Angriff auf Tiere in Greven

Gezielter Angriff auf "Katie"? Tödliches Leckerli in Auffahrt gefunden

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Ein Giftköder für Katiei? In Greven fand eine Hundebesitzerin ein tödliches Leckerli direkt auf ihrer Auffahrt (Symbolbild). 

Sollte "Katie" sterben? Die Besitzerin der Hündin fand ein präpariertes Wurststückchen in ihrer Einfahrt, womöglich ein Giftköder. Auch die Polizei vermutet eine gezielte Aktion.

  • Möglicher Giftköder in Greven gefunden
  • Hundebesitzerin informiert Polizei
  • Gezielte Aktion möglich

Greven – Als der Bruder von Britta van Raalte gegen 4.30 Uhr am frühen Mittwochmorgen (10. Juli) das Haus verlässt, bemerkt er in der Einfahrt seiner Schwester einen kleinen Gegenstand, direkt vor der Haustür. Skeptisch betrachtet er, was sich schnell als Wurststück entpuppt. Doch an der Seite ist ein Schnitt, innen eine blaue Substanz. 

"Wir gehen davon aus, dass es ein Giftköder ist. Warum sonst sollte jemand etwas in eine Wurst tun?", erklärt Britta. Sie tütet das kleine Stückchen ein, bringt es zur Polizei und erstattet Anzeige. Die Beamten in Greven vermuten, dass es sich bei dem Vorfall um eine gezielte Aktion handelt. Das Opfer: "Katie", ein elfjähriger Mischling aus Border Collie und Boxer. 

Attacken auf Hunde in Greven keine Seltenheit

Auch Britta ist sich sicher, dass jemand den vermeintlichen Giftköder gezielt auf ihrer Einfahrt in Greven platziert hat. "Vielleicht ein Nachbarschaftsstreit", mutmaßt die Polizei. Anzeigen dieser Art – wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz – gehen bei den Beamten des Öfteren ein, beispielsweise, als auch ein Mann in Münster solche "Leckerlis" fand

Dieses Stückchen Wurst mit blaulicher Substanz im Innenteil hat Britta van Raalte auf ihrer Einfahrt gefunden und zur Polizei gebracht.

Doch damals lag der Köder auf einem öffentlichen Gehweg, nicht so präsent in einer Auffahrt. Dieses Detail halten auch die Gesetzeshüter in Greven für ungewöhnlich, es unterscheide sich von anderen Fällen. Dabei hatten die Beamten erst neulich mit einem besonderen Fall zu tun, als ein Jagdhund in Greven "Nelly" totbiss – und der Halter eine 16-Jährige mit ihrem blutenden Familienhund zurückließ

Möglicher Grund für Angriff auf "Katie" in Greven

Hündin Katie sei extrem lieb, schwört Britta. Doch einen Makel habe sie: Wenn sie sich freut, dann bellt sie. Das findet auch ihre Besitzerin aus Greven zeitweise nervig, aber daran sei nichts mehr zu machen. Besonders aufgeregt wird der Mischling, wenn er die Leine sieht – also jeden Morgen gegen 7.30 Uhr. Ein paar Kläffer, dann erst geht's los. 

Könnte diese Lappalie einen Nachbarn in Greven so gereizt haben, dass er den Hund töten wollte und den Giftköder gezielt platziert hat? Die Polizei schließt diese Theorie nicht aus. Auch Britta hat ihre Vermutungen. 

Greven: Hunde vor "herz- und hirnlosem Menschen" schützen 

Deshalb hat sie ihre Geschichte sofort auf Facebook veröffentlicht: Damit der Täter weiß, dass sie aufmerksam ist. "Wir werden alles tun, um Katie vor diesem herz- und hirnlosen Menschen zu beschützen", schreibt Britta und bittet ihren Bekanntenkreis, sich mit Informationen direkt an sie zu wenden. 

Hündin Katie. 

Ob ihre Aktionen und die Anzeige bei der Polizei von Erfolg gekrönt sind, bleibt abzuwarten. Doch die Frau aus Greven vermutet, dass es sich im Sande verlaufen wird. Aber immerhin: Einen weiteren Versuch dieser Art hat es bislang nicht gegeben. 

Nicht immer gehen solche Fälle, wie dieser in Greven, so glimpflich aus: Als ein Mann neulich mit seinem Vierbeiner in Hörstel spazieren ging, schluckte der Hund einen Giftköder – und musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Erst kürzlich wurde erneut ein Giftköder ausgelegt: Drei tote Katzen wurden in Steinfurt gefunden. Die Polizei alarmiert nun auch Hundehalter. Eine Woche nach dem Vorfall meldete sich erneut eine Frau bei den Beamten und erstellte Anzeige – wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Ihr Hund war in Steinfurt an Gift verstorben

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