Feuerwehreinsatz in Gronau

Großbrand: Bäume und Holzabfall in Flammen – Kripo ermittelt

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In Gronau musste die Polizei zu einem Großbrand ausrücken. (Symbolbild)

Erst brannte nur ein Baum, dann ein ganzer Garten in voller Ausdehnung: Nach einem Feuer in Gronau hat die Kriminalpolizei nun die Ermittlungen aufgenommen. War es Brandstiftung?

  • Großbrand in Gronau
  • Bäume und Abfallholz brannten
  • Kriminalpolizei ermittelt

Gronau – Gegen 11.50 Uhr erreichte die Feuerwehr am Mittwoch (31. Juli) ein Brandalarm: Ein Anwohner hatte an der Vereinstraße ein Feuer in einem Nachbargarten gemeldet. Dort würde ein Baum brennen. Als die Feuerwehr dann vor Ort eintraf, hatte sich die Flammen jedoch ausgebreitet.

Auf dem Grundstück an der Nordstraße brannten mehrere Bäume sowie eine große Menge abgelagertes Holz, unter anderen bestehend aus Paletten und Presspappe, wie die Feuerwehr Gronau berichtet. Das Feuer hatte sich zu einem Großbrand entwickelt. Auch benachbarte Gebäude wurden von den Flammen erfasst.

Großbrand in Gronau: Feuerwehr warnt Anwohner

Mit einem "massiven Wassereinsatz" versuchte die Feuerwehr Gronau, den Brand unter Kontrolle zu bringen und die Gebäude und angrenzenden Grundstücke vor den Flammen zu schützen. Doch weil so viel Holz auf dem betroffenen Grundstück lagerte, musste ein Bagger hinzugerufen werden. Dieser räumte dann das brennende Abfallholz auseinander, damit die Einsatzkräfte das Feuer löschen konnten.

Die Anwohner in der Umgebung wurden dazu abgehalten, wegen der Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei sperrte währenddessen den Einsatzort großräumig ab. Gegen 15 Uhr war der Brand in Gronau schließlich gelöscht. 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Durch die Hitze wurde der Dachstuhl eines Wohnhauses beschädigt, den Schaden schätzt die Polizei auf 16.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Erst vor Kurzem hatte sich ein ähnlicher Vorfall ereignet: Unbekannte sollen in Gronau einen mehrere Jahre alten Baum angezündet haben – trotz Waldbrandgefahr. Die Polizei äußerte einen ersten Verdacht zum Tathergang. Auch in einem anderen Fall vermuten die Ermittler Brandstiftung: Nachts hatte in Gronau ein Wohnmobil in Flammen gestanden.

Zudem hatte die Feuerwehr mit einem Scherzanrufer zu tun:In Gronau rief ein Mann wiederholt die Einsatzkräfte an und meldete Brände. Es wären Menschen in Lebensgefahr, sagte er am Telefon und löste damit grundlos Großeinsätze aus. Doch der Unbekannte machte einen entscheidenden Fehler bei den Anrufen.

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