Gronau

Wohnung und Autos brennen in der Nacht – Mordkommission ermittelt

Mitten in der Nacht wurde die Feuerwehr zu einem Autobrand nach Gronau gerufen. Kurz danach brannte eine Wohnung. Schwerer Verdacht fällt auf einen 36-Jährigen.

Gronau – Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei wurden gegen 2.40 Uhr in der Nacht auf Samstag (1. Mai) zur Hörster Straße nach Gronau gerufen. Dort brannte ein Fahrzeug eines örtlichen Unternehmens, wie die Beamten berichten. Schnell breitete sich das Feuer auf zwei weitere Autos aus.

Noch während der Löscharbeiten an der Hörsterstraße ging um 3.20 Uhr bei der Feuerwehr ein zweiter Notruf ein – nun soll eine Wohnung auf der Enschederstraße in Gronau (Kreis Borken) in Flammen gestanden haben, die unweit des ersten Tatorts liegt. Als die Einsatzkräfte dort eintrafen, brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Vier Bewohner des Hauses mussten von der Feuerwehr über eine Drehleiter gerettet werden. Den Wohnungsbesitzer (36) fanden die Rettungskräfte vor dem Haus an.

OrtGronau
Einwohner49.949 (31. Dezember 2020)
KreisBorken

Gronau: Mann soll eigene Wohnung und Autos in Brand gesteckt haben

Mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation wurde der Mann anschließend in ein Krankenhaus gefahren. „Vor Ort verdichteten sich die Hinweise darauf, dass der 36-Jährige sowohl die Autos, als auch seine Wohnung vorsätzlich in Brand gesetzt haben soll“, berichtet der Leiter der in Münster eingerichteten Mordkommission, Heiner Olthuis. Die Wohnung in Gronau brannte komplett aus, zudem ist das Geschäftshaus nicht mehr bewohnbar, heißt es in einem Pressebericht.

„Der 36-Jährige ist dringend der besonders schweren Brandstiftung mit versuchter Todesfolge und eines versuchten Tötungsdeliktes verdächtig“, verdeutlicht Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Den Ermittlungsbehörden liegen Erkenntnisse vor, wonach der Mann aus dem westlichen Münsterland unter einer psychischen Störung leiden soll. Inwieweit sie mit der ihm vorgeworfenen Tat in Gronau zusammenhängt, ist jedoch noch unklar. „Die Ermittlungen hierzu und zu einem möglichen Motiv dauern an“, so Botzenhardt weiter.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Gronau beim Einsatz in der Nacht zu Samstag.

Keine Verletzten nach Bränden in Gronau

Der Verdächtige wird derzeit in einer psychiatrischen Fachklinik untersucht. An den Autos und dem Gebäude entstand erheblicher Sachschaden. Verletzt wurde bei dem Einsatz in Gronau niemand. Den Bewohnern des Hauses konnte durch das anwesende Ordnungsamt eine Notunterkunft angeboten werden.

Einen schlimmen Fund hat die Feuerwehr bei einem Einsatz im Kreis Steinfurt gemacht. Nachdem sie in Greven eine brennende Gartenhütte gelöscht hatte, fanden die Einsatzkräfte dort eine Leiche vor.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa

Auch interessant

Kommentare