Der Zug rollt wieder

Protest gegen Atommülltransport: Mahnwachen in Gronau und weiteren Städten

Wegen eines Atommuelltransportes aus Gronau protestieren heute NRW-weit Umweltaktivisten. (Symbolbild)
+
Wegen eines Atommülltransportes aus Gronau protestieren heute NRW-weit Umweltaktivisten. (Symbolbild)

Wieder soll ein Zug mit Atommüll von Gronau aus quer durch Deutschland rollen. Am Dienstagvormittag setzte sich der Transport in Bewegung. Begleitet wird die Fahrt von Mahnwachen und Protesten in NRW.

  • Aus Gronau wird am Montag ein Zug mit Uranhexafluorid starten
  • Es handelt sich dabei um radioaktives, abgereichertes Uran
  • Atommüllgegner protestieren erneut gegen die Praktiken der Firma Urenco

Update: 10. Dezember. Offenbar hatte sich die Abfahrt des Uran-Sonderzuges doch verschoben. Erst heute Vormittag startete der umstrittene Transport in Gronau. Ziel des Urans ist Russland. Bereits kurz nach dem Start wurde der Zug bei Münster für fast zwei Stunden aufgehalten. Eine Aktivistin hatte sich in Nienberge-Häger von einer Brücke abgeseilt und den Transport so gestoppt. Als die Blockade aufgehoben worden war, setzte der Zug seinen Weg von Münster in Richtung Hamm fort. 

Erstmeldung: Gronau/NRW – Umweltaktivisten rufen am Montag (9. Dezember) erneut zu Mahnwachen und Protesten auf: Sie rechnen damit, dass im Laufe des Morgens ein Sonderzug mit radioaktivem Uranhexafluorid von der Urananreicherungsanlage in Gronau aus quer durch Deutschland unterwegs ist.

Proteste gegen Atommüll in Gronau und anderen Städten in NRW

Es ist nicht der erste Protest: Bereits im November stoppten Aktivisten einen Zug mit Atommüll aus Gronau, indem sie die Gleise blockierten. Es hatte zudem in mehreren Städten Mahnwachen gegeben. Auch am Montag wird dies wieder der Fall sein. Doch nicht nur vor der Urananreicherungsanlage in Gronau wird protestiert, sondern auch in vielen weiteren Städten in NRW:

  • Ochtrup
  • Drensteinfurt
  • Altenberge
  • Steinfurt
  • Münster
  • Hamm
  • Lünen
  • Unna
  • Burgsteinfurt
  • Mönchengladbach

Gegenüber dem WDR habe die Uranfirma Urenco angegeben, im Dezember 600 Tonnen des radioaktiven Stoffes von Gronau aus nach Russland transportieren zu wollen. Ein Zwischenstopp soll der Hafen in Amsterdam sein.

Proteste gegen Atommüll in Gronau (NRW): Kritik an Praktik von Urenco

Neben der Mahnwache vor der Urananreicherungsanlage in Gronau wird es am Vormittag ebenso am Hauptbahnhof in Münster Proteste von Umweltaktivisten aus Russland geben. Sie fordern die Bevölkerung zur Teilnahme auf, ebenso wie der "Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz", berichtet der WDR weiter.

Vor einigen Wochen war herausgekommen, dass die Firma Urenco abgereichertes Uran von Gronau aus nach Russland transportiere, wo der gefährliche und radioaktive Atommüll dann gelagert werden soll. Insgesamt sollen 12.000 Tonnen mit Zügen auf die Reise quer durch Europa geschickt werden. Dies hatte über die Landesgrenzen hinaus für Empörung und Widerstand gesorgt. Der Linken-Politiker Hubertus Zdebel aus dem Münsterland äußerte sich in mehreren Stellungnahmen kritisch gegenüber dieser Praktik von Urenco.

Für den Protest gegen den Neujahrsempfang der AfD werden Tausende Menschen erwartet. Die Polizei sperrt daher den Prinzipalmarkt in Münster komplett ab. Busse werden umgeleitet.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare