Aussagen des Schülers ausgewertet

Gaspistole in Schule: 15-Jähriger verletzt 19 Personen – Hintergründe ermittelt

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An einer Schule in Gronau gab es am Dienstag 19 Verletzte. 

Großeinsatz an Schule: Ein 15-Jähriger verletzte am Dienstag dutzende Mitschüler und Lehrer in Gronau. Jetzt wurde bekannt, wie es zu dem Vorfall kam.

Update: 5. April, 14.25 Uhr. Gronau – In seiner Vernehmung hat der 15-Jährige gegenüber der Polizei nun ausgesagt, dass er die Gaspistole ohne das Wissen seiner Eltern aus einem Versteck geholt und mit zur Schule genommen habe. Die geladene und entsicherte Waffe habe er dann in seinem Rucksack transportiert. 

Kurz nachdem er die Schule in Gronau betreten habe, sei der Schuss von selber ausgelöst worden. Er selber habe laut eigenen Aussagen nicht an der Pistole hantiert. Die kriminaltechnische Untersuchung der Polizei bestätigte nun die Aussage des 15-Jährigen.

Erneut kam es an einer Schule im Münsterland zu einem Vorfall: Ein Mann attackierte in Beckum eine Schulleiterin und verletzte sie.

Erste Hintergründe zur Tat in Gronau bekannt

Update: 4. April, 10.10 Uhr. Gronau – Der Vorfall von vergangenem Dienstag (2. April) ereignete sich vermutlich etwas anders, als zunächst vermutet. Wie Polizeisprecher Thorsten Ohm auf Anfrage mitteilte, brachte der 15-Jährige die Schreckschusswaffe von zu Hause mit in die Schule – vermutlich um vor seinen Mitschülern damit zu prahlen, wie Ohm vermutet.

Die Waffe transportierte er in seinem Rucksack. Als sich der Junge im Treppenhaus der Gesamtschule in Gronau befand, löste sich der Schuss von selber in der Tasche aus. Er wurde demnach nicht von dem Schüler selbst ausgelöst. Welche rechtlichen Konsequenten den 15-Jährigen nun erwarten, müssen weitere Ermittlungen ergeben.

Gronau: 15-Jähriger verletzt 19 Mitschüler und Lehrer

Update: 2. April, 15.35 Uhr. Gronau – Laut Polizei habe der Schüler allein in einem Treppenhaus gestanden, als er die Schreckschusspistole mit der Tränengaspatrone abfeuerte, berichtet die dpa. Erst als Schüler und Lehrer das Treppenhaus betraten und mit dem Reizstoff in Kontakt kamen, wurden sie verletzt. 

Der Grund, warum der 15-Jährige die Schreckschusspistole abfeuerte, ist derzeit nicht bekannt. Es sei jedenfalls kein gezielter Angriff gewesen, sagte ein Polizeisprecher gegenüber der dpa. Die Feuerwehr belüftete den betroffenen Teil des Schulgebäudes. Im Rest der Schule wurde der Unterricht fortgesetzt.

Vorfall an Gesamtschule in Gronau

Update: 2. April, 14.24 Uhr. Gronau – Nach Informationen der Polizei soll es sich beim Tatort um die Gesamtschule an der Laubstiege (Alte Hauptschule Ost) gehandelt haben, berichtet der WDR. Die betroffenen Schüler und Lehrer haben über Reizungen der Augen und Atemwege geklagt, weshalb zwölf von ihnen in ein Krankenhaus gebracht wurden.

Gronau: 15-Jähriger verletzt 19 Menschen an Schule

Erstmeldung: 2. April, 13.39 Uhr. Gronau – Ein Schüler (15) sorgte am Dienstagmorgen (2. April) für einen größeren Einsatz von Polizei und Feuerwehr an einer Schule. Er feuerte eine Schreckschusspistole im Treppenhaus ab – und das hatte weitreichende Folgen. 

Die Pistole war mit einer Tränengaspatrone geladen. Das Gasgemisch verbreitete sich unmittelbar und griff die Atemwege und Augen der Anwesenden in Gronau an. Das ist nicht ungefährlich: Bei Personen mit Asthma kann die von der Polizei als Waffe eingesetzte Substanz sogar zum Tod führen. Auch Menschen ohne Vorerkrankungen können gesundheitliche Schäden erleiden. 

19 Personen wurden an der Schule in Gronau durch das Tränengas leicht verletzt. Darunter befinden sich auch zwei Lehrer. Zwölf der Betroffenen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Einen ähnlichen Fall gab es vor Kurzem in Osnabrück: Dort versprühten zwei Schülerinnen Reizgas in einem Klassenzimmer.

In Gronau wurden am Dienstag mehrere Personen verletzt. 

Die Feuerwehr musste zu der Schule in Gronau ausrücken, um das Treppenhaus zu lüften und so weitere Verletzte zu vermeiden. Der Unterricht wurde außerhalb des betroffenen Gebäudes fortgesetzt. 

Ebenfalls mit Schreckschusspistole bewaffnet wurde kürzlich ein 18-Jähriger von der Grenzpolizei in Gronau aufgegriffen. Dafür hätte er eine Genehmigung gebraucht. Im gleichen Ort mussten Pendler vor Kurzem Geduld beweisen:Ein Zug entgleiste – die Aufräumarbeiten dauerten lange.  

Polizisten stoppten einen 18-jährigen Autofahrer in Telgte – dann deckten sie mehrere Straftaten auf. In Gronau sucht die Polizei derzeit nach Zeugen: Unbekannte warfen einen Gegenstand auf ein fahrendes Auto. Zudem ereignete sich kürzlich ein brutaler Vorfall: Weil er einen Diebstahl in Gronau verhindern wollte, wurden ein 14-jähriger Zeuge verprügelt. Er verlor bei dem Angriff mehrere Zähne. 

Zu einem schweren Unfall auf der A31 kam es bei Gronau – durch die Unfallarbeiten kam es zu einem langen Stau. Was genau geschehen war, war zunächst unklar. Zudem kam es kürzlich in Gronau zu einer Attacke auf einen Polizisten: Bei einer Kontrolle war ein 18-Jähriger ausgerastet. Die Polizei musste mit einem Reizstoff eingreifen. 

Die Polizei rückte kürzlich zu diesem Einsatz aus: Ein Randalierer schoss in Rhede um sich – dann musste die Feuerwehr hinzugezogen werden.

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