Impfgegner

Angriffe auf Corona-Impfzentren geplant? Bundesregierung äußert sich

Die Impfzentren in Deutschland werden in wenigen Tagen Orte großer Menschenmengen sein. Dies könnten Terroristen und Verschwörungstheoretiker zum Anlass für einen Angriff nutzen.

Das Coronavirus* hat die Welt seit nunmehr fast einem Jahr im Griff. Der erste Schritt zur Bekämpfung der Pandemie ist getan: Mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer* können nach und nach Menschen weltweit gegen den Erreger immunisiert werden. Die Bundesregierung befürchtet nun, dass die Impf- und Herstellungszentren zu Zielen von Angriffen werden könnten.

„D-Day 2.0“: Verschwörungstheoretiker planen möglicherweise Versammlungen vor Corona-Impfzentren

Im Fokus steht dabei vor allem die Organisation „D-Day 2.0“, wie Die Zeit berichtet. Diese wird vom Innenministerium zum verschwörungsideologischen Spektrum gezählt. Anhänger der Bewegung werden über den Nachrichtendienst „Telegram“ über landesweite Aktionen an Impfzentren informiert, denen sie sich anschließen können.

Insbesondere geht es dabei um große Versammlungen vor Impfzentren. Dabei warnt die Bundesregierung vor den Folgen der Aktionen: Sollte die Situation eskalieren, kann es zu Sachbeschädigung oder gar zu Übergriffen auf das Personal kommen, das dort arbeitet, um Menschen gegen das Coronavirus zu immunisieren.

Innenministerium: Auch Cyber-Angriffe auf Corona-Impfzentren denkbar

Auch Cyber-Angriffe werden befürchtet. Diese könnten die Anlagen, wie etwa das Impfzentrum in Münster*, komplett lahmlegen. „Bis die Corona-Pandemie nicht global eingedämmt worden ist, bleiben sie ein attraktives Ziel für Angriffe, denen sowohl wirtschaftliche als auch staatliche Interessen zugrunde liegen können“, heißt es von Seiten des Ministeriums.

Die Grünen-Fraktion hatte zuvor bei der Bundesregierung nachgefragt, ob mit solchen Angriffen auf Impfzentren gerechnet werden muss und was dazu getan wird, um sie zu verhindern. Die Organisation „D-Day 2.0“ steht bereits unter Beobachtung. Sollte es zu Ansammlungen kommen, wird die Polizei prüfen, ob sich an die Corona-Schutzverordnung gehalten wird.

Terminvergabe für Corona-Impfzentren in NRW ist überlastet

Gerade während der gobalen Corona-Pandemie sind die Impfzentren Orte großer Menschenansammlungen. Daher könnten sie auch zum Ziel des Terrors werden. Islamistisch motivierte Attentäter könnten den Zentren große Bedeutung zumessen. Einen Hinweis auf solche Anschläge in Deutschland gebe es jedoch nicht, fügt das Ministerium hinzu.

Gesundheitsminister Jens Spahn* (CDU) verbreitet derweil Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr zur Normalität. Bisher haben sich in Deutschland rund 1,5 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. Nach einigen Rückschlägen und Lieferengpässen soll es nun auch bald in den Impfzentren in NRW losgehen können.

Ein Rechner kann berechnen, wann man ungefähr zur Impfung drankommt. (Symbolfoto)

Jens Spahn ist zuversichtlich: „Impfen ist der Weg raus aus der Pandemie“

„Das Impfen ist der Weg raus aus der Pandemie“, so Jens Spahn in den Tagesthemen der ARD. Und: „Es wird Zug um Zug schneller gehen“. Weiterhin ist das Thema von hoher Emotionalität geprägt und erfährt große mediale Aufmerksamkeit. Bis es so weit ist und der Großteil der Bevölkerung geimpft wurde, gelten jedoch weiterhin die Corona-Regeln*.

Neu dazu gekommen ist jedoch nun eine Erweiterung der Maskenpflicht. Jetzt sollen medizinische oder FFP-Masken getragen werden. Jedoch rät das RKI eigentlich von einer privaten Nutzung der FFP2-Masken ab.* (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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