Schockierende Tat in Gronau

Grausamer Fund: Kater totgeprügelt und auf den Müll geschmissen

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Grausame Tat: In Gronau prügelten Unbekannte einen vermutlich streunenden Kater zu Tode.

Brutale Tat in Gronau: Tierschützer fanden an einem zugemüllten Container einen getöteten Kater. Unbekannte hatten das Tier in eine Mülltüte gestopft und weggeschmissen.

Gronau – Ende Dezember machten Mitarbeiter des Tierschutzvereins Gronau einen schrecklichen Fund: In einer Mülltüte zwischen Abfall fanden sie einen toten Kater. Die Tierschützer gehen davon aus, dass der Vierbeiner brutal getötet wurde. 

Die Tierleiche wurde an einem Müllcontainer an der Gronauer Sudetenstraße entsorgt. Allem Anschein nach wurde mehrfach auf den Kater eingeschlagen, bis er schließlich an seinen Verletzungen starb: "Er wurde vermutlich totgeprügelt und wie ein Stück Müll dort einfach hingeworfen", heißt es in einem Beitrag des Tierschutzvereins auf Facebook. Nur einen Tag zuvor hatten sie den Kater noch gefüttert.

An der Ecke Sudetenstraße/Pommernstraße wurde der tote Kater in einer Mülltüte an einem Containerplatz entdeckt.

Zugemüllte Container und streunende Katzen in Gronau

Die Mitarbeiter des Tierschutzvereins in Gronau zeigten sich angesichts dieser grausamen Tat schockiert – aber nicht unbedingt überrascht: So hätten ihnen Anwohner bereits zuvor von brutalen Übergriffen auf streunende Katzen berichtet. "Uns wurde zugetragen, dass Kinder mit Stöcken auf die Tiere einprügeln und die Katzen sich aus dem Müll der Container ernähren."

Der Containerplatz an der Sudetenstraße soll ein Sammelplatz für streunende Katzen sein, berichtet der Tierschutzverein. Das Problem: Immer wieder ist der gesamte Platz mit Müll bedeckt, der Katzen und auch Ratten anlocke. Andere Containerplätze in Gronau würden ebenso regelmäßig zugemüllt  – zwischen den Feiertagen im Dezember erreichte das Ausmaß eine "neue Dimension", wie die WN berichten.

Abgeladener Müll hinter einem Container in Gronau.

Auch Gronaus Bürgermeisterin, Sonja Jürgens, meldete sich über Facebook zu Wort. Sie kündigte eine Reinigung der Containerplätze an. Diese werde allerdings wegen der großen Menge an Abfall einige Zeit dauern: "Leider wird sich die Reinigung etwas hinziehen, da tatsächlich alle Standorte dermaßen 'zugemüllt' wurden."

In den sozialen Netzwerken erscheinen immer wieder Beiträge, in denen auch mit Fotos auf die Abfälle an den Gronauer Containerplätzen aufmerksam gemacht werden. In den Kommentaren darunter wird meist hitzig diskutiert: Die einen sind den Müll leid – und beschweren sich über den faulen Geruch und Ratten, die durch Essensreste angelockt werden. Die anderen sind das Thema selbst leid.

Verstreuter Müll samt Essensresten an den Containern in Gronau locken streunende Katzen und Ratten an.

Streuner an zugemüllten Containerplätzen: "Wegsehen ist die schlechteste Option"

Auf eine Sache können sich die meisten Gronauer in den Kommentaren aber einigen: Das Problem lässt sich nicht nur durch Empörung lösen – sondern durch das konsequente Melden der Müllberge bei den zuständigen Behörden. In seinem Facebook-Beitrag nimmt der Tierschutzverein ebenso die Stadt in die Pflicht – und fordert aber auch die Bürger auf, aktiv zu werden:

"Sollten Sie als Anwohner sehen, dass jemand seinen Müll da ablädt oder sich an den Tieren vergreift, zögern Sie nicht, das Ordnungsamt oder die Polizei anzurufen. Wegsehen ist in solchen Fällen die denkbar schlechteste Option."

Derweil ermittelt die Polizei in einem ähnlichen Fall. Eine Katze wurde in Borken angeschossen. Das Tier verstarb wenig später.

In Oelde bat vor einigen Wochen eine Familie über Facebook um Hilfe: Ihr Hund Bella wurde getötet – nun suchen sie den Täter auf eigene Faust. Für Ärger sorgt derzeit ein Unbekannter: Der Notruf der Feuerwehr in Gronau wurde zuletzt mehrfach missbraucht. Die Polizei hat jetzt einen Verdächtigen.

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