Frau in Ibbenbüren missbraucht

Im dritten Anlauf: Vergewaltiger muss ins Gefängnis

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Im vergangenen Jahr hat ein Westerkappelner eine Frau vergewaltigt. Jetzt muss er ins Gefängnis.

Im August 2018 soll ein Mann seine Bekannte in Ibbenbüren im Schlaf vergewaltigt haben. Zwei Mal brach der Angeklagte vor Gericht zusammen. Jetzt wurde er verurteilt.

Update: 20. Februar, 7.25 Uhr. Ibbenbüren/Münster – Nachdem der Angeklagte aus Westerkappeln in den vergangenen beiden Verhandlungstagen zusammengebrochen ist, konnte der Prozess mit den Plädoyers am Dienstag (19. Februar) schließlich fortgesetzt werden.

Am 25. August 2018 soll der Mann eine Bekannte in Ibbenbüren im Schlaf vergewaltigt haben. Der Angeklagte gestand die Tat vor Gericht, was letztlich zu seinen Gunsten gewertet wurde. Das Gericht verurteilte den 46-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine vierjährige Haftstrafe gefordert.

Der Verurteilte muss zudem 10.000 Euro Schmerzensgeld an das Oper zahlen. Die junge Frau aus Ibbenbüren leide noch immer an Schlafstörungen und ekle sich vor sich selbst, so dass sie sich lange Zeit mit Desinfektionsmittel wusch, berichtet die WN. Auch die Beziehung zu ihrem Freund, der zum Tatzeitpunkt in der Wohnung war, zerbrach nach der Vergewaltigung.

Vergewaltigung im Schlaf: Angeklagter bricht erneut vor Gericht zusammen

Update: 12. Februar, 12.35 Uhr. Ibbenbüren/Münster – Beim Vergewaltigungsprozess am Landgericht Münster mussten erneut Rettungskräfte anrücken. Der Angeklagte aus Ibbenbüren hatte zuvor wie schon am zweiten Verhandlungstag gefordert, dass seine Pflichtverteidigerin ausgetauscht werde. 

Auf Nachfrage der Richterin, ob der Ibbenbürener einen Mann als Verteidiger bevorzugt hätte, ließ der Angeklagte von seiner Dolmetscherin antworten: Er habe "natürlich keine Frau" gewollt. Erneut wurde der Antrag des 46-Jährigen beraten.

Während der Beratung kam es dann zu ähnlichen Szenen wie am zweiten Verhandlungstag. Der Mann aus Ibbenbüren schien bewusstlos zu sein. Notärzte mussten in den Gerichtssaal anrücken. Am 19. Februar soll der Prozess fortgeführt werden.

Auch am dritten Prozesstag brach der Angeklagte zusammen. (Symbolbild)

Bekannte im Schlaf vergewaltigt: Angeklagter aus Ibbenbüren bricht zusammen

Erstmeldung: 8. Februar. Ibbenbüren/Münster – Aufruhr im Gerichtssaal: In einem Vergewaltitungs-Prozess gegen einen Mann aus Westerkappeln mussten am Donnerstag (7. Februar) Rettungskräfte anrücken. Der Angeklagte war nach einer Entscheidung der Richterin zusammengeklappt. Was war geschehen?

Am 25. August 2018 soll der 46-Jährige, der unter einer schweren Alkoholsucht leidet, seine Bekannte in ihrer Wohnung in Ibbenbüren vergewaltigt haben. Am besagten Tag besuchte er die Frau, die zu dem Zeitpunkt bereits schlief. Ihr Sohn öffnete dem Angeklagten die Tür.

Angeklagter soll Bekannte aus Ibbenbüren in ihrem Bett vergewaltigt haben

Nach einer Weile legte sich der Mann zu der Geschädigten ins Bett, fing an sie zu streicheln. Dann soll es zur Vergewaltigung gekommen sein. Die Frau aus Ibbenbüren sei daraufhin aufgesprungen und zu ihrem Freund ins Nebenzimmer gerannt. Der 46-Jährige verschwand danach und wurde am nächsten Tag festgenommen.

Am Landgericht in Münster wird der Fall seit Ende Januar behandelt (Symbolbild)

Vor Gericht gab der Angeklagte die Tat in Ibbenbüren zu – jedoch erst, nachdem er zunächst wichtige Details ausließ. Am zweiten Verhandlungstag beantragte der Westerkappelner überraschenderweise, dass seine Verteidigerin ausgetauscht werde. "Sie hat gesagt, dass alles besser wird, aber ich glaube ihr nicht mehr", sagte er laut WN.

Vergewaltigung in Ibbenbüren: Angeklagter bricht vor Gericht zusammen

Das Gericht beriet über den Antrag des Angeklagten – lehnte diesen letztlich jedoch ab. Danach brach der Mann zusammen. Rettungskräfte mussten ihn ins Krankenhaus einliefern. Das Verfahren wegen der Vergewaltigung in Ibbenbüren soll am kommenden Montag (11. Februar) fortgesetzt werden.

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