Mordermittlung

Bekannten im Schlaf getötet und Wohnung in Brand gesetzt: Neue Details bekannt

Die Umstaende, durch die ein 26-Jaehrige zu Tode kam, sind geklaert. Er wurde mutmaßlich von einem Bekannten getoetet. (Symbolbild)
+
Die Umstände, durch die ein 26-Jährige zu Tode kam sind geklärt. Er wurde mutmaßlich von einem Bekannten getötet. (Symbolbild)

Bei einem Wohnungsbrand in Ibbenbüren wurde eine Leiche gefunden. Es stellte sich heraus, dass der Mann getötet wurde. Jetzt gibt es neue Details zu den Hintergründen.

  • Leiche bei Wohnungsbrand in Ibbenbüren gefunden
  • 31-Jähriger wurde vorher wohl getötet
  • Sein Bekannter wurde festgenommen

Update: 24. Januar. Was führte den Verdächtigen aus Ibbenbüren dazu, den mittlerweile 31-Jährigen in dessen Wohnung zu töten? Diese Frage beschäftigt derzeit die Ermittler. Ein weiterer Mann starb durch Messerstiche: Ein 55-Jähriger wurde im Kreis Steinfurt erstochen. Das Motiv dafür ist noch unklar. 

Wie die Bild zum Fall aus Ibbenbüren berichtet, engagierte sich der 26-Jährige bei Polizei und Feuerwehr. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin hatte er eine Tochter (6). Das Paar trennte sich zunächst vor einiger Zeit, nachdem es in der Beziehung immer wieder zu Streitigkeiten gekommen war.

Die Bild scheint darüber hinaus zu wissen, dass das Paar vor kurzer Zeit wieder zusammenkam. Kurz darauf kam es dann zur Bluttat in Ibbenbüren. Täter und Opfer scheinen sich aus dem privaten Umfeld gekannt zu haben. Dies bestätigte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Anfrage. 

Woher sich die Beiden genau kannten, ist unklar. Zeugen hätten laut Bild berichtet, dass der 31-Jährige, der einen Tag vor der Tat Geburtstag hatte, und sein späterer mutmaßlicher Mörder öfters gestritten hätten. Gemutmaßt wird, dass das Opfer aus Ibbenbüren eine mögliche freundschaftliche Beziehung zur Frau des Beschuldigten hatte und ihr Mann dies nach der Versöhnung erfuhr. Diese Spekulationen wollte Botzenhardt jedoch nicht kommentieren. Der Festgenommene schweigt weiterhin zu den Vorwürfen.

Eine Bluttat hat sich jüngst auch in Bocholt ereignet. Dort wurde ein 21-Jähriger wohl aus Eifersucht niedergestochen.

Mord in Ibbenbüren? 26-Jähriger festgenommen

Update: 22. Januar. Stück für Stück sickern die Umstände durch, durch die ein 30-Jähriger am vergangenen Sonntag (19. Januar) ums Leben kam. Feuerwehrmänner entdeckten die Leiche des Mannes in einer brennenden Wohnung an der Wilhelmstraße in Ibbenbüren. Eine Obduktion ergab, dass der Tote nicht durch das Feuer ums Leben kam, sondern getötet wurde.

Hinweise rückten nun einen 26-Jährigen ins Visier der Ermittlungen. Er wird verdächtig, den Mieter der Wohnung in Ibbenbüren am besagten Tag getötet zu haben. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Münster sowie die Beamten aus Steinfurt in einer gemeinsamen Mitteilung berichten, sitzt der Mann nun wegen des Verdachts des Mordes und der versuchten besonders schweren Brandstiftung in Untersuchungshaft.

"Dem Mann aus Tecklenburg wird vorgeworfen, den 30-jährigen Mieter in dessen Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet und schließend Feuer gelegt zu haben", erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt nach dem Vorfall in Ibbenbüren. Das Motiv liege im persönlichen Bereich der beiden Personen, heißt es weiter.

Zeugen berichteten gegenüber den Ermittlern, dass sich das Opfer und der Verdächtigen in der Vergangenheit mehrfach gestritten haben. Die Ermittler vermuten nun, dass der Verdächtige am vergangenen Sonntag in die Wohnung des 30-Jährigen in Ibbenbüren einbrach und dann auf ihn einstach, als er noch schlafend im Bett lag.

"Um dieses Geschehen zu vertuschen, soll der Beschuldigte ein Feuer gelegt haben, das glücklicherweise nicht auf das Gebäude übergriff", erklärt Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux zu dem Vorfall in Ibbenbüren. Am Montag (20. Januar) wurde der Verdächtige in seiner Wohnung schließlich festgenommen. Am Tag darauf wurde er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster einem Haftrichter vorgeführt.

