Start- und Landebahn. Am FMO werden bis zum Nachmittag keine Flugzeuge starten und landen

Am FMO kam es am Donnerstag zu einem tragischen Unfall.

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