Gesundheitsminister in Talkshow

Jens Spahn bei Maischberger: Gesundheitsminister äußert sich zur Impfpflicht

Die Bundesregierung stimmt die Bürger auf harte Wochen ein. So auch Jens Spahn, der am Mittwoch zu Gast bei Sandra Maischberger war. Dort äußerte er sich auch zur Impfpflicht-Debatte.

Es war ein langer Tag für Jens Spahn am Mittwoch (13. Januar). Nach einigen Konferenzen und Interviews stand für den CDU-Politiker aus dem Münsterland seine Regierungserklärung auf dem Plan, die er im Bundestag in Berlin vortrug. Dort verteidigte der Bundesgesundheitsminister die Impfstrategie der Bundesregierung gegen die Kritik der vergangenen Tage.

Zwar gab Jens Spahn in seiner Regierungserklärung einige Fehler zu, verteidigte aber den Kurs der Regierung – und vor allem die enge Zusammenarbeit mit den anderen EU-Ländern. „Kein Land und keine Regierung kann dieses Virus alleine besiegen – es geht nur gemeinsam“, sagte er im Bundestag. Am späten Abend stand er dann Moderatorin Sandra Maischberger in ihrer gleichnamigen ARD-Talkshow Rede und Antwort.

PersonJens Spahn
AmtBundesgesundheitsminister
GeburtsortAhaus (Kreis Borken)

Jens Spahn geht bei Maischberger von verlängertem Lockdown aus

Neben dem Gesundheitsminister waren auch Kabarettist Urban Priol, „Welt“-Journalist Robin Alexander sowie Melanie Amann von „Der Spiegel“ zu Gast bei „Maischberger“. CDU-Politiker Jens Spahn machte den Bürgern in Deutschland in der ARD-Sendung keine großen Hoffnungen, dass die derzeit geltenden Coronavirus-Regeln allzu sehr gelockert würden. „Der Lockdown endet nicht am 1. Februar“, betonte der gebürtige Ahauser.

Der Gesundheitsminister wollte sich zeitgleich jedoch nicht darauf festlegen, wie lange Deutschland noch im Lockdown verweilen würde. „Es kommt auf uns an“, sagte der 40-Jährige. Bereits vor wenigen Tagen hatte Kanzlerin Angela Merkel gewarnt, dass der Lockdown in Deutschland noch bis Ostern andauern könnte. In dieselbe Kerbe schlug Jens Spahn auch bei „Maischberger“.

Jens Spahn (CDU) bei Maischberger: Keine Corona-Impfpflicht in Deutschland

In der ARD-Talkshow bezog der Gesundheitsminister auch noch einmal Stellung zu der Kritik, die ihm in den zurückliegenden Tagen entgegengeschlagen war. So hatten einige SPD-Politiker die Bundesregierung und Jens Spahn für die Corona-Impfstrategie in Deutschland harsch attackiert. Es gebe kein Problem mit der Menge der Impfstoffe, betonte Spahn. Die Frage sei nur „wann die kommen, in welchem Quartal“. Eine verbindliche Aussage dazu wollte er bei „Maischberger“ nicht tätigen.

Jens Spahn betonte bei Sandra Maischberger zudem noch einmal, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben werde. Die Akzeptanz für die Impfung gegen das Coronavirus werde mit einer verordneten Pflicht nicht wachsen. Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Impfpflicht ins Spiel gebracht. Zum Schluss der Sendung hakte Maischberger in Sachen möglicher Kanzlerschaft nach.

Jens Spahn war bei Sandra Maischberger zu Gast.

Kürzlich wurde bekannt, dass Jens Spahn wohl Pläne schmiedet, der nächste Bundeskanzler zu werden. Der Gesundheitsminister stellte jedoch klar, dass es ihm dieser Tage nicht um ihn, sondern „um Wichtigeres“ gehe. Am kommenden Wochenende (15./16. Januar) will die CDU beim Parteitag in Berlin einen neuen Vorsitzenden wählen. Der gebürtige Münsterländer stellt sich für dieses Amt nicht zur Wahl.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/WDR | Oliver Ziebe

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