In der Stadt kam es neulich zu einem mysteriösen Vorfall: Ein Mann soll in Ibbenbüren von einem Bekannten angeschossen sein. Die Verletzung bemerkte er jedoch erst später.

Wohnungsbrand in Ibbenbüren: Mann wurde getötet

Update: 20. Januar, 8.53 Uhr. Nachdem am Sonntag (19. Januar) bei einem Wohnungsbrand in Ibbenbüren eine Leiche entdeckt worden war, wurde noch am selben Tag die Obduktion durchgeführt. Das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung ist eindeutig:

"Das Ergebnis der Obduktion lässt keine Zweifel zu. Bei dem Opfer handelt es sich um den bereits vermuteten 30-jährigen Mieter der Wohnung. Dieser ist nicht an den Folgen des Brandes gestorben, sondern ist gewaltsam zu Tode gekommen. Wir ermitteln wegen eines Tötungsdeliktes weiter in alle Richtungen", erläuterte Oberstaatsanwalt Botzenhardt in einer weiteren Pressemeldung zu dem Leichenfund in Ibbenbüren

Eine weitere Person war bei dem Brand in dem Haus in Ibbenbüren verletzt worden. Diese befindet sich mittlerweile nicht mehr im Krankenhaus und konnte bereits am Sonntag als Zeuge vernommen werden. Ob die Aussage wichtige Informationen zur Todesursache oder den -umständen lieferte, ist noch nicht bekannt.

Ibbenbüren: Leiche bei Wohnungsbrand entdeckt

Erstmeldung: 20. Januar, 7.40 Uhr. Ibbenbüren - Zu einem Wohnungsbrand rückte die Feuerwehr am Sonntagmorgen (19. Januar) gegen 7.30 Uhr aus. In einem Mehrfamilienhaus an der Wilhelmstraße war ein Feuer ausgebrochen. Während der Löscharbeiten machte die Feuerwehr jedoch einen grausigen Fund.

Die Einsatzkräfte fanden eine Leiche in der Erdgeschosswohnung des Hauses in Ibbenbüren. Die verstorbene Person wies nach erstem Augenschein jedoch Verletzungen auf, die nicht durch das Feuer entstanden waren, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt von der Staatsanwaltschaft Münster in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Polizei Münster und Steinfurt schreibt.

"Um die genauen Todesumstände zu ergründen, wurde der Leichnam beschlagnahmt und es wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft eine Obduktion durchgeführt", erklärt Botzenhardt das weitere Vorgehen der Ermittlungsbehörden. Nach dem Leichenfund in dem Mehrfamilienhaus in Ibbenbüren wurde bei der Polizei Münster eine Mordkommission eingerichtet.

Leiche in Ibbenbüren entdeckt: Wer ist der Tote?

Nicht nur die Todesursache soll nun geklärt werden, sondern auch die Identität des Toten. Denn noch ist unklar, wer der Verstorbene aus Ibbenbüren ist. Möglicherweise handelt es sich um einen 30-Jährigen, wie der Leiter der Mordkommission, Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux, berichtet.

"Bei dem Brand wurde eine Person verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Wir konzentrieren uns nun auf dessen Zeugenaussage, werden weitere Zeugen befragen und eine umfangreiche Spurensuche und -sicherung vornehmen. Glücklicherweise konnten sechs weitere Bewohner das Haus unverletzt verlassen", so Oberstaatsanwalt Botzenhardt zu dem Vorfall in Ibbenbüren.

Nur wenige Wochen zuvor wurde eine weitere Mordkommission eingerichtet, als es in einem Mehrfamilienhaus in Ibbenbüren zu einer Gasexplosion kam. Der 49-jährige Mieter erlitt dabei schwere Verletzungen und musste in einer Klinik behandelt werden. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann die Gasflaschen manipuliert und so die Explosion ausgelöst haben soll.

Mordermittlungen nach Bränden in Ibbenbüren, Rheine und Münster

In den vergangenen Monaten wurden vermehrt Mordkommissionen nach Bränden eingerichtet. Nur wenige Tage nach der Gasexplosion in Ibbenbüren kurz nach Neujahr wurde nach einem Wohnhausbrand in Rheine ein Mann festgenommen. Auch dieser Mieter soll das Feuer vorsätzlich gelegt haben. 

Zudem kam es vor wenigen Monaten zu einem schrecklichen Vorfall: In einem Hotel in Münster soll ein Mann seine Ex-Frau mit Benzin übergossen und angezündet zu haben. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Mordes ein und nahmen den 35-jährigen Hotelleiter fest.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare